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Wegbeschreibung und Verkehr

Wortschatz für Orientierung, Weg beschreiben, nach dem Weg fragen und öffentliche Verkehrsmittel.

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1. Orientierung — Vokabeln

Richtungen

Wort Bedeutung Beispielsatz
geradeaus straight ahead Gehen Sie geradeaus bis zur Ampel.
links left Die Bäckerei ist auf der linken Seite.
rechts right Biegen Sie an der Kreuzung rechts ab.
zurück back Gehen Sie ungefähr 100 Meter zurück, dann sehen Sie das Café.

Orte und Straßenmerkmale

Wort Bedeutung Beispielsatz
die Ampel, -n traffic light Warten Sie an der Ampel, bis es grün wird.
die Kreuzung, -en intersection, crossroads An der nächsten Kreuzung müssen Sie links abbiegen.
die Ecke, -n corner Das Geschäft ist gleich um die Ecke.
die Brücke, -n bridge Gehen Sie über die Brücke und dann geradeaus weiter.
der Kreisverkehr, -e roundabout Nehmen Sie im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt.
die Einbahnstraße, -n one-way street Achtung, das ist eine Einbahnstraße — Sie dürfen hier nicht durchfahren.

Verben der Bewegung

Verb Bedeutung Beispielsatz
abbiegen (biegt ab, bog ab, ist abgebogen) to turn Biegen Sie an der Ampel links ab.
überqueren (überquert, überquerte, hat überquert) to cross Sie müssen die Hauptstraße überqueren.
weitergehen (geht weiter, ging weiter, ist weitergegangen) to continue walking Gehen Sie danach einfach weiter bis zum Park.
entlanggehen (geht entlang, ging entlang, ist entlanggegangen) to walk along Gehen Sie die Friedrichstraße entlang bis zur Post.
vorbeigehen an + Dat. (geht vorbei, ging vorbei, ist vorbeigegangen) to pass by Sie gehen am Supermarkt vorbei und dann sehen Sie die Apotheke.

Entfernungen und Angaben

Ausdruck Bedeutung Beispielsatz
ungefähr 200 Meter approximately 200 metres Es sind ungefähr 200 Meter bis zur Haltestelle.
die erste/zweite/dritte Straße the first/second/third street Nehmen Sie die zweite Straße links.
5 Minuten zu Fuß 5 minutes on foot Der Bahnhof ist 5 Minuten zu Fuß von hier.
an der nächsten Kreuzung at the next intersection An der nächsten Kreuzung sehen Sie eine Apotheke.

Orientierungspunkte — Präpositionen

Ausdruck Bedeutung Beispielsatz
gegenüber von + Dat. opposite Das Hotel ist gegenüber vom Bahnhof.
neben + Dat. next to Die Apotheke ist direkt neben der Bäckerei.
hinter + Dat. behind Der Parkplatz ist hinter dem Supermarkt.
vor + Dat. in front of Wir treffen uns vor dem Kino.
zwischen + Dat. between Das Café liegt zwischen der Post und der Bank.

2. Nach dem Weg fragen — Redemittel

Redemittel Bedeutung Kontext
Entschuldigung, wie komme ich zum/zur...? Excuse me, how do I get to...? Standardfrage, immer höflich
Können Sie mir sagen, wo... ist? Can you tell me where... is? Höflicher Konjunktiv II
Ist es weit von hier? Is it far from here? Nachfrage zur Entfernung
Kann man zu Fuß gehen? Can you walk there? Ob man laufen kann oder Verkehrsmittel braucht
Welche Straßenbahn / welchen Bus muss ich nehmen? Which tram / which bus do I need to take? Frage nach dem richtigen Verkehrsmittel
Entschuldigen Sie bitte, ich suche... Excuse me please, I'm looking for... Formeller als "Entschuldigung"
Wissen Sie, ob es hier in der Nähe eine Apotheke gibt? Do you know if there is a pharmacy nearby? Indirekte Frage mit "ob" — Verb am Ende

3. Den Weg beschreiben — Redemittel

Redemittel Bedeutung Tipp
Gehen Sie geradeaus bis zur Ampel. Go straight ahead to the traffic light. "bis zu" + Dativ für das Ziel
Biegen Sie an der Kreuzung links ab. Turn left at the intersection. Trennbares Verb: "abbiegen"
Überqueren Sie die Straße. Cross the street. Nicht trennbar, Akkusativ
Gehen Sie die Hauptstraße entlang. Walk along the main street. "entlang" steht nach dem Nomen (Akkusativ)
Nach ungefähr 200 Metern sehen Sie auf der rechten Seite... After approximately 200 metres you will see on the right side... Dativ nach "auf der Seite"
Es ist direkt gegenüber vom Bahnhof. It is directly opposite the train station. "gegenüber von" + Dativ
Sie können es nicht verfehlen. You can't miss it. Beliebte Schlussformel
Das ist gleich um die Ecke. That's just around the corner. Kurze Entfernung betonen

4. Mini-Dialoge

Dialog 1: Weg zum Bahnhof

Thema: Ein Passant fragt nach dem Weg zum Hauptbahnhof. Die Frau erklärt den Fußweg.

Passant: Entschuldigung, können Sie mir sagen, wie ich zum Hauptbahnhof komme?

Frau: Ja, natürlich. Gehen Sie hier geradeaus bis zur nächsten Ampel.

Passant: Und dann?

Frau: Dann biegen Sie rechts ab und gehen die Schillerstraße entlang. Nach ungefähr 300 Metern kommen Sie an eine große Kreuzung.

Passant: An der Kreuzung — muss ich da wieder abbiegen?

Frau: Nein, überqueren Sie einfach die Straße. Danach gehen Sie noch ein Stück geradeaus, und dann sehen Sie den Bahnhof schon auf der linken Seite.

Passant: Ist es weit? Kann ich zu Fuß gehen?

Frau: Ja, das sind höchstens zehn Minuten zu Fuß. Sie können es nicht verfehlen — das Gebäude ist sehr groß.

Passant: Wunderbar, vielen Dank für Ihre Hilfe!

Frau: Gerne, schönen Tag noch!

Nützliche Wendungen: - "Können Sie mir sagen, wie ich zum... komme?" — indirekter Fragesatz, Verb am Ende - "Nach ungefähr 300 Metern" — Entfernungsangabe mit Dativ - "Sie können es nicht verfehlen" — typische Abschlussformel


Dialog 2: Weg zur Post

Thema: Eine Touristin sucht die Post. Die erste Person kann nicht helfen, aber die zweite kennt den Weg.

Touristin: Entschuldigen Sie bitte, ich suche die Post. Wissen Sie, wo die nächste ist?

Mann: Tut mir leid, ich bin nicht von hier. Ich kenne mich leider nicht so gut aus.

Touristin: Kein Problem, trotzdem danke!

Touristin: (spricht eine andere Passantin an) Entschuldigung, könnten Sie mir vielleicht sagen, wo die nächste Post ist?

Passantin: Die Post? Ja, die ist gar nicht weit. Gehen Sie hier die Straße entlang, bis Sie an einen kleinen Platz kommen.

Touristin: Den Platz mit dem Brunnen?

Passantin: Genau, den meine ich. Am Platz gehen Sie links an der Bäckerei vorbei. Die Post ist dann direkt neben dem Blumenladen.

Touristin: Also links am Brunnenplatz und dann neben dem Blumenladen?

Passantin: Richtig. Das sind vielleicht drei Minuten zu Fuß.

Touristin: Super, vielen Dank!

Passantin: Bitte schön!

Nützliche Wendungen: - "Tut mir leid, ich bin nicht von hier." — Standardantwort, wenn man den Weg nicht kennt - "Ich kenne mich leider nicht so gut aus." — Ergänzung: sich auskennen = to know one's way around - "bis Sie an einen kleinen Platz kommen" — temporaler Nebensatz mit "bis"


Dialog 3: Nächste Apotheke

Thema: Jemand braucht dringend eine Apotheke. Ein Anwohner beschreibt den Weg.

Person A: Entschuldigung, wissen Sie, ob es hier in der Nähe eine Apotheke gibt? Ich brauche dringend Medikamente.

Anwohner: Ja, es gibt eine Apotheke in der Bergstraße. Die ist nicht weit von hier.

Person A: Wie komme ich dahin?

Anwohner: Gehen Sie an dieser Kreuzung rechts. Dann gehen Sie geradeaus, bis Sie an eine Brücke kommen.

Person A: Muss ich über die Brücke gehen?

Anwohner: Nein, bevor Sie die Brücke überqueren, biegen Sie links in die Bergstraße ab. Die Apotheke ist auf der rechten Seite, direkt gegenüber von einem Spielplatz.

Person A: Also rechts, geradeaus bis zur Brücke, dann links in die Bergstraße. Habe ich das richtig verstanden?

Anwohner: Genau. Es sind vielleicht fünf Minuten. Sie erkennen die Apotheke am grünen Schild.

Person A: Vielen Dank, das hilft mir sehr!

Anwohner: Gern geschehen, gute Besserung!

Nützliche Wendungen: - "Ich brauche dringend..." — Dringlichkeit ausdrücken - "Bevor Sie die Brücke überqueren" — temporaler Nebensatz mit "bevor" - "Habe ich das richtig verstanden?" — Rückfrage, um sicherzugehen


Dialog 4: Weg zum Restaurant in der Altstadt

Thema: Ein Paar sucht ein Restaurant in der verwinkelden Altstadt. Ein Einheimischer erklärt den Weg durch die Gassen.

Frau: Entschuldigung, wir suchen das Restaurant "Zum Goldenen Hirsch". Es soll in der Altstadt sein.

Einheimischer: Ah ja, das kenne ich. Das ist etwas schwierig zu finden, weil die Altstadt viele kleine Gassen hat.

Mann: Ja, wir haben es auf dem Handy gesucht, aber das Navi funktioniert hier nicht so gut.

Einheimischer: Das kann ich verstehen. Also, gehen Sie hier die Treppe hinunter zum Marktplatz. Am Marktplatz gehen Sie links an der Kirche vorbei.

Frau: An der Kirche vorbei, okay.

Einheimischer: Genau. Nachdem Sie an der Kirche vorbeigegangen sind, sehen Sie eine enge Gasse. Die heißt "Hintergasse". Gehen Sie da hinein.

Mann: Und wie weit ist es dann noch?

Einheimischer: Nicht weit. Gehen Sie die Hintergasse entlang. Obwohl es so aussieht, als wäre es eine Sackgasse, geht die Gasse rechts weiter. Dann sehen Sie ein altes Holzschild — das ist das Restaurant.

Frau: Treppe, Marktplatz, Kirche links, Hintergasse, dann rechts. Richtig?

Einheimischer: Perfekt. Sie werden es riechen — die machen die besten Schnitzel der Stadt!

Mann: Na dann — vielen Dank!

Nützliche Wendungen: - "Es soll in der Altstadt sein." — Hörensagen mit "sollen" - "Obwohl es so aussieht, als wäre es eine Sackgasse" — Konzessivsatz + Konjunktiv II - "die Sackgasse" — dead end (wörtlich: "Sack-Gasse")


Dialog 5: Tourist fragt nach Sehenswürdigkeit

Thema: Ein Tourist möchte zum Schloss. Eine Studentin erklärt den Weg und gibt Tipps.

Tourist: Excuse me — sorry, Entschuldigung! Wie komme ich zum Schloss?

Studentin: Zum Schloss? Da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Sie nehmen den Bus, Linie 7, oder Sie gehen zu Fuß. Es ist ungefähr 20 Minuten.

Tourist: Ich gehe lieber zu Fuß, damit ich die Stadt besser kennenlernen kann.

Studentin: Gute Idee! Also, gehen Sie hier geradeaus die Königstraße entlang. Wenn Sie am Rathaus vorbeikommen, sehen Sie einen kleinen Park.

Tourist: Und durch den Park?

Studentin: Genau. Gehen Sie durch den Park hindurch und auf der anderen Seite die Treppen hoch. Von dort sehen Sie das Schloss schon.

Tourist: Gibt es auf dem Weg vielleicht ein Café? Ich möchte unterwegs einen Kaffee trinken.

Studentin: Ja, direkt am Park gibt es ein nettes Café. Das heißt "Blümchen" und hat eine schöne Terrasse. Allerdings kann es mittags ziemlich voll sein.

Tourist: Kein Problem. Und das Schloss — kostet der Eintritt etwas?

Studentin: Soweit ich weiß, sind es 8 Euro. Aber den Schlossgarten können Sie kostenlos besuchen.

Tourist: Wunderbar, vielen herzlichen Dank!

Studentin: Gerne! Viel Spaß beim Besuch!

Nützliche Wendungen: - "Entweder... oder..." — Alternative anbieten - "Damit ich die Stadt besser kennenlernen kann" — Finalsatz mit "damit" - "Soweit ich weiß" — as far as I know (Einschränkung)


5. Öffentliche Verkehrsmittel

Verkehrsmittel

Wort Bedeutung Beispielsatz
die Straßenbahn, -en tram Die Straßenbahn Linie 4 fährt direkt zum Marktplatz.
der Bus, -se bus Nehmen Sie den Bus Nummer 12 bis zur Endstation.
die U-Bahn, -en underground / subway Die U-Bahn fährt alle fünf Minuten.
die S-Bahn, -en suburban train Mit der S-Bahn sind Sie in 20 Minuten am Flughafen.
der Zug, Züge train Der Zug nach München fährt auf Gleis 3 ab.
die Fähre, -n ferry Die Fähre über den See fährt nur im Sommer.

Orte und Infrastruktur

Wort Bedeutung Beispielsatz
die Haltestelle, -n stop (bus/tram) Die nächste Haltestelle ist direkt um die Ecke.
der Bahnhof, Bahnhöfe train station Wir treffen uns am Bahnhof vor dem Eingang.
der Bahnsteig, -e platform Der Zug hält an Bahnsteig 2.
das Gleis, -e track / platform Achtung, der ICE fährt heute von Gleis 7 ab, nicht von Gleis 3.

Fahrkarten

Wort Bedeutung Beispielsatz
die Fahrkarte, -n ticket Haben Sie schon eine Fahrkarte gekauft?
die Einzelfahrkarte, -n single ticket Eine Einzelfahrkarte kostet 3,20 Euro.
die Tageskarte, -n day pass Mit der Tageskarte können Sie den ganzen Tag fahren.
die Monatskarte, -n monthly pass Eine Monatskarte lohnt sich, wenn man jeden Tag fährt.
der Fahrschein, -e ticket (synonym) Bitte entwerten Sie Ihren Fahrschein vor der Fahrt.

Fahrplan und Verbindungen

Wort Bedeutung Beispielsatz
der Fahrplan, Fahrpläne timetable / schedule Der Fahrplan hängt an der Haltestelle aus.
die Abfahrt, -en departure Die Abfahrt ist um 14:35 Uhr.
die Ankunft, Ankünfte arrival Die planmäßige Ankunft ist um 16:20 Uhr.
die Verspätung, -en delay Der Zug hat zehn Minuten Verspätung.
der Anschluss, Anschlüsse connection (transfer) Ich hoffe, wir erreichen noch den Anschluss nach Köln.

Verben im Verkehr

Verb Bedeutung Beispielsatz
umsteigen (steigt um, stieg um, ist umgestiegen) to change / transfer Sie müssen am Hauptbahnhof in die U-Bahn umsteigen.
einsteigen (steigt ein, stieg ein, ist eingestiegen) to board / get on Bitte steigen Sie vorne ein.
aussteigen (steigt aus, stieg aus, ist ausgestiegen) to get off An welcher Haltestelle muss ich aussteigen?
verpassen (verpasst, verpasste, hat verpasst) to miss Ich habe den Bus um 5 Minuten verpasst.
entwerten (entwertet, entwertete, hat entwertet) to validate (a ticket) Vergessen Sie nicht, Ihre Fahrkarte zu entwerten!

Weitere Begriffe

Wort Bedeutung Beispielsatz
die Richtung, -en direction Der Zug fährt in Richtung Hauptbahnhof.
die Endstation, -en final stop / terminus Fahren Sie bis zur Endstation, dann sind Sie da.

Dialog 6: Am Fahrkartenschalter

Thema: Eine Reisende kauft am Schalter eine Fahrkarte und fragt nach Verbindungen.

Reisende: Guten Tag. Ich möchte morgen nach Hamburg fahren. Was kostet eine Fahrkarte?

Mitarbeiter: Einfach oder hin und zurück?

Reisende: Hin und zurück, bitte. Ich komme am Sonntag wieder.

Mitarbeiter: Möchten Sie eine bestimmte Uhrzeit? Mit dem ICE dauert es drei Stunden, mit dem Regionalzug etwas länger — ungefähr vier Stunden — aber der ist günstiger.

Reisende: Ich nehme den ICE. Am liebsten so früh wie möglich.

Mitarbeiter: Es gibt einen ICE um 7:15 Uhr. Abfahrt auf Gleis 4. Sie müssen einmal in Hannover umsteigen.

Reisende: Wie lange ist der Aufenthalt in Hannover?

Mitarbeiter: 12 Minuten. Der Anschlusszug fährt auf demselben Bahnsteig ab, sodass Sie genug Zeit haben.

Reisende: Gut. Und was kostet das?

Mitarbeiter: Hin und zurück mit dem ICE — 89 Euro. Mit BahnCard 25 wären es 66,75 Euro.

Reisende: Ich habe leider keine BahnCard. Dann nehme ich die 89 Euro. Kann ich mit Karte zahlen?

Mitarbeiter: Selbstverständlich. Hier ist Ihre Fahrkarte. Gute Reise!

Reisende: Vielen Dank!

Nützliche Wendungen: - "Einfach oder hin und zurück?" — Single or return? - "So früh wie möglich" — as early as possible - "Sodass Sie genug Zeit haben" — Konsekutivsatz mit "sodass"


Dialog 7: Verspätung und Umsteigen

Thema: Der Zug hat Verspätung und ein Fahrgast droht, seinen Anschluss zu verpassen. Er fragt den Schaffner um Rat.

Fahrgast: Entschuldigung, wissen Sie, warum der Zug steht? Wir stehen jetzt schon seit zehn Minuten.

Schaffner: Ja, leider gibt es eine Signalstörung auf der Strecke. Wir haben momentan ungefähr 15 Minuten Verspätung.

Fahrgast: Das ist ein Problem. Ich muss in Mannheim umsteigen und mein Anschlusszug fährt um 13:40 Uhr.

Schaffner: Falls wir den Anschluss nicht schaffen, gibt es um 14:10 Uhr den nächsten Zug nach Stuttgart.

Fahrgast: Aber ich habe eine Reservierung für den ICE um 13:40 Uhr. Gilt meine Fahrkarte dann noch?

Schaffner: Ja, natürlich. Wenn der Zug mehr als 20 Minuten Verspätung hat, können Sie jeden beliebigen Zug auf derselben Strecke nehmen. Die Reservierung verfällt zwar, aber die Fahrkarte bleibt gültig.

Fahrgast: Und falls ich über eine Stunde zu spät ankomme — bekomme ich dann eine Entschädigung?

Schaffner: Ja, ab 60 Minuten Verspätung erhalten Sie 25 Prozent des Fahrpreises zurück. Füllen Sie einfach am Zielbahnhof ein Fahrgastrechteformular aus.

Fahrgast: Gut zu wissen. Danke für die Information.

Schaffner: Gerne. Ich sage Ihnen Bescheid, sobald wir weiterfahren können.

Nützliche Wendungen: - "Falls wir den Anschluss nicht schaffen" — Konditionalsatz mit "falls" - "Die Reservierung verfällt" — the reservation expires - "Ich sage Ihnen Bescheid, sobald..." — I'll let you know as soon as... - "das Fahrgastrechteformular" — passenger rights form (typisch langes deutsches Kompositum!)


6. Verständnisfragen

Situation 1: Weg zum Museum erklären

Ein Tourist steht vor dem Rathaus und fragt Sie nach dem Weg zum Stadtmuseum. Das Museum ist ungefähr 10 Minuten zu Fuß entfernt — man geht die Hauptstraße entlang, biegt an der Kirche rechts ab, überquert den kleinen Fluss über eine Brücke, und das Museum ist auf der linken Seite.

Fragen: 1. Wie würden Sie dem Touristen den Weg erklären? Benutzen Sie mindestens vier Redemittel aus Abschnitt 3. 2. Der Tourist fragt: "Ist es weit von hier?" — Was antworten Sie? 3. Formulieren Sie die Wegbeschreibung als zusammenhängenden Text mit Konnektiven (zuerst, dann, danach, schließlich).


Situation 2: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren

Sie sind am Hauptbahnhof und müssen zum Marktplatz kommen. Es gibt zwei Möglichkeiten: die Straßenbahn Linie 3 (Richtung Südstadt, Haltestelle "Marktplatz", 8 Minuten, fährt alle 10 Minuten) oder den Bus 21 (Richtung Altstadt, Haltestelle "Rathaus", dann 5 Minuten zu Fuß, fährt alle 15 Minuten).

Fragen: 1. Welches Verkehrsmittel würden Sie nehmen und warum? Begründen Sie Ihre Antwort mit "weil" oder "da". 2. Sie sind am Fahrkartenautomat. Was brauchen Sie: eine Einzelfahrkarte, eine Tageskarte oder eine Monatskarte? Erklären Sie Ihre Wahl. 3. Fragen Sie einen anderen Fahrgast an der Haltestelle, ob der Bus 21 schon gefahren ist. Benutzen Sie einen indirekten Fragesatz.


Situation 3: Bus hat Verspätung — Alternative finden

Sie warten seit 20 Minuten auf den Bus Linie 5. Laut Fahrplan hätte der Bus schon vor 10 Minuten kommen sollen. Sie müssen in 30 Minuten bei einem Arzttermin sein. Die Arztpraxis ist drei Haltestellen entfernt. Ein anderer Fahrgast sagt Ihnen, dass die Linie 5 heute wegen einer Baustelle umgeleitet wird und große Verspätung hat.

Fragen: 1. Was machen Sie? Beschreiben Sie mindestens zwei Alternativen (z.B. andere Buslinie, Straßenbahn, zu Fuß gehen, Taxi nehmen). 2. Rufen Sie bei der Arztpraxis an und sagen Sie Bescheid, dass Sie sich verspäten. Was sagen Sie? Schreiben Sie 3-4 Sätze. 3. Der andere Fahrgast empfiehlt Ihnen die U-Bahn. Fragen Sie ihn, wie Sie zur nächsten U-Bahn-Station kommen. Benutzen Sie höfliche Redemittel.