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Dialoge: Gesundheit und Arztbesuch

Echte B1-Dialoge: Krankheit, Arztbesuch, Symptome, Genesung.

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Inhalt

  1. Erkältung und Wochenendsplanung
  2. Traumberuf Arzt
  3. Langeweile im Krankenhaus
  4. Milchallergie im Kindergarten
  5. Termin beim Hausarzt
  6. In der Apotheke
  7. Gute Besserung — Besuch bei einer Freundin
  8. Krankmeldung bei der Arbeit
  9. Nach der Operation — Gespräch mit dem Arzt

Dialog 1: Erkältung und Wochenendsplanung

Thema: Zwei Kolleginnen unterhalten sich über eine Erkältung, das kalte Wetter und ihre Pläne fürs Wochenende.

Quelle: Video ab 0:02

A (Kollegin): Hallo, Katja. Na, wie geht's?

B (Katja): Gut, danke. Ich bin noch ein bisschen erkältet, aber es geht mir schon viel besser.

A: Bist du noch gesund bei diesem Wetter?

B: Bis jetzt ja, zum Glück. Aber es ist wirklich kalt geworden, und am Wochenende soll es noch kälter werden. Vielleicht wird es sogar schneien.

A: Ach, wirklich? Das habe ich noch gar nicht gehört. Und hast du schon Pläne fürs Wochenende?

B: Also, wenn es wirklich schneit, gehen wir auf jeden Fall mit den Kindern raus — vielleicht in den Park. Und was machst du am Wochenende?

A: Meine Schwiegereltern kommen am Sonntag zu Besuch. Für Samstag habe ich noch keine Pläne. Da will ich mich ausruhen.

B: Ja, das ist wichtig. Vor allem, wenn du noch erkältet bist.

A: Wollen wir heute vielleicht zusammen zu Mittag essen?

B: Ja, gern. Treffen wir uns um eins am Aufzug?

A: Ja, das passt. Dann bis nachher!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
erkältet sein to have a cold A2
das Wetter weather A2
die Schwiegereltern (Pl.) parents-in-law B1
sich ausruhen to rest / relax B1
zum Glück luckily / fortunately A2
auf jeden Fall in any case / definitely B1
zu Mittag essen to have lunch A2
der Aufzug, Aufzüge elevator / lift B1

Grammatik im Dialog: - Komparativ: „Es ist kalt geworden... noch kälter werden" — Steigerung mit Umlaut (kalt → kälter). - Konditionalsatz: „Wenn es wirklich schneit, gehen wir... raus." — Nebensatz mit „wenn" + Verb am Ende. - Reflexivverb: „Da will ich mich ausruhen." — Modalverb + Reflexivpronomen + Infinitiv am Ende.

Nützliche Wendungen: - „Na, wie geht's?" — How are you? (Informelle Begrüßung unter Kollegen) - „Vor allem, wenn du noch erkältet bist." — Especially if you still have a cold. (Ratschlag geben) - „Das passt. Dann bis nachher!" — That works. See you later! (Verabredung bestätigen)

Verständnisfragen: 1. Was hat Katja? Geht es ihr besser oder schlechter? 2. Was möchte die Kollegin am Samstag machen — und warum? 3. Was planen die beiden für heute Mittag?


Dialog 2: Traumberuf Arzt

Thema: Ein Arzt erzählt in einem Interview von seinem Beruf, seinem Alltag und den wichtigen Eigenschaften eines guten Arztes.

Quelle: Video ab 0:02

A (Interviewer): Erzählen Sie doch mal — warum sind Sie Arzt geworden?

B (Arzt): Arzt war schon immer mein Traumberuf, und diesen Traum konnte ich wahr machen. Seit drei Jahren habe ich meine eigene Praxis. Meistens kommen die Patienten in meine Praxis. Aber bei alten oder sehr kranken Menschen mache ich auch Hausbesuche. Ich fahre dann zu ihnen in die Wohnung.

A: Also haben Sie keine geregelte Arbeitszeit?

B: Doch, normalerweise arbeite ich von acht bis siebzehn Uhr. Aber manchmal auch am Wochenende.

A: Was machen Sie genau, und welche Eigenschaften sollte man als Arzt besitzen?

B: Na ja, mein Alltag sieht eigentlich immer gleich aus: Ich untersuche die Patienten, die zu mir kommen, gebe Medikamente und berate sie. Jeder Mensch ist ja unterschiedlich, und gerade kranke Menschen können manchmal schwierig sein. Man muss Geduld haben und freundlich sein und sich für jeden Patienten Zeit nehmen. Schließlich geht es darum, dass die Leute möglichst schnell wieder gesund werden.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Traumberuf, -e dream job B1
einen Traum wahr machen to make a dream come true B1
die Praxis, Praxen doctor's practice / office B1
der Hausbesuch, -e house call B1
die geregelte Arbeitszeit regular working hours B1
untersuchen to examine B1
beraten (berät) to advise / counsel B1
die Geduld patience B1
die Eigenschaft, -en quality / characteristic B1
schließlich after all / ultimately B1

Grammatik im Dialog: - Relativsatz: „Ich untersuche die Patienten, die zu mir kommen." — Nebensatz mit „die" beschreibt die Patienten. - Unpersönliches „man": „Man muss Geduld haben." — Allgemeine Aussage über Anforderungen. - „es geht darum, dass...": „Es geht darum, dass die Leute gesund werden." — Finalkonstruktion mit Nebensatz.

Nützliche Wendungen: - „Erzählen Sie doch mal..." — Tell us about... (Aufforderung im Interview) - „Mein Alltag sieht eigentlich immer gleich aus." — My everyday routine usually looks the same. - „Schließlich geht es darum, dass..." — After all, the point is that...

Verständnisfragen: 1. Was war schon immer der Traumberuf des Arztes? 2. Was macht er bei alten oder sehr kranken Patienten? 3. Welche Eigenschaften braucht man als Arzt laut ihm?


Dialog 3: Langeweile im Krankenhaus

Thema: Ein Patient im Krankenhaus langweilt sich und bittet eine Freundin um ein paar Sachen, um die Zeit zu vertreiben.

Quelle: Video ab 0:01

A (Juliana): Hi, Nick! Wie geht's? Wie steht's?

B (Nick): Hallo, Juliana. Na, langsam geht es besser, aber mir ist so langweilig.

A: Oh, was kann ich für dich tun? Soll ich dir ein paar Zeitschriften kaufen?

B: Danke, das wäre toll. Und vielleicht noch ein spannendes Buch.

A: Und sonst noch etwas?

B: Vielleicht könntest du bei mir zu Hause vorbeifahren und meinen Laptop holen?

A: Warum brauchst du denn deinen Laptop? Willst du etwa arbeiten? Das ist nicht gut für dich. Du musst dich ausruhen!

B: Nein, nein! Aber dann kann ich Filme schauen und im Internet surfen. Hier gibt es nämlich WLAN.

A: Okay. Und sonst noch etwas?

B: Also, ein paar Wünsche hätte ich schon noch...

A: Ja?

B: Nein, nein, du brauchst sonst nichts zu machen. Das war nur ein Witz. Komm, ich spendiere dir einen Kaffee in der Cafeteria. Du brauchst mir nur ein bisschen zu helfen.

A: Aber klar doch. Dann mal los!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
langweilig boring A2
die Zeitschrift, -en magazine B1
vorbeifahren (fährt vorbei) to stop by / drive past B1
sich ausruhen to rest B1
das WLAN Wi-Fi A2
spendieren to treat sb. (to sth.) B1
die Cafeteria cafeteria A2
der Witz, -e joke A2
Dann mal los! Let's go then! B1

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (höfliche Bitte): „Vielleicht könntest du bei mir vorbeifahren." — Höfliche Bitte mit „könnte". - „brauchen + zu + Infinitiv": „Du brauchst sonst nichts zu machen." — Verneinung von „müssen" (= du musst nichts machen). - Dativkonstruktion: „Mir ist so langweilig." — Persönliches Empfinden im Dativ.

Nützliche Wendungen: - „Wie geht's? Wie steht's?" — How are you? How are things? (Informelle Doppelfrage) - „Was kann ich für dich tun?" — What can I do for you? (Hilfe anbieten) - „Das war nur ein Witz." — That was just a joke. (Scherz auflösen)

Verständnisfragen: 1. Warum ist Nick langweilig? 2. Warum möchte Nick seinen Laptop haben? 3. Warum sagt Juliana, dass Nick nicht arbeiten soll?


Dialog 4: Milchallergie im Kindergarten

Thema: Zwei Erzieherinnen besprechen, wie sie mit einer Milchallergie bei mehreren Kindern umgehen können.

Quelle: Video ab 13:14

A (Philip): Tschüss, Johanna. Du gehst doch jetzt nach Hause, oder?

B (Johanna): Ja, Philip. In zehn Minuten mache ich Schluss. Heute war viel los hier im Kindergarten — die Kleinen waren sehr unruhig. Ich muss aber, bevor ich gehe, noch kurz etwas mit dir besprechen.

A: Worum geht's denn?

B: Ich wollte dir eine wichtige Information geben. In der Bärengruppe gibt es mehrere Kinder, die eine Milchallergie haben. Ich hatte heute Morgen ein langes Gespräch mit den Eltern. Sie sagen, dass ihre Kinder bestimmte Gerichte nicht essen dürfen.

A: Das ist doch nicht so schlimm. Was genau ist denn das Problem? Vielleicht können wir da etwas machen.

B: Also, die Kinder dürfen Produkte wie Milch, Joghurt, Käse und Butter nicht essen. Aber auch Milchbrötchen oder Kuchen sind problematisch — und auch für andere Gerichte nimmt man ja Milch oder Sahne zum Kochen.

A: Sollen die Eltern das Essen mitbringen, oder können wir eine Alternative finden?

B: Das ist nicht einfach, denn die Großküche liefert uns das Essen. Aber ich kann ja mal nachfragen, ob sie immer auch ein Gericht ohne Milchprodukte zubereiten können. Das wäre aber erst ab dem nächsten Monat möglich. Außerdem muss ich auch nach dem Preis fragen.

A: Super, das ist eine gute Idee. Und bis dahin können die Eltern selbst das Essen für ihre Kinder mitbringen.

B: Vielen Dank für deinen Rat. Dann gehe ich jetzt mal. Tschüss, bis morgen!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Milchallergie milk / dairy allergy B1
das Gericht, -e dish / meal B1
die Großküche, -n industrial kitchen / catering B1
zubereiten to prepare (food) B1
die Sahne cream A2
das Milchprodukt, -e dairy product B1
nachfragen to enquire / ask B1
das Milchbrötchen, - milk roll A2
der Rat advice B1
mitbringen (bringt mit) to bring along A2

Grammatik im Dialog: - Temporalsatz mit „bevor": „Bevor ich gehe, muss ich noch etwas besprechen." — Nebensatz mit Verb am Ende. - Indirekte Frage mit „ob": „Ich kann nachfragen, ob sie ein Gericht zubereiten können." — Ja/Nein-Frage als Nebensatz. - Konjunktiv II (Möglichkeit): „Das wäre aber erst ab dem nächsten Monat möglich." — Irreale Möglichkeit.

Nützliche Wendungen: - „Heute war viel los." — It was a busy day today. - „Das ist doch nicht so schlimm." — That's not so bad. (Beruhigen) - „Vielen Dank für deinen Rat." — Thanks a lot for your advice. (Sich bedanken und verabschieden)

Verständnisfragen: 1. Was ist das Problem in der Bärengruppe? 2. Warum ist es schwierig, das Essen zu ändern? 3. Was ist die Lösung, bis die Großküche alternative Gerichte anbieten kann?


Dialog 5: Termin beim Hausarzt

Thema: Ein Patient kommt mit Halsschmerzen und Husten zum Arzt. Der Arzt untersucht ihn und gibt eine Diagnose.

A (Arzt): Guten Tag, Herr Meier. Was kann ich für Sie tun?

B (Patient): Guten Tag, Herr Doktor. Ich fühle mich seit ein paar Tagen nicht gut. Ich habe starke Halsschmerzen und muss die ganze Zeit husten.

A: Seit wann haben Sie die Beschwerden?

B: Seit Montag. Zuerst hatte ich nur Schnupfen, aber dann kamen die Halsschmerzen dazu. Und seit gestern habe ich auch leichtes Fieber.

A: Haben Sie auch Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen?

B: Ja, ein bisschen Kopfschmerzen, besonders am Abend.

A: Gut, dann schaue ich mir mal Ihren Hals an. Machen Sie bitte den Mund auf und sagen Sie „Aah".

B: Aah...

A: Ihr Hals ist ziemlich rot und geschwollen. Ich höre auch Ihre Lunge ab... Atmen Sie bitte tief ein und aus. Gut. Die Lunge klingt frei. Sie haben eine starke Erkältung, aber keine Lungenentzündung. Ich verschreibe Ihnen ein Medikament gegen die Halsschmerzen und einen Hustensaft.

B: Muss ich Antibiotika nehmen?

A: Nein, das ist nicht nötig. Es ist eine Virusinfektion. Trinken Sie viel Tee, ruhen Sie sich aus, und bleiben Sie ein paar Tage zu Hause. Ich schreibe Sie für diese Woche krank.

B: Vielen Dank, Herr Doktor.

A: Gute Besserung! Wenn es nach einer Woche nicht besser wird, kommen Sie bitte noch einmal vorbei.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Halsschmerzen (Pl.) sore throat A2
husten to cough B1
die Beschwerden (Pl.) complaints / symptoms B1
der Schnupfen runny nose / cold A2
die Gliederschmerzen (Pl.) body aches B1
geschwollen swollen B1
abhören to listen to (with stethoscope) B1
die Lungenentzündung pneumonia B1
verschreiben (verschreibt) to prescribe B1
der Hustensaft cough syrup B1
jemanden krankschreiben to give sb. a sick note B1

Grammatik im Dialog: - Imperativ (Sie-Form): „Machen Sie den Mund auf." / „Atmen Sie tief ein." — Höfliche Anweisung vom Arzt. - Temporale Präposition „seit": „Seit Montag" / „Seit ein paar Tagen" — Zeitpunkt und Zeitdauer mit Dativ. - Konditionalsatz: „Wenn es nach einer Woche nicht besser wird, kommen Sie vorbei." — Bedingung + Aufforderung.

Nützliche Wendungen: - „Was kann ich für Sie tun?" — How can I help you? (Standardfrage beim Arzt) - „Seit wann haben Sie die Beschwerden?" — Since when have you had the symptoms? (Ärztliche Anamnese) - „Ich schreibe Sie für diese Woche krank." — I'll give you a sick note for this week.

Verständnisfragen: 1. Welche Symptome hat Herr Meier? 2. Was ist die Diagnose des Arztes? 3. Was soll Herr Meier machen, wenn es nach einer Woche nicht besser wird?


Dialog 6: In der Apotheke

Thema: Eine Kundin geht in die Apotheke, um ein Rezept einzulösen und fragt nach einem Mittel gegen Kopfschmerzen.

Quelle: Video ab 16:35

A (Apothekerin): Guten Tag! Kann ich Ihnen helfen?

B (Kundin): Guten Tag. Ich habe ein Rezept von meinem Hausarzt. Hier, bitte.

A: Moment, ich schaue mal nach... Ja, das ist ein Antibiotikum. Nehmen Sie bitte dreimal täglich eine Tablette — morgens, mittags und abends, jeweils nach dem Essen. Und ganz wichtig: Sie müssen die Packung aufbrauchen, auch wenn Sie sich schon besser fühlen.

B: Ja, das hat mir der Arzt auch gesagt. Kann ich dazu Milch trinken?

A: Nein, bei diesem Antibiotikum sollten Sie keine Milchprodukte gleichzeitig einnehmen. Trinken Sie die Tablette am besten mit Wasser.

B: Gut, danke. Ich brauche auch noch etwas gegen Kopfschmerzen. Können Sie mir etwas empfehlen?

A: Nehmen Sie normalerweise Ibuprofen oder Paracetamol?

B: Ich nehme meistens Ibuprofen.

A: Hier, eine Packung mit zwanzig Stück. Nehmen Sie davon höchstens drei Tabletten am Tag. Bei Magenproblemen sollten Sie die Tabletten nicht auf nüchternen Magen nehmen.

B: Alles klar. Was macht das zusammen?

A: Das Antibiotikum ist auf Rezept, da zahlen Sie nur die Zuzahlung von fünf Euro. Und die Kopfschmerztabletten kosten vier Euro neunzig. Das sind zusammen neun Euro neunzig.

B: Hier, bitte. Danke schön!

A: Gerne. Gute Besserung!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
das Rezept, -e prescription B1
ein Rezept einlösen to fill a prescription B1
das Antibiotikum, Antibiotika antibiotic B1
die Tablette, -n tablet / pill A2
aufbrauchen to use up (completely) B1
einnehmen (nimmt ein) to take (medicine) B1
empfehlen (empfiehlt) to recommend B1
auf nüchternen Magen on an empty stomach B1
die Zuzahlung, -en co-payment B1
die Packung, -en packet / box A2

Grammatik im Dialog: - Modalverb „sollten" (Empfehlung): „Sie sollten keine Milchprodukte einnehmen." — Höfliche Warnung. - Konzessivsatz mit „auch wenn": „...auch wenn Sie sich schon besser fühlen." — Einräumung (trotzdem weiternehmen). - Imperativ (Sie-Form) mit Trennverb: „Nehmen Sie dreimal täglich eine Tablette ein." — Anweisung in der Apotheke.

Nützliche Wendungen: - „Ich habe ein Rezept von meinem Hausarzt." — I have a prescription from my GP. - „Können Sie mir etwas empfehlen?" — Can you recommend something? (Häufig in der Apotheke) - „Was macht das zusammen?" — How much is that altogether? (Beim Bezahlen)

Verständnisfragen: 1. Wie oft soll die Kundin das Antibiotikum nehmen? 2. Warum soll sie keine Milch zum Antibiotikum trinken? 3. Wie viel muss die Kundin insgesamt bezahlen?


Dialog 7: Gute Besserung — Besuch bei einer Freundin

Thema: Eine Freundin besucht eine kranke Kollegin zu Hause und bringt ihr Suppe und Genesungswünsche mit.

A (Lisa): Hallo, Sabine! Ich bin's, Lisa. Ich habe dir Suppe mitgebracht.

B (Sabine): Oh, Lisa, das ist lieb von dir! Komm rein. Entschuldige die Unordnung — ich liege seit drei Tagen nur auf dem Sofa.

A: Kein Problem. Wie geht es dir denn?

B: Naja, es geht so. Das Fieber ist weg, aber ich habe immer noch Husten und bin total müde. Ich schlafe die ganze Zeit.

A: Das ist normal bei einer Grippe. Dein Körper braucht Ruhe. Warst du beim Arzt?

B: Ja, am Dienstag. Er hat mir Tabletten verschrieben und gesagt, ich soll viel trinken und mich schonen.

A: Das stimmt. Und isst du genug? Du siehst ein bisschen blass aus.

B: Ich habe kaum Appetit. Aber deine Suppe riecht wunderbar! Die esse ich bestimmt gern.

A: Das freut mich. Ich habe extra Hühnersuppe gemacht — die hilft bei Erkältungen. Soll ich dir auch einen Tee machen?

B: Ja, gern. Im Küchenschrank steht Kamillentee. Der ist gut für den Hals.

A: Mach ich! Und ruf mich an, wenn du etwas brauchst. Die ganze Abteilung wünscht dir gute Besserung.

B: Danke, das ist wirklich nett. Grüß alle von mir!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Genesung recovery B1
die Unordnung mess / untidiness B1
die Grippe flu / influenza B1
sich schonen to take it easy / rest B1
blass pale B1
der Appetit appetite A2
die Hühnersuppe chicken soup A2
der Kamillentee chamomile tea B1
Gute Besserung! Get well soon! A2
Grüß alle von mir! Say hi to everyone for me! B1

Grammatik im Dialog: - Indirekte Rede mit „sollen": „Er hat gesagt, ich soll viel trinken." — Wiedergabe einer ärztlichen Anweisung. - Kausalsatz (implizit): „Dein Körper braucht Ruhe." — Begründung ohne Konnektor, im Kontext klar. - Imperativ (du-Form): „Ruf mich an, wenn du etwas brauchst." — Freundliche Aufforderung.

Nützliche Wendungen: - „Das ist lieb von dir!" — That's sweet of you! (Sich für Hilfe bedanken) - „Es geht so." — So-so. / Not great. (Zustand beschreiben, wenn es nicht gut geht) - „Die ganze Abteilung wünscht dir gute Besserung." — The whole department wishes you a speedy recovery.

Verständnisfragen: 1. Was hat Lisa für Sabine mitgebracht? 2. Was hat der Arzt Sabine empfohlen? 3. Warum hat Sabine kaum gegessen?


Dialog 8: Krankmeldung bei der Arbeit

Thema: Ein Mitarbeiter ruft morgens bei seiner Chefin an, weil er krank ist und nicht zur Arbeit kommen kann.

Quelle: Video ab 16:29

A (Frau Hartmann): Hartmann, guten Morgen.

B (Daniel): Guten Morgen, Frau Hartmann. Hier ist Daniel Weber. Ich rufe an, weil ich heute leider nicht zur Arbeit kommen kann.

A: Oh, was fehlt Ihnen denn?

B: Ich habe seit gestern Abend starke Bauchschmerzen und mir ist übel. Ich glaube, ich habe mir den Magen verdorben.

A: Das tut mir leid. Waren Sie schon beim Arzt?

B: Nein, ich habe um zehn Uhr einen Termin beim Hausarzt. Ich rufe Sie danach noch einmal an und sage Bescheid, wie lange ich wahrscheinlich fehle.

A: Ja, das wäre gut. Vergessen Sie nicht, mir die Krankmeldung zu schicken. Ab dem dritten Tag brauchen wir das Attest.

B: Ja, natürlich. Und wegen des Meetings heute Nachmittag — könnten Sie vielleicht Herrn Fischer bitten, mich zu vertreten?

A: Das mache ich. Machen Sie sich keine Sorgen und werden Sie erst mal gesund!

B: Vielen Dank, Frau Hartmann. Ich melde mich nach dem Arztbesuch.

A: Gute Besserung, Herr Weber!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Krankmeldung, -en sick note / notification B1
die Bauchschmerzen (Pl.) stomachache A2
übel (mir ist übel) nauseous (I feel nauseous) B1
sich den Magen verdorben haben to have an upset stomach B1
das Attest, -e medical certificate B1
vertreten (vertritt) to stand in for / represent B1
sich melden to get in touch / report back B1
fehlen to be absent / to be missing B1
Bescheid sagen to let sb. know B1
Machen Sie sich keine Sorgen! Don't worry! B1

Grammatik im Dialog: - Genitiv mit „wegen": „Wegen des Meetings heute Nachmittag..." — Präposition mit Genitiv (formell). - Infinitiv mit „zu": „Vergessen Sie nicht, mir die Krankmeldung zu schicken." — Infinitivsatz nach Verb. - Konjunktiv II (höfliche Bitte): „Könnten Sie vielleicht Herrn Fischer bitten...?" — Sehr höfliche Frage an die Chefin.

Nützliche Wendungen: - „Was fehlt Ihnen denn?" — What's wrong? / What's the matter? (Höfliche Frage nach dem Befinden) - „Ich rufe Sie danach noch einmal an." — I'll call you again afterwards. (Ankündigung) - „Werden Sie erst mal gesund!" — Get well first! (Genesungswunsch vom Chef)

Verständnisfragen: 1. Warum kann Daniel heute nicht zur Arbeit kommen? 2. Ab welchem Tag braucht die Firma ein Attest? 3. Wer soll Daniel im Meeting vertreten?


Dialog 9: Nach der Operation — Gespräch mit dem Arzt

Thema: Ein Arzt spricht nach einer kleinen Operation mit einem Patienten über den Heilungsverlauf und gibt Anweisungen für die Zeit zu Hause.

A (Ärztin): Herr Yilmaz, die Operation ist gut gelaufen. Wie fühlen Sie sich?

B (Patient): Ein bisschen müde und der Arm tut noch weh. Aber es geht.

A: Das ist ganz normal. Die Schmerzen werden in den nächsten Tagen nachlassen. Ich verschreibe Ihnen ein Schmerzmittel. Nehmen Sie es bei Bedarf, aber höchstens dreimal am Tag.

B: Wie lange muss ich den Verband tragen?

A: Den Verband sollten Sie fünf Tage dran lassen. Halten Sie ihn trocken — also nicht duschen, sondern nur waschen. Nach fünf Tagen kommen Sie zum Verbandswechsel zu uns.

B: Und wann kann ich wieder arbeiten?

A: Das hängt von Ihrem Beruf ab. Was arbeiten Sie?

B: Ich bin Lagerarbeiter. Ich muss oft schwere Sachen heben.

A: Dann sollten Sie mindestens zwei Wochen warten. Schwer heben dürfen Sie in dieser Zeit auf keinen Fall. Ich schreibe Sie zunächst für zwei Wochen krank. Danach schauen wir, wie die Heilung verläuft.

B: Verstanden. Und wann werden die Fäden gezogen?

A: In zehn Tagen. Das machen wir hier in der Praxis. Haben Sie noch Fragen?

B: Nein, das war alles. Vielen Dank, Frau Doktor.

A: Gerne. Rufen Sie sofort an, wenn die Wunde stark blutet oder sich rötet. Ansonsten sehen wir uns in fünf Tagen. Gute Besserung!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Operation, -en operation / surgery B1
nachlassen (lässt nach) to ease / subside B1
das Schmerzmittel, - painkiller B1
der Verband, Verbände bandage / dressing B1
der Verbandswechsel bandage change B1
die Heilung healing / recovery B1
die Fäden ziehen to remove stitches B1
die Wunde, -n wound B1
bluten to bleed B1
sich röten to turn red / become inflamed B1

Grammatik im Dialog: - Passiv Präteritum: „Die Operation ist gut gelaufen." — Zustandsbeschreibung nach einem Ereignis. - „Das hängt von ... ab": „Das hängt von Ihrem Beruf ab." — Trennbares Verb mit Präposition „von" + Dativ. - Modalverb „dürfen" (Verbot): „Schwer heben dürfen Sie auf keinen Fall." — Starkes Verbot mit Modalverb.

Nützliche Wendungen: - „Wie fühlen Sie sich?" — How do you feel? (Ärztliche Frage nach einer OP) - „Das hängt von Ihrem Beruf ab." — That depends on your job. (Einschränkende Antwort) - „Rufen Sie sofort an, wenn..." — Call immediately if... (Warnung bei Komplikationen)

Verständnisfragen: 1. Was soll Herr Yilmaz mit dem Verband machen? 2. Warum soll er mindestens zwei Wochen nicht arbeiten? 3. Wann werden die Fäden gezogen?


Tipp: Übe die Dialoge laut mit einem Lernpartner. Wechselt die Rollen ab! Achte besonders auf die Höflichkeitsformen beim Arzt (Sie-Form) und die informelle Sprache unter Freunden (du-Form).