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Prüfungsvorbereitung: Sprechen (B1)

Vollständige Beispielantworten zum Lernen und Anpassen. Drei Teile: Gemeinsam planen, Thema präsentieren, Auf Fragen reagieren.

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Teil 1: Gemeinsam etwas planen

Was ist die Aufgabe?

Du planst zusammen mit deinem Partner / deiner Partnerin etwas --- zum Beispiel eine Party, einen Ausflug, ein Geschenk oder eine Veranstaltung. Ihr müsst gemeinsam Entscheidungen treffen. Wichtig: Es geht nicht darum, dass du allein sprichst. Ihr müsst einen echten Dialog führen --- Vorschläge machen, zustimmen, ablehnen, Kompromisse finden.

Diese W-Fragen solltet ihr klären: - Was? --- Was genau planen wir? - Wann? --- Welcher Tag, welche Uhrzeit? - Wo? --- An welchem Ort? - Wer? --- Wen laden wir ein? Wer macht was? - Was brauchen wir? --- Essen, Getränke, Dekoration, Material? - Was kostet es? --- Budget, wer bezahlt was?


Redemittel für die Planung

Vorschläge machen: - Ich schlage vor, dass wir ... - Wie wäre es, wenn wir ...? - Wir könnten doch ... - Ich hätte da eine Idee: ... - Was hältst du davon, wenn ...?

Zustimmen: - Das finde ich gut. - Einverstanden. - Das ist eine gute Idee. - Ja, das klingt gut. Machen wir das so. - Da bin ich sofort dabei.

Ablehnen (höflich!): - Das finde ich nicht so gut, weil ... - Ich würde lieber ... - Das passt mir leider nicht, denn ... - Ich bin mir nicht sicher, ob das klappt. - Hmm, ich weiß nicht. Das Problem ist, dass ...

Gegenvorschlag: - Wäre es nicht besser, wenn ...? - Ich hätte einen anderen Vorschlag: ... - Stattdessen könnten wir doch ... - *Wie wäre es stattdessen* mit ...?

Zusammenfassen: - Also, wir haben uns geeinigt, dass ... - Gut, dann machen wir das so: ... - Dann fassen wir zusammen: ...


Beispieldialog 1: Eine Abschiedsparty für einen Kollegen planen

Situation: Euer Kollege Thomas verlässt die Firma. Ihr wollt eine Abschiedsparty organisieren.

A: Hast du schon gehört? Thomas hört nächste Woche auf. Ich schlage vor, dass wir eine kleine Abschiedsparty für ihn organisieren. Was meinst du?

B: Das finde ich gut. Thomas war immer nett zu allen. Er verdient eine schöne Party. Wann sollen wir das machen?

A: Sein letzter Tag ist Freitag. Wie wäre es, wenn wir die Party am Donnerstagabend machen? Dann hat er am Freitag noch einen ruhigen letzten Tag.

B: Hmm, ich bin mir nicht sicher, ob das klappt. Donnerstag ist für viele schwierig, weil manche Kollegen früh nach Hause müssen. Wäre es nicht besser, wenn wir die Party am Freitagnachmittag machen? So ab 15 Uhr?

A: Stimmt, da hast du recht. Freitagnachmittag ist besser, denn da sind alle noch im Büro. Einverstanden. Und wo machen wir die Party?

B: Wir könnten den großen Besprechungsraum nehmen. Der ist groß genug für alle.

A: Das ist eine gute Idee. Da passt alles rein. Und wen laden wir ein? Nur unsere Abteilung oder die ganze Firma?

B: Ich denke, nur unsere Abteilung. Das sind ungefähr 15 Leute. Wenn wir die ganze Firma einladen, wird es zu viel. Außerdem kennt Thomas die Leute aus den anderen Abteilungen nicht so gut.

A: Ja, das stimmt. 15 Leute ist eine gute Größe. Was brauchen wir denn? Ich schlage vor, dass wir einen Kuchen bestellen und Getränke kaufen.

B: Gute Idee. Außerdem könnten wir Snacks mitbringen --- jeder bringt etwas mit. Dann müssen wir nicht alles selbst bezahlen.

A: Das klingt gut. Und was ist mit einem Geschenk? Wir könnten Geld sammeln und ihm einen Gutschein kaufen.

B: Da bin ich sofort dabei. Wenn jeder 10 Euro gibt, haben wir 150 Euro. Damit können wir einen schönen Gutschein kaufen. Vielleicht für ein Restaurant?

A: Super Idee. Thomas geht gern essen. Wer kümmert sich um was? Ich könnte den Kuchen bestellen und den Raum reservieren.

B: Gut, dann übernehme ich die Getränke und das Geld sammeln. Und ich schreibe eine E-Mail an alle, damit sie Bescheid wissen.

A: Perfekt. Sollen wir auch etwas dekorieren? Luftballons, ein Banner?

B: Ja, aber nichts Großes. Ein paar Luftballons und vielleicht ein Plakat, auf dem alle unterschreiben können. Das ist persönlicher als ein normaler Gutschein allein.

A: Das finde ich toll. Also, fassen wir zusammen: Freitagnachmittag ab 15 Uhr im großen Besprechungsraum. 15 Leute aus unserer Abteilung. Kuchen, Getränke, Snacks. Jeder gibt 10 Euro für einen Restaurantgutschein. Und ein Plakat zum Unterschreiben.

B: Genau. Ich schicke heute noch die E-Mail raus. Dann kann jeder Bescheid sagen, ob er kommt.


Beispieldialog 2: Einen gemeinsamen Wochenendausflug planen

Situation: Ihr wollt am Wochenende zusammen einen Ausflug machen.

A: Du, ich hatte eine Idee. Wie wäre es, wenn wir am Wochenende zusammen einen Ausflug machen? Wir hatten schon lange keinen mehr.

B: Oh ja, da bin ich sofort dabei. Wohin sollen wir fahren? Hast du schon eine Idee?

A: Ich schlage vor, dass wir an den Bodensee fahren. Das Wetter soll schön werden, und man kann dort viel machen.

B: Hmm, das finde ich nicht so gut, weil der Bodensee ziemlich weit weg ist. Das sind fast drei Stunden Fahrt. Ich würde lieber etwas Näheres machen. Was hältst du davon, wenn wir in den Schwarzwald fahren? Das ist nur eine Stunde.

A: Der Schwarzwald ist auch schön. Aber was machen wir dort? Nur wandern?

B: Nicht nur. Wir könnten morgens wandern und nachmittags in ein kleines Dorf gehen. Es gibt dort tolle Cafés mit Schwarzwälder Kirschtorte. Außerdem gibt es einen Wasserfall, den ich schon immer sehen wollte.

A: Okay, du hast mich überzeugt. Schwarzwald klingt gut. Welchen Tag nehmen wir? Samstag oder Sonntag?

B: Ich würde Samstag vorschlagen. Dann haben wir Sonntag noch frei zum Ausruhen. Denn nach dem Wandern sind wir bestimmt müde.

A: Einverstanden. Samstag passt mir gut. Wann fahren wir los?

B: Wie wäre es mit 8 Uhr morgens? Dann sind wir um 9 dort und haben den ganzen Tag.

A: 8 Uhr? Das ist mir zu früh am Wochenende. Wäre es nicht besser, wenn wir um 9 losfahren? Eine Stunde mehr Schlaf macht viel aus.

B: Na gut, dann eben 9 Uhr. Aber wir sollten nicht später fahren, weil es sonst auf den Parkplätzen voll wird.

A: Okay, 9 Uhr. Abgemacht. Fahren wir mit deinem Auto oder mit meinem?

B: Lass uns mein Auto nehmen. Das verbraucht weniger Benzin. Dafür könntest du das Benzin bezahlen. Ist das fair?

A: Das klingt fair. Und was nehmen wir mit? Brauchen wir Wanderschuhe?

B: Ja, unbedingt. Wanderschuhe, eine Jacke --- auch wenn es warm sein soll, kann es im Wald kühler sein. Und wir sollten genug Wasser mitnehmen.

A: Sollen wir Essen einpacken oder unterwegs etwas kaufen?

B: Ich schlage vor, dass wir Brote einpacken für mittags. Das spart Geld. Und nachmittags gehen wir dann in ein Café. So haben wir beides --- Picknick und Kuchen.

A: Das ist eine gute Idee. Ich mache die Brote. Was kostet der Ausflug insgesamt, was denkst du?

B: Nicht viel. Benzin vielleicht 20 Euro, Café ungefähr 15 Euro pro Person. Also insgesamt so 35 Euro pro Person. Das geht, oder?

A: Ja, das ist in Ordnung. Dann fassen wir zusammen: Samstag, 9 Uhr, dein Auto, Schwarzwald. Wandern am Morgen, Picknick am Mittag, Café am Nachmittag. Wanderschuhe, Jacke, Wasser und Brote einpacken.

B: Perfekt. Ich freue mich schon. Bis Samstag dann!


Beispieldialog 3: Ein Geschenk für einen Freund organisieren

Situation: Euer gemeinsamer Freund Markus hat bald Geburtstag. Ihr wollt zusammen ein Geschenk organisieren.

A: Du, Markus hat nächste Woche Geburtstag. Sollen wir zusammen ein Geschenk kaufen? Dann können wir etwas Größeres schenken.

B: Ja, das finde ich gut. Zusammen können wir mehr ausgeben. Hast du eine Idee, was wir ihm schenken könnten?

A: Wie wäre es mit einem Konzertkarten? Markus hört doch so gern Musik.

B: Konzertkarten sind eine tolle Idee, aber ich weiß nicht, welche Band er gerade hört. Außerdem sind Konzertkarten oft sehr teuer. Wie viel wolltest du denn ausgeben?

A: Ich dachte an so 30 Euro pro Person. Also zusammen 60 Euro. Reicht das?

B: Für ein Konzert eher nicht. Die meisten Karten kosten 50 bis 80 Euro pro Stück. Und man bräuchte mindestens zwei, damit er nicht allein hingeht. Ich hätte einen anderen Vorschlag: Was hältst du davon, wenn wir ihm einen Kochkurs schenken? Markus kocht doch gern.

A: Ein Kochkurs? Hmm, ich weiß nicht. Ist das nicht ein bisschen langweilig?

B: Nein, gar nicht. Es gibt richtig coole Kurse --- zum Beispiel Sushi machen oder thailändisch kochen. Das ist ein Erlebnis, und er lernt etwas Neues. Außerdem passt das gut in unser Budget.

A: Okay, du hast recht. Das klingt eigentlich gut. Vor allem der Sushi-Kurs. Markus liebt Sushi. Was kostet so ein Kurs?

B: Ich habe im Internet geschaut. Ein Sushi-Kurs für eine Person kostet ungefähr 55 Euro. Das passt perfekt.

A: Super. Und wann soll der Kurs sein? Sollen wir das für ein bestimmtes Datum buchen?

B: Ich schlage vor, dass wir einen Gutschein kaufen. Dann kann er selbst entscheiden, wann er hingeht. Das ist flexibler.

A: Einverstanden. Ein Gutschein ist besser. Wo kaufen wir den? Online?

B: Ja, es gibt eine Webseite, die verschiedene Kochkurse anbietet. Wenn ich heute Abend bestelle, kommt der Gutschein morgen per E-Mail. Dann können wir ihn ausdrucken.

A: Gut, dann machst du das. Und ich kümmere mich um die Karte und die Verpackung. Sollen wir den Gutschein in eine schöne Box legen?

B: Das finde ich gut. Vielleicht mit einer lustigen Karte, auf der etwas über Sushi steht. Und wir könnten noch Essstäbchen dazulegen. Das wäre witzig.

A: Ha, ja! Essstäbchen als Extra-Geschenk. Das ist eine gute Idee. Die bekomme ich im Asia-Laden für ein paar Euro.

B: Perfekt. Und wann geben wir ihm das Geschenk? Auf seiner Geburtstagsfeier am Samstag?

A: Ja, am Samstag auf der Feier. Aber sag ihm nichts vorher, damit es eine Überraschung bleibt.

B: Natürlich nicht. Also, fassen wir zusammen: Sushi-Kochkurs-Gutschein für 55 Euro --- jeder zahlt 27,50 Euro. Du besorgst die Karte, die Box und die Essstäbchen. Ich bestelle den Gutschein heute Abend online.

A: Genau so machen wir das. Markus wird sich bestimmt freuen.


Teil 2: Ein Thema präsentieren

Was ist die Aufgabe?

Du bekommst ein Thema und sollst ungefähr 3--4 Minuten darüber sprechen. Du kannst dir kurze Notizen machen, aber du sollst frei sprechen --- nicht ablesen.

Deine Präsentation sollte diese Punkte haben: 1. Einleitung --- Thema vorstellen 2. Persönliche Erfahrung --- Was hast du selbst erlebt? 3. Situation im Heimatland --- Wie ist es dort? 4. Vorteile und Nachteile --- Was spricht dafür, was dagegen? 5. Deine Meinung --- Was denkst du persönlich? 6. Schluss --- Kurze Zusammenfassung


Redemittel für die Präsentation

Einleitung: - Ich möchte heute über das Thema „..." sprechen. - Das Thema meiner Präsentation ist „...". - Mein Thema heute ist die Frage: „...?" - Viele Menschen fragen sich, ob ... Das möchte ich heute besprechen.

Persönliche Erfahrung: - Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass ... - In meinem Fall war es so, dass ... - Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass ...

Situation im Heimatland: - In meinem Heimatland ist es so, dass ... - Im Vergleich zu Deutschland ... - Bei uns ist es üblich, dass ... - Anders als in Deutschland ...

Vorteile: - Ein Vorteil ist, dass ... - Positiv finde ich, dass ... - Einerseits ... - Dafür spricht, dass ...

Nachteile: - Ein Nachteil ist allerdings, dass ... - Problematisch finde ich, dass ... - Andererseits ... - Dagegen spricht, dass ...

Eigene Meinung: - Meiner Meinung nach ... - Ich bin der Ansicht, dass ... - Ich persönlich finde, dass ... - Für mich ist klar, dass ...

Schluss: - Zusammenfassend möchte ich sagen, dass ... - Abschließend denke ich, dass ... - Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.


Beispielpräsentation 1: Soll man Fremdsprachen schon im Kindergarten lernen?

Ich möchte heute über das Thema „Fremdsprachen im Kindergarten" sprechen. Die Frage ist: Sollen Kinder schon im Kindergarten eine Fremdsprache lernen, oder ist das zu früh? Das ist eine wichtige Frage, denn in vielen Ländern wird darüber diskutiert.

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder sehr schnell lernen. Meine kleine Nichte ist vier Jahre alt und geht in einen zweisprachigen Kindergarten. Sie lernt dort Englisch, und es ist erstaunlich, wie gut sie schon spricht. Sie singt englische Lieder und kennt viele Wörter. Für sie ist das keine Arbeit --- es ist einfach ein Spiel.

In meinem Heimatland ist es so, dass die meisten Kinder erst in der Schule eine Fremdsprache lernen. Das heißt, sie fangen mit 6 oder 7 Jahren an. Nur in privaten Kindergärten gibt es manchmal Englischkurse, aber die sind teuer. Im Vergleich zu Deutschland gibt es weniger zweisprachige Angebote.

Einerseits gibt es klare Vorteile. Kinder lernen Sprachen viel leichter als Erwachsene. Ihr Gehirn ist wie ein Schwamm --- es nimmt alles auf. Außerdem haben sie keine Angst vor Fehlern. Sie sprechen einfach drauflos. Wenn sie früh anfangen, haben sie deshalb später einen großen Vorteil in der Schule.

Andererseits gibt es auch Nachteile. Manche Experten sagen, dass Kinder zuerst ihre Muttersprache richtig lernen sollten. Wenn sie zu viele Sprachen gleichzeitig lernen, kann das verwirrend sein. Außerdem sollte der Kindergarten ein Ort zum Spielen sein --- nicht eine zweite Schule. Der Druck auf die Kinder ist heute sowieso schon groß genug.

Meiner Meinung nach ist es gut, wenn Kinder im Kindergarten spielerisch eine Fremdsprache kennenlernen. Aber es sollte freiwillig sein und Spaß machen. Kein Druck, keine Tests, keine Noten. Einfach durch Lieder, Spiele und Geschichten. Dann profitieren die Kinder, ohne dass es stressig wird.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass Fremdsprachen im Kindergarten eine gute Idee sind --- aber nur, wenn es spielerisch passiert. Kinder brauchen keinen Unterricht. Sie brauchen Spaß an der Sprache. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.


Beispielpräsentation 2: Sind soziale Medien gut oder schlecht?

Mein Thema heute ist die Frage: Sind soziale Medien gut oder schlecht? Fast jeder benutzt heute Instagram, TikTok, Facebook oder andere Plattformen. Aber sind sie wirklich gut für uns? Darüber möchte ich heute sprechen.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass soziale Medien mir oft geholfen haben. Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich über Facebook eine Gruppe für Deutschlernende gefunden. Dort habe ich viele Leute kennengelernt, die mir geholfen haben. Außerdem halte ich über WhatsApp und Instagram Kontakt zu meiner Familie in der Heimat. Ohne soziale Medien wäre das viel schwieriger.

In meinem Heimatland sind soziale Medien sehr beliebt, besonders bei jungen Leuten. Fast jeder hat ein Smartphone und benutzt soziale Medien täglich. Bei uns informieren sich viele Menschen über Nachrichten auf Social Media, anstatt Zeitung zu lesen. Das hat Vorteile, aber auch Risiken.

Einerseits haben soziale Medien viele Vorteile. Man kann mit Menschen auf der ganzen Welt kommunizieren. Man findet Informationen schnell. Außerdem kann man neue Hobbys entdecken --- ich habe zum Beispiel durch YouTube angefangen zu kochen. Und für kleine Firmen sind soziale Medien perfekt, weil sie dort kostenlos Werbung machen können.

Andererseits gibt es ernste Probleme. Viele Menschen verbringen zu viel Zeit am Handy. Deshalb haben sie weniger Zeit für echte Freundschaften und echte Gespräche. Außerdem sieht man auf Instagram immer nur perfekte Bilder. Das kann dazu führen, dass man sich schlecht fühlt, weil das eigene Leben nicht so perfekt aussieht. Besonders für Jugendliche ist das ein Problem. Und es gibt viele Falschinformationen, die sich schnell verbreiten.

Ich persönlich finde, dass soziale Medien weder gut noch schlecht sind. Es kommt darauf an, wie man sie benutzt. Wenn man sie kontrolliert nutzt --- zum Beispiel eine Stunde am Tag --- dann sind sie hilfreich. Aber wenn man den ganzen Tag am Handy hängt und alles glaubt, was man liest, dann wird es problematisch.

Abschließend denke ich, dass jeder lernen muss, bewusst mit sozialen Medien umzugehen. Sie sind ein Werkzeug. Und wie bei jedem Werkzeug kommt es darauf an, wie man es benutzt. Vielen Dank.


Beispielpräsentation 3: Ist es besser, in der Stadt oder auf dem Land zu leben?

Das Thema meiner Präsentation ist: Ist es besser, in der Stadt oder auf dem Land zu leben? Diese Frage stellen sich viele Menschen, besonders wenn sie eine Familie gründen oder den Job wechseln. Ich möchte heute über meine Erfahrungen und meine Meinung sprechen.

In meinem Fall war es so, dass ich auf dem Land aufgewachsen bin. Unser Dorf hatte ungefähr 3.000 Einwohner. Es war ruhig und grün, aber es gab nicht viel zu tun. Als ich 18 war, bin ich in die Stadt gezogen, weil ich dort studieren wollte. Am Anfang war es laut und stressig, aber mit der Zeit habe ich das Stadtleben lieben gelernt.

In meinem Heimatland ziehen immer mehr Menschen in die Städte. Die jungen Leute gehen weg, weil es auf dem Land weniger Jobs gibt. Deshalb werden die Dörfer immer leerer. Im Vergleich zu Deutschland gibt es bei uns auf dem Land weniger öffentliche Verkehrsmittel. Ohne Auto kann man dort kaum leben.

Die Stadt hat klare Vorteile. Erstens gibt es mehr Arbeitsmöglichkeiten. Zweitens hat man alles in der Nähe: Ärzte, Geschäfte, Kinos, Restaurants. Außerdem ist das kulturelle Angebot viel größer. Man kann ins Theater gehen, Museen besuchen oder Konzerte erleben. Und man braucht kein Auto, weil die öffentlichen Verkehrsmittel gut funktionieren.

Trotzdem hat das Landleben auch viele Vorteile. Die Luft ist besser, es ist ruhiger, und man hat mehr Platz. Für Kinder ist es ideal, weil sie draußen spielen können. Die Mieten sind günstiger, sodass man sich eine größere Wohnung oder sogar ein Haus leisten kann. Und die Menschen kennen sich --- man hat eine echte Gemeinschaft.

Meiner Meinung nach hängt die Antwort vom Lebensabschnitt ab. Wenn man jung ist und Karriere machen will, ist die Stadt besser. Wenn man aber eine Familie hat und Ruhe sucht, kann das Land die bessere Wahl sein. Ideal wäre für mich eine Kleinstadt --- nicht zu groß und nicht zu klein. Man hat alles, was man braucht, ohne den Stress einer Großstadt.

Zusammenfassend möchte ich sagen, dass es keine richtige oder falsche Antwort gibt. Beide haben Vorteile. Wichtig ist, dass man sich wohlfühlt. Und das ist bei jedem Menschen anders. Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.


Teil 3: Auf den Partner reagieren

Was ist die Aufgabe?

Nach deiner Präsentation stellt dein Partner / deine Partnerin Fragen oder sagt seine/ihre Meinung. Du musst darauf reagieren: zustimmen, widersprechen, etwas ergänzen oder eine Frage beantworten. Das Gespräch sollte natürlich klingen.


Redemittel für die Reaktion

Auf Fragen antworten: - Das ist eine gute Frage. Ich denke, dass ... - Ja, das kann ich erklären: ... - Das ist ein wichtiger Punkt. Also, ...

Zustimmen: - Da hast du recht. - Das sehe ich genauso. - Ja, genau. Das meine ich auch. - Stimmt, da bin ich deiner Meinung.

Höflich widersprechen: - Ich verstehe deinen Punkt, aber ... - Das stimmt teilweise, allerdings ... - Da bin ich anderer Meinung, weil ... - Ja, aber man muss auch bedenken, dass ...

Ergänzen: - Dazu möchte ich noch hinzufügen, dass ... - Ein weiterer Punkt ist, dass ... - Was ich noch vergessen habe: ...

Wenn du nicht sicher bist: - Darüber habe ich noch nicht so viel nachgedacht, aber ... - Das weiß ich ehrlich gesagt nicht genau, aber ich vermute, dass ... - Das ist schwer zu sagen. Vielleicht ...


Beispiel-Rückfragen 1: Zu „Fremdsprachen im Kindergarten"

Partner: Du hast gesagt, dass deine Nichte in einem zweisprachigen Kindergarten Englisch lernt. Aber glaubst du, dass alle Kinder das können? Manche Kinder haben doch schon Probleme mit der Muttersprache.

Du: Das ist eine gute Frage. Natürlich sind nicht alle Kinder gleich. Manche lernen schneller, manche langsamer. Aber ich glaube, dass der spielerische Kontakt mit einer anderen Sprache fast allen Kindern guttut. Es geht ja nicht darum, dass sie perfekt sprechen. Es geht darum, dass sie die Sprache hören und ein Gefühl dafür bekommen.

Partner: Und was ist mit Kindern, die schon zweisprachig aufwachsen, zum Beispiel mit Eltern aus verschiedenen Ländern? Wäre eine dritte Sprache dann nicht zu viel?

Du: Das stimmt teilweise. Bei zweisprachigen Kindern muss man vorsichtiger sein. Allerdings zeigen Studien, dass Kinder, die schon zweisprachig sind, oft sogar leichter eine dritte Sprache lernen. Ihr Gehirn ist schon an mehrere Sprachen gewöhnt. Aber man sollte natürlich auf das einzelne Kind schauen und keinen Druck machen.

Partner: Ich finde, dass die Eltern entscheiden sollten, nicht der Kindergarten. Was meinst du?

Du: Da hast du recht. Die Eltern kennen ihr Kind am besten. Deshalb sollte es freiwillig sein. Der Kindergarten kann das Angebot machen, aber die Eltern sollten entscheiden, ob ihr Kind mitmacht oder nicht.

Partner: Noch eine Frage: Welche Sprache sollte man im Kindergarten lernen? Immer Englisch?

Du: Nicht unbedingt. In Grenzregionen macht zum Beispiel Französisch oder Polnisch mehr Sinn. Aber Englisch ist natürlich die wichtigste Weltsprache. Deshalb ist Englisch in den meisten Fällen eine gute Wahl. Dazu möchte ich noch hinzufügen, dass es nicht nur um die Sprache geht. Kinder lernen auch, dass es verschiedene Kulturen gibt. Und das ist mindestens genauso wichtig.


Beispiel-Rückfragen 2: Zu „Soziale Medien"

Partner: Du hast gesagt, man soll soziale Medien nur eine Stunde am Tag benutzen. Aber ist das realistisch? Viele Leute brauchen Social Media auch für die Arbeit.

Du: Ja, da hast du recht. Die eine Stunde war eher als Beispiel gemeint. Wenn man Social Media für die Arbeit braucht, ist das natürlich etwas anderes. Ich meinte vor allem die private Nutzung. Also: weniger sinnloses Scrollen, mehr bewusste Nutzung. Das ist der Punkt.

Partner: Ich finde, dass soziale Medien besonders für ältere Menschen gefährlich sind, weil sie Falschinformationen nicht so gut erkennen können. Was denkst du?

Du: Ich verstehe deinen Punkt, aber ich glaube, das Problem betrifft alle Altersgruppen. Auch junge Menschen fallen auf Falschinformationen herein. Allerdings hast du recht, dass ältere Menschen manchmal weniger Erfahrung mit dem Internet haben. Deshalb wäre es wichtig, dass es Kurse gibt, in denen alle lernen, Informationen zu überprüfen.

Partner: Glaubst du, dass es besser wäre, wenn Kinder unter 14 keine sozialen Medien benutzen dürften?

Du: Darüber habe ich schon nachgedacht. Einerseits finde ich die Idee gut, weil Kinder sich noch entwickeln und leicht beeinflusst werden können. Andererseits ist ein Verbot schwer durchzusetzen. Kinder finden immer einen Weg. Ich glaube, dass es besser wäre, wenn die Eltern mit ihren Kindern zusammen die Apps benutzen und darüber sprechen.

Partner: Dazu möchte ich noch sagen, dass du die positiven Seiten sehr betont hast. Aber was ist mit Cybermobbing?

Du: Da hast du recht, das ist ein wichtiger Punkt, den ich nicht erwähnt habe. Cybermobbing ist ein ernstes Problem, besonders bei Jugendlichen. Menschen werden online beleidigt und ausgegrenzt, und das kann schlimme Folgen haben. Deshalb brauchen wir bessere Regeln und mehr Aufklärung. Danke für die Ergänzung.


Beispiel-Rückfragen 3: Zu „Stadt oder Land"

Partner: Du hast gesagt, du bist auf dem Land aufgewachsen. Vermisst du das Dorfleben manchmal?

Du: Ja, ehrlich gesagt schon. Ich vermisse vor allem die Ruhe und die Natur. Wenn ich am Wochenende im Park bin, denke ich manchmal an die Felder und Wälder bei uns zu Hause. Aber ich vermisse nicht das Gefühl, dass immer alles weit weg ist. Als Jugendlicher musste ich 30 Minuten mit dem Bus fahren, nur um ins Kino zu gehen. Das war nervig.

Partner: Du hast die Mieten auf dem Land erwähnt. Aber in vielen Gegenden steigen die Mieten auch auf dem Land. Ist das Argument noch gültig?

Du: Das stimmt teilweise. In der Nähe von großen Städten steigen die Mieten auch auf dem Land, weil viele Leute dorthin ziehen. Aber wenn man weiter weg geht, sind die Mieten immer noch deutlich günstiger. Allerdings hat man dann wieder das Problem mit den langen Wegen. Es ist also ein Kompromiss.

Partner: Ich finde, du hast einen wichtigen Punkt vergessen: das Internet. Auf dem Land ist das Internet oft schlecht. Und heute braucht man gutes Internet für die Arbeit.

Du: Da hast du absolut recht. Das habe ich vergessen. Gutes Internet ist heute fast so wichtig wie Strom und Wasser. Besonders seit Corona arbeiten viele Menschen von zu Hause. Wenn das Internet auf dem Land schlecht ist, kann man dort nicht gut im Homeoffice arbeiten. Das ist ein großer Nachteil, den die Politik lösen muss.

Partner: Wie ist die Situation in deinem Heimatland? Gibt es da auch diese Stadt-Land-Debatte?

Du: Ja, definitiv. Bei uns ist der Unterschied zwischen Stadt und Land sogar noch größer als in Deutschland. In den großen Städten gibt es alles --- Universitäten, Krankenhäuser, gute Jobs. Auf dem Land fehlt manchmal sogar ein Arzt in der Nähe. Deshalb ziehen sehr viele junge Leute in die Stadt. Und die Dörfer sterben langsam aus. Das ist ein großes Problem.


Allgemeine Tipps für die Sprechprüfung

1. Sprich langsam und deutlich

Du bekommst keine Extrapunkte für schnelles Sprechen. Lieber langsam und korrekt als schnell und fehlerhaft. Mach Pausen zwischen den Sätzen. Das klingt natürlicher und gibt dir Zeit zum Nachdenken.

2. Benutze Konnektive --- sie sind dein bester Freund

Die Prüfer achten besonders auf Verbindungswörter. Verwende aktiv: weil, deshalb, trotzdem, außerdem, allerdings, einerseits ... andererseits, obwohl, damit, sodass, denn, also. Auch einfache Wörter wie und, aber, oder, dann helfen, deine Sätze zu verbinden.

3. Keine Panik bei Fehlern

Jeder macht Fehler, auch Muttersprachler. Wenn du einen Fehler merkst, korrigiere ihn kurz („Ich habe ... ähm, ich meine, ich bin ...") und sprich weiter. Nicht stoppen, nicht nervös werden. Die Prüfer bewerten das Gesamtbild, nicht einzelne Fehler.

4. Reagiere auf deinen Partner

In Teil 1 und 3 ist es sehr wichtig, dass du auf deinen Partner eingehst. Höre aktiv zu, beziehe dich auf das, was er/sie gesagt hat. Sag nicht einfach deine vorbereiteten Sätze --- zeig, dass du ein echtes Gespräch führen kannst.

5. Nutze die Vorbereitungszeit

Vor der Präsentation (Teil 2) hast du Zeit, dir Notizen zu machen. Schreibe dir Stichworte auf --- keine ganzen Sätze. Zum Beispiel: „Einleitung --- persönliche Erfahrung --- Nichte Kindergarten --- Heimat: Schule ab 7 --- Vorteile: Kinder lernen schnell --- Nachteile: Druck --- Meinung: spielerisch ja". Das reicht.

6. Struktur zeigen

Die Prüfer möchten sehen, dass du deine Gedanken ordnen kannst. Nutze Strukturwörter: „Erstens ... zweitens ... drittens ...", „Zum einen ... zum anderen ...", „Zum Schluss möchte ich sagen ...". Das macht deine Rede klar und professionell.

7. Bleib beim Thema

Schweife nicht ab. Wenn du merkst, dass du das Thema verlässt, komm zurück: „Aber zurück zum Thema ..." oder „Was ich eigentlich sagen wollte: ...". Die Prüfer erwarten keine perfekte Rede --- aber sie erwarten, dass du die gestellte Frage beantwortest.


Lernstrategie: Lies die Beispieldialoge und Präsentationen mehrmals laut vor. Nimm dich mit dem Handy auf und höre dir die Aufnahme an. Übe besonders die Redemittel, bis sie automatisch kommen. Dann kannst du sie in der Prüfung auf jedes Thema anwenden.