Zum Inhalt

Dialoge: Wohnen, Freizeit und Gesellschaft

Echte B1-Dialoge: Nachbarn, Urlaub, Ausgehen, Integration, Medien, Kultur.

← Zurück zum Index


Dialog 1: Am Flughafen — Check-in

Thema: Eine Mutter checkt mit ihrer Tochter für einen Flug nach Thessaloniki ein. Gepäck, Handgepäck und Bordkarten.

Quelle: Video ab 10:14

Frau Franke: Guten Tag! Wir fliegen heute nach Thessaloniki. Hier ist mein Reisepass, der Kinderausweis meiner Tochter und die Flugreservierung.

Mitarbeiterin: Danke schön, Frau Franke. Einen Augenblick. Frau Franke, haben Sie schon Sitzplätze reserviert?

Frau Franke: Ja, gestern Abend im Internet.

Mitarbeiterin: In Ordnung. Wie viele Gepäckstücke haben Sie?

Frau Franke: Zwei Koffer und eine kleine Reisetasche. Darf ich die Reisetasche mit ins Flugzeug nehmen, oder ist sie zu groß?

Mitarbeiterin: Nein, die Tasche können Sie als Handgepäck mitnehmen. Würden Sie die Koffer bitte aufs Band stellen?

Frau Franke: Ja, natürlich. Vorsicht, Leonie! Der Koffer ist schwer.

Leonie: Ich mach das schon!

Mitarbeiterin: Hier sind Ihre Bordkarten. Die Einsteigezeit ist 13:10 Uhr. Bitte gehen Sie rechtzeitig zum Gate B14. Wir wünschen Ihnen einen guten Flug!

Frau Franke: Vielen Dank!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Reisepass passport A2
der Kinderausweis child's ID card B1
die Flugreservierung flight reservation B1
das Gepäckstück piece of luggage B1
das Handgepäck carry-on luggage B1
die Bordkarte boarding pass B1
die Einsteigezeit boarding time B1
aufs Band stellen to put on the conveyor belt B1

Grammatik im Dialog: - Höfliche Bitte mit „würden": Würden Sie die Koffer bitte aufs Band stellen? — Konjunktiv II für höfliche Aufforderung - Modalverb „dürfen" als Frage: Darf ich die Reisetasche mitnehmen? — um Erlaubnis bitten - Trennbares Verb „mitnehmen": Die Tasche können Sie als Handgepäck mitnehmen. — Präfix am Satzende

Nützliche Wendungen: - Hier ist mein Reisepass. — Dokumente am Schalter vorzeigen - Darf ich ... mit ins Flugzeug nehmen? — nach Erlaubnis beim Check-in fragen - Wir wünschen Ihnen einen guten Flug! — typische Verabschiedung am Flughafen

Verständnisfragen: 1. Wohin fliegt Frau Franke mit ihrer Tochter? 2. Wie viele Gepäckstücke hat die Familie? 3. Was muss Frau Franke um 13:10 Uhr machen?


Dialog 2: Frau Helbich und ihr Hund Balou

Thema: Eine ältere Nachbarin erzählt, dass der Vermieter ihren Hund verbieten will. Eine Nachbarin bietet Hilfe an.

Quelle: Video ab 11:03

Nachbarin: Hallo, Frau Helbich! Geht es Ihnen nicht gut?

Frau Helbich: Nein, mir geht es nicht besonders gut.

Nachbarin: Was ist denn los?

Frau Helbich: Ach, kommen Sie doch kurz herein. Ich erzähle Ihnen, was passiert ist. Oder haben Sie es eilig?

Nachbarin: Nein, ich habe es überhaupt nicht eilig. Hallo, Balou! Ja, du bist ein ganz toller Hund — der Beste!

Frau Helbich: Balou freut sich immer so, wenn Sie kommen. Und jetzt soll er weg.

Nachbarin: Balou soll weg?!

Frau Helbich: Ja, Herr Schulz hat mir diesen Brief geschickt. Er sagt, Hunde sind im Haus verboten. Aber Balou lebt doch schon ziemlich lange hier im Haus — seit mein Mann gestorben ist. Das ist jetzt fast zehn Jahre her. Damals war ich sehr traurig und allein. Aber eines Tages hat meine Enkelin mir Balou gebracht. Er hat mir wirklich viel Freude gemacht. Ein Leben ohne Balou kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Und jetzt soll ich ihn abgeben!

Nachbarin: Ach, das ist ja total unfair! Herr Schulz wusste doch, dass Sie einen Hund haben.

Frau Helbich: Natürlich! Er hat es sogar erlaubt. Aber nun hat er seine Meinung geändert.

Nachbarin: So was macht mich echt sauer! Aber wissen Sie was, Frau Helbich? Wir müssen uns nicht alles gefallen lassen. Ich spreche mal mit den anderen Nachbarn — vielleicht hat jemand eine Idee. Eins ist auf jeden Fall klar: Balou muss bleiben!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
es eilig haben to be in a hurry B1
der Vermieter landlord B1
gestorben (sterben) died (to die) B1
die Enkelin granddaughter B1
sich vorstellen to imagine B1
abgeben to give away, hand over B1
seine Meinung ändern to change one's mind B1
sich etwas gefallen lassen to put up with something B1

Grammatik im Dialog: - „seit" + Perfekt/Zeitangabe: seit mein Mann gestorben ist — Zeitpunkt in der Vergangenheit bis heute - Modalverb „sollen" (Aufforderung): Jetzt soll ich ihn abgeben. — drückt aus, was jemand anderes verlangt - Reflexivverb mit Dativ: Ein Leben ohne Balou kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. — „sich etwas vorstellen" mit Dativ-Reflexivpronomen

Nützliche Wendungen: - Mir geht es nicht besonders gut. — sagen, dass es einem schlecht geht - So was macht mich echt sauer! — Ärger ausdrücken (umgangssprachlich) - Wir müssen uns nicht alles gefallen lassen. — Widerstand ankündigen

Verständnisfragen: 1. Warum soll Frau Helbich ihren Hund abgeben? 2. Seit wann hat Frau Helbich den Hund Balou? 3. Was will die Nachbarin tun, um Frau Helbich zu helfen?


Dialog 3: Nachbarn diskutieren über Balou

Thema: Mehrere Nachbarn haben unterschiedliche Meinungen darüber, ob der Hund im Haus bleiben darf.

Quelle: Video ab 16:02

Nachbar 1: Ich bin der Meinung, dass Frau Helbich ihren Hund behalten soll. Man darf einer alten Dame nicht den besten Freund wegnehmen!

Nachbar 2: Da haben Sie völlig recht. Außerdem ist Balou ein ganz lieber Hund. Er stört doch niemanden. Ich finde auch, dass er bleiben soll.

Nachbar 3: Ich sehe das anders. Es ist zwar schade, dass Frau Helbich Balou abgeben soll, aber wenn der Vermieter keine Hunde im Haus haben möchte, dann muss man das akzeptieren.

Nachbar 1: Das finde ich nicht! Der Vermieter sollte eine Ausnahme machen, weil Balou schon so lange im Haus lebt. Es gibt keinen Grund, warum er jetzt plötzlich weg soll.

Nachbar 3: Ich sehe das nicht so. Man kann auch mal eine Ausnahme machen, aber Balou ist sehr groß. Der passt einfach nicht in eine kleine Wohnung zu einer älteren Dame.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
behalten to keep B1
wegnehmen to take away B1
stören to disturb, bother A2
die Ausnahme exception B1
akzeptieren to accept A2
plötzlich suddenly B1
der Grund reason B1

Grammatik im Dialog: - Meinung ausdrücken mit „dass": Ich bin der Meinung, dass Frau Helbich ihren Hund behalten soll. — Nebensatz mit Verb am Ende - Konjunktiv II „sollte": Der Vermieter sollte eine Ausnahme machen. — höflicher Vorschlag / Empfehlung - Konzessivsatz mit „zwar ... aber": Es ist zwar schade, ... aber man muss das akzeptieren. — Einschränkung einleiten

Nützliche Wendungen: - Ich bin der Meinung, dass ... — die eigene Meinung höflich formulieren - Da haben Sie völlig recht. — jemandem zustimmen - Ich sehe das anders. — höflich widersprechen

Verständnisfragen: 1. Warum findet Nachbar 1, dass Balou bleiben soll? 2. Was ist Nachbar 3s Argument gegen den Hund? 3. Welche Lösung schlägt Nachbar 1 vor?


Dialog 4: Einen Brief an den Vermieter schreiben

Thema: Zwei Nachbarn planen gemeinsam einen Brief an den Vermieter, damit Frau Helbichs Hund bleiben darf.

Quelle: Video ab 17:02

Nachbarin: Herr Okoye, haben Sie eine Minute? Ich würde gerne mit Ihnen sprechen.

Herr Okoye: Selbstverständlich. Was gibt's denn?

Nachbarin: Haben Sie schon gehört, dass Frau Helbich ihren Hund abgeben soll?

Herr Okoye: Ja, das finde ich wirklich schlimm. Haustiere sind sehr wichtig für ältere Menschen.

Nachbarin: Genau. Und deshalb müssen wir Frau Helbich helfen.

Herr Okoye: Hm, ich habe da vielleicht eine Idee. Wir könnten doch einen Brief an Herrn Schulz schreiben.

Nachbarin: Wie Sie meinen — alle Nachbarn zusammen?

Herr Okoye: Ja, richtig! In dem Brief erklären wir, warum Balou für Frau Helbich so wichtig ist und warum er bei ihr bleiben soll. Zum Schluss unterschreiben wir alle den Brief.

Nachbarin: Das ist wirklich eine sehr gute Idee! Wollen wir gleich zusammen einen Brief schreiben?

Herr Okoye: Ja, gern. Ich habe Zeit.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
das Haustier pet A2
eine Idee haben to have an idea A2
der Brief letter A2
unterschreiben to sign B1
zum Schluss in the end, finally B1
erklären to explain B1
helfen (+ Dativ) to help (someone) A2

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II „könnten" (Vorschlag): Wir könnten doch einen Brief schreiben. — höflicher Vorschlag - Indirekte Frage mit „warum": Wir erklären, warum Balou so wichtig ist. — Nebensatz mit Verb am Ende - „Wollen wir ...?" (Vorschlag): Wollen wir gleich einen Brief schreiben? — gemeinsamen Plan vorschlagen

Nützliche Wendungen: - Haben Sie eine Minute? — jemanden um ein kurzes Gespräch bitten - Ich habe da vielleicht eine Idee. — vorsichtig einen Vorschlag machen - Wollen wir gleich ...? — sofortiges gemeinsames Handeln vorschlagen

Verständnisfragen: 1. Was ist Herrn Okoyes Idee? 2. Was soll in dem Brief stehen? 3. Wer soll den Brief am Ende unterschreiben?


Dialog 5: Wanderschuhe telefonisch bestellen

Thema: Ein Kunde ruft bei einem Schuhgeschäft an, um Wanderschuhe für seine Nichte zu bestellen. Die richtige Größe ist nicht sofort verfügbar.

Quelle: Video ab 24:32

Mitarbeiterin: Guten Tag, mein Name ist Franke. Was kann ich für Sie tun?

Herr Ruiz Martínez: Guten Tag, mein Name ist Sandro Ruiz Martínez. Ich möchte für meine Nichte die Wanderschuhe „Lena" bestellen. Ich sehe aber in Ihrem Onlineshop, dass es den Schuh in Größe 38 nicht mehr gibt. Sagen Sie mir bitte die Artikelnummer — das ist die 528.

Mitarbeiterin: So, der Wanderschuh „Lena" in Größe 38. Ja, er kann erst wieder in vier Wochen bestellt werden.

Herr Ruiz Martínez: In vier Wochen?! Das ist zu spät! Der soll in zwei Wochen zum Geburtstag verschenkt werden und muss bis spätestens zum 19. geliefert werden.

Mitarbeiterin: Das tut mir leid, aber bis zum 19. können die Schuhe in Größe 38 nicht ausgeliefert werden. Aber die Größe 39 kann innerhalb der nächsten zwei Tage versendet werden. Der Schuh fällt recht klein aus, und in Wanderschuhen sollen eher dickere Socken getragen werden.

Herr Ruiz Martínez: Hm, und was passiert, wenn sie ihr doch zu groß sind?

Mitarbeiterin: Alle Waren können bei uns kostenfrei zurückgeschickt werden. Dazu muss nur der Retourenschein ausgefüllt werden. Pro Bestellung muss immer eine Versandkostenpauschale von 5,95 € bezahlt werden — egal, wie viele Paare Sie bestellen und später zurückschicken.

Herr Ruiz Martínez: Ah ja.

Mitarbeiterin: Herr Ruiz Martínez, ich mache Ihnen einen Vorschlag: Schauen Sie sich als Alternative auch den Wanderschuh „Lisa" an — das ist die Artikelnummer 5578923. Der ist dem Wanderschuh „Lena" sehr ähnlich und kann in Größe 38 sofort verschickt werden.

Herr Ruiz Martínez: Ja, dann kann ich „Lena" in 39 und „Lisa" in 38 nehmen. Müssen beide Modelle online bestellt werden?

Mitarbeiterin: Alle Waren können im Internet oder aber auch telefonisch bestellt werden.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Wanderschuhe hiking shoes B1
die Nichte niece B1
die Artikelnummer article/item number B1
verschenken to give as a gift B1
ausliefern / versenden to deliver / to ship B1
der Retourenschein return form B1
die Versandkostenpauschale flat-rate shipping fee B2
klein ausfallen to run small (shoe size) B1

Grammatik im Dialog: - Passiv Präsens: Die Schuhe können zurückgeschickt werden. — Vorgang ohne Handelnden beschreiben - Temporale Präposition „innerhalb": innerhalb der nächsten zwei Tage — Zeitrahmen angeben (+ Genitiv) - Komparativ „dicker": eher dickere Socken — Vergleichsform für Empfehlungen

Nützliche Wendungen: - Was kann ich für Sie tun? — Standardbegrüßung im Kundenservice - Ich mache Ihnen einen Vorschlag. — eine Alternative anbieten - Das tut mir leid, aber ... — höflich eine schlechte Nachricht überbringen

Verständnisfragen: 1. Warum kann der Wanderschuh „Lena" in Größe 38 nicht sofort geliefert werden? 2. Was kostet der Versand pro Bestellung? 3. Welche Alternative schlägt die Mitarbeiterin vor?


Dialog 6: Welche Schuhe behalten?

Thema: Die Nichte hat beide Paar Wanderschuhe erhalten und entscheidet, welches sie behalten möchte.

Quelle: Video ab 1:01:01

Sandro: Welche Schuhe möchtest du denn jetzt behalten?

Nichte: Ich finde diese hier ganz gut. Wie heißen die noch mal?

Sandro: „Lena".

Nichte: Ach ja. Dann füll bitte den Retourenschein aus und pack das Paket, damit wir das andere Paar zurückschicken können.

Sandro: Ja, das ist zwar in deiner Größe, aber es fällt doch recht klein aus und ist zu eng.

Nichte: Das ist schade. Ich finde das Modell eigentlich ganz schön.

Sandro: Na ja, irgendwie finde ich Grau-Schwarz als Farbe auch nicht so toll.

Nichte: Dann ist es doch ganz gut, dass ich zwei verschiedene Modelle zur Auswahl bestellt habe. Und weißt du was? Modell „Lisa" ist auch gar kein schöner Name.

Sandro: Na, wenn das so wichtig ist, dann schreib das bitte in das Formular. Du behältst jetzt aber die anderen Schuhe, oder? Sind die auch nicht recht?

Nichte: Die „Lena"-Schuhe? Nein, die finde ich super! Danke, Sandro!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
behalten to keep B1
ausfüllen to fill out (a form) B1
zurückschicken to send back B1
eng tight, narrow A2
die Auswahl choice, selection B1
das Formular form (document) B1
recht sein to be okay/alright B1

Grammatik im Dialog: - Finalsatz mit „damit": Pack das Paket, damit wir es zurückschicken können. — Nebensatz, der ein Ziel ausdrückt - „zwar ... aber": Das ist zwar in deiner Größe, aber es ist zu eng. — Einschränkung - Imperativ (du-Form): Füll bitte den Retourenschein aus! — informelle Aufforderung

Nützliche Wendungen: - Wie heißen die noch mal? — nach dem Namen fragen, den man vergessen hat - Ich finde das Modell eigentlich ganz schön. — etwas trotzdem gut finden - Dann ist es doch ganz gut, dass ... — eine positive Seite betonen

Verständnisfragen: 1. Welches Modell behält die Nichte? 2. Warum passt das Modell „Lisa" nicht? 3. Welche Farbe hat das zurückgeschickte Modell?


Dialog 7: Die neue Putzhilfe kennenlernen

Thema: Eine Familie stellt sich ihrer neuen Putzhilfe vor — ein typisches Kennenlerngespräch mit Fragen zur Herkunft und zum Leben in Deutschland.

Quelle: Video ab 0:04

Herr Meer: Hallo, Frau Sabir! Schön, dass Sie da sind. Kommen Sie doch herein.

Frau Sabir: Hallo, Herr Meer!

Herr Meer: Darf ich Ihnen Ihren Mantel abnehmen? Es ist kalt geworden.

Frau Sabir: Oh, danke! Ja, sehr kalt und windig.

Herr Meer: Ich freue mich, dass Sie nun bei uns sauber machen. Wir wohnen hier zu viert, und es wird schnell chaotisch und unordentlich.

Frau Sabir: Das kenne ich!

Herr Meer: Stimmt, Sie haben ja schon bei unserem Telefonat erzählt, dass Sie auch zwei Kinder haben. Kommen Sie mit — ich stelle Sie erst mal meiner Familie vor. Mein Schwiegervater ist gerade zu Besuch.

Frau Sabir: Schwiegervater?

Herr Meer: Oh, entschuldigen Sie, Frau Sabir. Schwiegervater bedeutet: der Vater meiner Frau.

Frau Sabir: Ach so, danke!

Herr Meer: Kommen Sie! Meine Frau möchte Ihnen sicher die Wohnung zeigen. Frau Sabir ist gerade angekommen.

Frau Meer: Hallo, Frau Sabir! Ich freue mich, dass Sie heute bei uns anfangen. Darf ich Ihnen meinen Vater vorstellen?

Frau Sabir: Hallo, Frau Meer! Ich freue mich auch.

Herr Ryček: Guten Tag! Ich bin Jan Ryček. Es freut mich, Sie kennenzulernen.

Frau Sabir: Mich ebenfalls. Ich heiße Daja Sabir.

Herr Ryček: Das ist ein sehr schöner Name. Woher kommt er denn?

Frau Sabir: Das ist ein syrischer Name. Ich komme aus der Stadt Damaskus in Syrien.

Herr Ryček: Wie interessant! Und seit wann sind Sie in Deutschland?

Frau Sabir: Ich wohne seit vier Jahren in Deutschland.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Putzhilfe cleaning help B1
der Schwiegervater father-in-law B1
chaotisch / unordentlich messy / untidy B1
das Telefonat phone call B1
vorstellen (jdn.) to introduce (someone) A2
anfangen to start, begin A2
den Mantel abnehmen to take someone's coat B1
ebenfalls likewise, also B1

Grammatik im Dialog: - „seit" + Dativ (Zeitdauer): seit vier Jahren — Dauer von der Vergangenheit bis jetzt - Höflichkeitsform „Darf ich ...?": Darf ich Ihnen meinen Vater vorstellen? — höfliche Frage - „dass"-Satz nach Gefühlsverb: Ich freue mich, dass Sie heute anfangen. — Nebensatz mit Verb am Ende

Nützliche Wendungen: - Schön, dass Sie da sind! — jemanden willkommen heißen - Es freut mich, Sie kennenzulernen. — formelle Begrüßung - Das kenne ich! — zeigen, dass man etwas nachvollziehen kann

Verständnisfragen: 1. Warum braucht Familie Meer eine Putzhilfe? 2. Woher kommt Frau Sabir? 3. Wer ist Jan Ryček?


Dialog 8: Wiedersehen aus dem Deutschkurs

Thema: Zwei Frauen treffen sich zufällig wieder — sie kennen sich aus einem Deutschkurs. Sie erzählen von Arbeit, Weiterbildung und Berufsplänen.

Quelle: Video ab 29:02

Daja: Mia? Bist du das — aus dem Deutschkurs letztes Jahr?

Mia: Ja, das bin ich! Hallo!

Daja: Ja, richtig! Wohnst du auch hier in der Innenstadt? Wie geht es dir denn? Warum hast du denn mit dem Deutschkurs letztes Jahr aufgehört?

Mia: Ich konnte leider nicht so lange wie du am Kurs teilnehmen, weil meine Tochter lange krank war. Deshalb musste ich zu Hause bleiben.

Daja: Oh nein! Wie geht es denn deiner Tochter jetzt?

Mia: Meiner Tochter geht es viel besser, und ich besuche auch wieder einen Deutschkurs.

Daja: Da bin ich aber beruhigt!

Mia: Oh ja, ich bin auch sehr froh. Aber erzähl — wie geht's dir? Hast du eine Arbeit?

Daja: Ja, ich arbeite jetzt bei McBurger. Das ist ein Schnellrestaurant hier in der Nähe.

Mia: Oh, und wie ist das?

Daja: Es ist okay. Bis jetzt bereite ich nur das Essen vor, aber das ist ein bisschen langweilig. Daher möchte ich bald an der Kasse arbeiten — das macht mir mehr Spaß, glaube ich. Deshalb lerne ich jetzt auch weiter Deutsch, und dann mache ich noch eine kurze Weiterbildung für Kassenmitarbeiter bei McBurger.

Mia: Das klingt gut! Ich überlege auch gerade, was ich noch machen kann. Vielleicht auch eine Weiterbildung.

Daja: Ja, das ist eine gute Idee! Putzt du noch bei Privatleuten?

Mia: Genau. Ich hätte aber gern irgendwann eine feste Stelle, damit mein Gehalt höher ist. Und ich möchte überhaupt gern wissen, was es für Möglichkeiten gibt. Nächste Woche habe ich eine Berufsberatung.

Daja: Sehr gut! Ich glaube, man sollte einfach den nächsten Schritt machen — das ist am wichtigsten. Ich hatte auch eine Berufsberatung. Das hat mir sehr geholfen.

Mia: Dann viel Glück!

Daja: Danke!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
aufhören to stop, quit B1
teilnehmen (an + Dat.) to participate (in) B1
das Schnellrestaurant fast-food restaurant B1
die Weiterbildung further training/education B1
die Berufsberatung career counseling B1
eine feste Stelle a permanent/stable job B1
das Gehalt salary B1
beruhigt sein to be relieved B1

Grammatik im Dialog: - Kausalsatz mit „weil": Ich konnte nicht teilnehmen, weil meine Tochter krank war. — Nebensatz mit Verb am Ende - „deshalb" + Hauptsatz: Deshalb musste ich zu Hause bleiben. — Konsequenz mit Verb in Position 2 - Konjunktiv II „hätte" (Wunsch): Ich hätte aber gern eine feste Stelle. — einen Wunsch ausdrücken

Nützliche Wendungen: - Da bin ich aber beruhigt! — Erleichterung ausdrücken - Ich überlege gerade, was ich noch machen kann. — über Zukunftspläne nachdenken - Man sollte einfach den nächsten Schritt machen. — einen motivierenden Rat geben

Verständnisfragen: 1. Warum hat Mia letztes Jahr mit dem Deutschkurs aufgehört? 2. Was möchte Daja bei McBurger bald machen? 3. Was erhofft sich Mia von der Berufsberatung?


Dialog 9: Anmeldung zur Schulung — Gebäudereinigung

Thema: Ein Mann ruft bei einer Akademie an und fragt nach einer Schulung für Gebäudereinigung — Termine, Anmeldung und Berufschancen.

Quelle: Video ab 35:57

Empfang: Akademie der Gebäudereinigung Menat, guten Tag.

Herr Maritsch: Guten Tag! Hier spricht Ivan Maritsch. Ich interessiere mich für eine Schulung und hätte ein paar Fragen dazu.

Empfang: Kleinen Moment, das macht meine Kollegin. Ich verbinde Sie mit Frau Kacher.

Frau Kacher: Guten Tag!

Herr Maritsch: Guten Tag, mein Name ist Ivan Maritsch. Ich habe einige Fragen zur Schulung „Grundlagen der Gebäudereinigung". Die Schulung findet nur an einem Tag statt, richtig?

Frau Kacher: Ja, genau. Die nächste ist am 1. Februar. Wir bieten diese Schulung aber regelmäßig an — normalerweise einmal pro Monat.

Herr Maritsch: Ah, gut zu wissen. Sind denn für den 1. Februar noch Plätze frei?

Frau Kacher: Ja, es gibt noch zwei freie Plätze. Sie sollten sich also bald entscheiden.

Herr Maritsch: Okay. Wenn man noch nicht in einem Ihrer Betriebe arbeitet — hat man dann durch die Schulung bessere Chancen, eine Stelle zu bekommen?

Frau Kacher: Ja, auf jeden Fall! Wir können Sie in unsere Bewerberkartei aufnehmen. Normalerweise bekommen Sie dann schon bald ein Angebot für ein Vorstellungsgespräch. Gute Reinigungskräfte werden immer gesucht.

Herr Maritsch: Aha, danke für diese Information. Und wie kann ich mich anmelden? Geht das automatisch per Telefon — also durch meinen Anruf jetzt — oder muss ich persönlich vorbeikommen?

Frau Kacher: Nein, leider geht das nicht telefonisch. Aber Sie können sich ganz einfach über unser Onlineformular anmelden. Kennen Sie unsere Internetadresse?

Herr Maritsch: Ja, die kenne ich. Da habe ich Ihre Schulungsanzeige gefunden.

Frau Kacher: Okay. Wenn Sie weitere Fragen haben, rufen Sie gern noch einmal an.

Herr Maritsch: Vielen Dank! Auf Wiederhören.

Frau Kacher: Auf Wiederhören!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Schulung training course B1
die Gebäudereinigung building/facility cleaning B1
der Betrieb company, business B1
die Bewerberkartei applicant file/database B2
das Vorstellungsgespräch job interview B1
die Reinigungskraft cleaning worker B1
sich anmelden to register, sign up B1
das Onlineformular online form A2

Grammatik im Dialog: - Konditional mit „wenn": Wenn man noch nicht in einem Betrieb arbeitet, hat man dann bessere Chancen? — Bedingungssatz - Passiv Präsens: Gute Reinigungskräfte werden immer gesucht. — allgemeine Aussage ohne Handelnden - „sich interessieren für" + Akk.: Ich interessiere mich für eine Schulung. — Interesse ausdrücken

Nützliche Wendungen: - Ich hätte ein paar Fragen dazu. — höflich ein Telefongespräch einleiten - Ich verbinde Sie mit ... — weiterverbinden am Telefon - Sie sollten sich bald entscheiden. — höfliche Empfehlung zur Eile

Verständnisfragen: 1. Wie oft bietet die Akademie die Schulung an? 2. Was passiert nach der Schulung mit der Bewerbung? 3. Wie kann man sich für die Schulung anmelden?


Zusammenfassung: Wichtige Redemittel aus allen Dialogen

Meinung ausdrücken & diskutieren

Wendung Funktion
Ich bin der Meinung, dass ... eigene Meinung formulieren
Da haben Sie völlig recht. zustimmen
Ich sehe das anders. höflich widersprechen
Das finde ich nicht. direkt widersprechen

Höfliche Bitten & Vorschläge

Wendung Funktion
Würden Sie bitte ...? höfliche Aufforderung
Darf ich ...? um Erlaubnis bitten
Wir könnten doch ... Vorschlag machen
Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Alternative anbieten

Gefühle & Reaktionen

Wendung Funktion
Das macht mich echt sauer! Ärger (umgangssprachlich)
Da bin ich aber beruhigt! Erleichterung
Schön, dass Sie da sind! Freude beim Empfang
Es freut mich, Sie kennenzulernen. formelle Begrüßung

Am Telefon / Im Geschäft

Wendung Funktion
Was kann ich für Sie tun? Standardfrage im Service
Ich verbinde Sie mit ... weiterverbinden
Ich hätte ein paar Fragen dazu. Gespräch einleiten
Auf Wiederhören! Verabschiedung am Telefon