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Dialoge: Einkaufen und Reklamation

Echte B1-Dialoge: Einkaufen, Beratung, Bestellungen, Beschwerden, Reklamation.

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Inhalt

  1. Hautcreme-Beratung im Geschäft
  2. Bestellung kommt zu spät — telefonische Beschwerde
  3. Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt
  4. Falsche Lieferung — Online-Bestellung
  5. Reklamation beim Friseur
  6. Handy-Vertrag kündigen — Hotline
  7. Umtausch im Bekleidungsgeschäft
  8. Beschädigtes Paket — Beschwerde beim Kundenservice
  9. Einkauf im Bioladen — Beratung
  10. Reklamation im Restaurant
  11. Abendessen planen und einkaufen

Dialog 1: Hautcreme-Beratung im Geschäft

Thema: Eine Kundin bittet im Drogeriemarkt um Beratung bei der Wahl einer Gesichtscreme. Die Verkäuferin empfiehlt passende Produkte.

Quelle: Video ab 23:52

Kundin: Entschuldigung, haben Sie kurz Zeit, mich zu beraten?

Verkäuferin: Natürlich, gerne. Wie kann ich helfen?

Kundin: Ich bin mir nicht sicher, welche Hautcreme für mein Gesicht am besten ist. Die Auswahl ist so groß.

Verkäuferin: Das ist auch nicht so einfach. Suchen Sie eine Creme für den Tag oder für die Nacht? Soll sie auch Sonnenschutz haben?

Kundin: Ach, vor dem Schlafen benutze ich keine Creme, aber Sonnenschutz wäre nicht schlecht. Und sie soll für ältere Haut geeignet sein. Ich bin ja leider nicht mehr so jung. Außerdem sollte sie nicht so viel Chemie enthalten. Ich finde Naturprodukte besser.

Verkäuferin: Dann habe ich hier genau das Richtige: „Bihada 50 plus".

Kundin: Aha, verstehe. Aber ich sehe gerade auch den Preis. So viel möchte ich wirklich nicht ausgeben.

Verkäuferin: Nun, wenn Sie etwas Günstigeres suchen, dann empfehle ich diese hier.

Kundin: Hm, der Preis ist akzeptabel. Haben Sie von dieser Creme eine Probe?

Verkäuferin: Nein, leider nicht. Aber es gibt die Creme hier in einer recht kleinen Dose.

Kundin: Ach ja, na gut. Die nehme ich dann mal mit.

Verkäuferin: Sehr gerne.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
beraten (berät) to advise / give advice B1
die Hautcreme, -s skin cream B1
die Auswahl selection / choice B1
der Sonnenschutz sun protection B1
geeignet sein für to be suitable for B1
enthalten (enthält) to contain B1
das Naturprodukt, -e natural product B1
ausgeben (gibt aus) to spend (money) B1
die Probe, -n sample B1
die Dose, -n jar / tin A2

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Wunsch/Höflichkeit): „Sonnenschutz wäre nicht schlecht" — höfliche Formulierung statt „Ich will Sonnenschutz." - Komparativ: „Wenn Sie etwas Günstigeres suchen" — Adjektiv im Komparativ, substantiviert mit „etwas". - Relativsatz mit Präposition: „Welche Hautcreme für mein Gesicht am besten ist" — indirekter Fragesatz als Nebensatz.

Nützliche Wendungen: - „Haben Sie kurz Zeit, mich zu beraten?" — Do you have a moment to advise me? (Höfliche Bitte um Hilfe im Geschäft) - „Dann habe ich hier genau das Richtige." — Then I have just the right thing. (Empfehlung der Verkäuferin) - „So viel möchte ich wirklich nicht ausgeben." — I really don't want to spend that much. (Über den Preis verhandeln)

Verständnisfragen: 1. Was für eine Creme sucht die Kundin? 2. Warum nimmt sie die erste Creme nicht? 3. Warum entscheidet sie sich für die kleine Dose?


Dialog 2: Bestellung kommt zu spät — telefonische Beschwerde

Thema: Marco vom Sportgeschäft ruft bei der Druckerei an, weil die bestellten Mannschaftstrikots nicht geliefert wurden. Es stellt sich heraus, dass er den falschen Liefertermin angegeben hat.

Quelle: Video ab 5:32

Julia: Textildruckerei Weber, guten Tag. Julia Meer am Apparat.

Marco: Julia, gut, dass ich dich erreiche. Ich bin's, Marco, vom Sportgeschäft „Sportfreunde". Du, ich habe ein großes Problem. Du musst mir unbedingt helfen.

Julia: Ja, was ist denn los, Marco? Wie kann ich dir helfen?

Marco: Also, ich habe letzte Woche 35 bedruckte T-Shirts für unseren Fußballclub bei dir bestellt. Die Trikots sollten ursprünglich bis letzte Woche Mittwoch ankommen. Bis jetzt habe ich die Mannschaftstrikots aber noch nicht bekommen. Kannst du mir bitte sagen, was da passiert ist?

Julia: Einen Moment, ich schaue mal schnell nach. Also, ich sehe deine Bestellung hier — und du hast den Liefertermin auf nächste Woche gelegt.

Marco: Oh nein, das ist mein Fehler! Weißt du, die Mannschaft hat diesen Samstag ein wichtiges Spiel, und deshalb kommen auch Fotografen von der lokalen Zeitung. Wenn die Spieler ihre Mannschaftstrikots nicht tragen können, dann...

Julia: Warte mal. Okay, ich kann dir die T-Shirts Donnerstagabend fertig machen, aber du musst zu uns kommen und sie mitnehmen. Mit der Post kommen sie bis Samstag bestimmt nicht mehr an.

Marco: Ja, ich danke dir sehr! Ich bin gegen 18 Uhr da.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Druckerei, -en printing company B1
bedruckt printed (on fabric) B1
das Trikot, -s jersey / team shirt B1
der Liefertermin, -e delivery date B1
ursprünglich originally B1
nachschauen to look up / check B1
die Bestellung, -en order B1
ankommen (kommt an) to arrive A2
mitnehmen (nimmt mit) to take along / pick up A2
fertig machen to finish / get ready B1

Grammatik im Dialog: - Modalverb im Präteritum: „Die Trikots sollten ursprünglich bis Mittwoch ankommen." — „sollten" drückt einen Plan aus, der nicht erfüllt wurde. - Konditionalsatz: „Wenn die Spieler ihre Trikots nicht tragen können, dann..." — reale Bedingung mit Konsequenz. - Trennbare Verben: „nachschauen", „ankommen", „mitnehmen" — Präfix trennt sich im Hauptsatz.

Nützliche Wendungen: - „Gut, dass ich dich erreiche." — Good that I reach you. (Erleichterung am Telefon) - „Kannst du mir bitte sagen, was da passiert ist?" — Can you tell me what happened? (Höfliche Beschwerde) - „Ich bin gegen 18 Uhr da." — I'll be there around 6 pm. (Termin vereinbaren)

Verständnisfragen: 1. Warum ruft Marco bei Julia an? 2. Wer hat den Fehler beim Liefertermin gemacht? 3. Welche Lösung schlägt Julia vor?


Dialog 3: Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt

Thema: Eine Kundin kauft frisches Obst und Gemüse am Marktstand. Sie fragt nach Herkunft, Reife und Preis.

Quelle: Video ab 10:12

Kundin: Guten Morgen! Sind die Erdbeeren von heute?

Verkäufer: Guten Morgen! Ja, die sind heute früh frisch vom Feld gekommen. Aus der Region, nicht aus dem Ausland.

Kundin: Sehr schön. Dann hätte ich gern eine Schale Erdbeeren. Und die Tomaten — sind die schon reif?

Verkäufer: Die großen Fleischtomaten sind perfekt reif. Die kleinen Kirschtomaten brauchen noch ein bis zwei Tage.

Kundin: Gut, dann nehme ich ein Kilo von den Fleischtomaten. Was kosten die Gurken?

Verkäufer: Die Stück-Gurken kosten 1,20 Euro das Stück. Oder möchten Sie lieber die kleineren Salatgurken? Die kosten 90 Cent.

Kundin: Ich nehme zwei Salatgurken. Ach, und haben Sie auch frische Kräuter? Ich brauche Basilikum und Petersilie.

Verkäufer: Basilikum habe ich leider nur noch als Topfpflanze. Aber die Petersilie kann ich Ihnen als Bund geben.

Kundin: Na gut, dann ein Bund Petersilie. Was macht das zusammen?

Verkäufer: Die Erdbeeren 3,50, die Tomaten 2,80, zwei Gurken 1,80 und die Petersilie 1,20 — das macht zusammen 9,30 Euro.

Kundin: Hier sind zehn Euro. Stimmt so.

Verkäufer: Vielen Dank! Schönen Tag noch!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Wochenmarkt, -märkte weekly market B1
die Schale, -n punnet / tray B1
reif ripe B1
die Fleischtomate, -n beefsteak tomato B1
die Gurke, -n cucumber A2
die Kräuter (Pl.) herbs B1
das Basilikum basil B1
die Petersilie parsley B1
das Bund, -e bunch (of herbs) B1
Stimmt so. Keep the change. A2

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (höfliche Bestellung): „Dann hätte ich gern eine Schale Erdbeeren." — höflicher als „Ich will..." - Brauchen + Akkusativ: „Die brauchen noch ein bis zwei Tage." — „brauchen" als Vollverb mit Zeitangabe. - Fragepronomen „Was": „Was kosten die Gurken?" / „Was macht das zusammen?" — Standardfragen beim Einkaufen.

Nützliche Wendungen: - „Sind die von heute?" — Are these from today? (Nach der Frische fragen) - „Was macht das zusammen?" — How much is that altogether? (Nach dem Gesamtpreis fragen) - „Stimmt so." — Keep the change. (Trinkgeld geben / aufrunden)

Verständnisfragen: 1. Woher kommen die Erdbeeren? 2. Warum nimmt die Kundin keine Kirschtomaten? 3. Wie viel Wechselgeld bekommt die Kundin?


Dialog 4: Falsche Lieferung — Online-Bestellung

Thema: Ein Kunde ruft beim Online-Shop an, weil er die falschen Artikel erhalten hat. Er möchte eine Lösung.

Mitarbeiterin: Kundenservice „ModeExpress", Sabine Hartmann, guten Tag. Was kann ich für Sie tun?

Kunde: Guten Tag, Frau Hartmann. Mein Name ist Yilmaz. Ich habe ein Problem mit meiner Bestellung. Ich habe letzte Woche zwei Pullover und eine Jeans bestellt, aber im Paket waren zwei Blusen und ein Rock. Das ist überhaupt nicht das, was ich bestellt habe.

Mitarbeiterin: Oh, das tut mir sehr leid, Herr Yilmaz. Das darf natürlich nicht passieren. Können Sie mir bitte Ihre Bestellnummer geben?

Kunde: Ja, einen Moment. Die Nummer ist MX-47832.

Mitarbeiterin: Danke, ich sehe die Bestellung. Sie haben tatsächlich zwei Pullover in Größe L und eine Jeans in Größe 34 bestellt. Da ist offensichtlich etwas im Lager schiefgelaufen.

Kunde: Und was passiert jetzt? Ich brauche die Sachen bis nächste Woche, weil ich auf Geschäftsreise fahre.

Mitarbeiterin: Ich schicke Ihnen die richtige Bestellung noch heute per Expresslieferung. Die sollte morgen oder übermorgen bei Ihnen sein. Die falschen Artikel können Sie kostenlos zurückschicken. Ich schicke Ihnen ein Rücksendeetikett per E-Mail.

Kunde: Gut, das klingt vernünftig. Muss ich die Rücksendung selbst zur Post bringen?

Mitarbeiterin: Sie können das Paket entweder zur Post bringen oder einen Abholtermin vereinbaren. Der Paketdienst kommt dann direkt zu Ihnen nach Hause.

Kunde: Dann vereinbare ich lieber einen Abholtermin. Vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Mitarbeiterin: Gern geschehen, Herr Yilmaz. Ich entschuldige mich nochmals für den Fehler. Haben Sie noch Fragen?

Kunde: Nein, das war alles. Auf Wiederhören.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Bestellnummer, -n order number B1
das Lager, - warehouse B1
schieflaufen (läuft schief) to go wrong B1
die Expresslieferung, -en express delivery B1
kostenlos free of charge B1
zurückschicken to send back / return B1
das Rücksendeetikett, -en return label B1
der Abholtermin, -e pick-up appointment B1
vereinbaren to arrange / agree on B1
offensichtlich obviously / apparently B1

Grammatik im Dialog: - Relativsatz: „Das ist überhaupt nicht das, was ich bestellt habe." — Relativsatz mit „was" nach „das". - Passiv-Ersatzform: „Da ist etwas schiefgelaufen." — Zustandsbeschreibung mit „ist + Partizip II". - Modalverb + Infinitiv: „Die falschen Artikel können Sie kostenlos zurückschicken." — „können" zeigt Möglichkeit.

Nützliche Wendungen: - „Das darf natürlich nicht passieren." — That must not happen, of course. (Sich für einen Fehler entschuldigen) - „Was passiert jetzt?" — What happens now? (Nach der Lösung fragen) - „Ich entschuldige mich nochmals für den Fehler." — I apologize again for the mistake. (Formelle Entschuldigung)

Verständnisfragen: 1. Was hat Herr Yilmaz bestellt und was hat er bekommen? 2. Wie löst die Mitarbeiterin das Problem? 3. Welche zwei Möglichkeiten hat Herr Yilmaz für die Rücksendung?


Dialog 5: Reklamation beim Friseur

Thema: Eine Kundin ist unzufrieden mit ihrem Haarschnitt und beschwert sich beim Friseur. Die Haare sind zu kurz und die Farbe stimmt nicht.

Quelle: Video ab 0:01

Kundin: Entschuldigung, aber ich bin mit dem Ergebnis wirklich nicht zufrieden.

Friseur: Oh, was gefällt Ihnen denn nicht?

Kundin: Erstens sind die Haare viel kürzer, als ich wollte. Ich hatte gesagt, nur die Spitzen schneiden — höchstens zwei Zentimeter. Jetzt fehlen bestimmt zehn Zentimeter!

Friseur: Hmm, das tut mir leid. Aber Ihre Haare hatten viele kaputte Spitzen. Ich musste etwas mehr abschneiden, damit es gesund aussieht.

Kundin: Ja, aber Sie hätten mich vorher fragen müssen! Und dann die Farbe — ich wollte ein warmes Blond, aber das sieht eher orange aus.

Friseur: Das kann passieren, wenn die Haare vorher schon gefärbt waren. Die Farbe verändert sich nach dem Waschen noch etwas. In ein paar Tagen sieht es besser aus.

Kundin: Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ich möchte, dass Sie die Farbe korrigieren. Und zwar ohne zusätzliche Kosten.

Friseur: Na gut, das kann ich verstehen. Kommen Sie bitte übermorgen nochmal vorbei. Dann ist die Farbe etwas abgesetzt und ich kann sie richtig anpassen. Das mache ich natürlich kostenlos.

Kundin: Gut, aber bitte nur die Farbe. An der Länge können Sie jetzt ja leider nichts mehr ändern.

Friseur: Nein, das stimmt. Es tut mir wirklich leid. Übermorgen machen wir das in Ordnung.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
das Ergebnis, -se result B1
die Spitzen (Pl.) tips / ends (of hair) B1
abschneiden (schneidet ab) to cut off B1
kaputt damaged / broken A2
färben to dye / colour B1
korrigieren to correct / fix B1
die Kosten (Pl.) costs B1
vorbeikommen (kommt vorbei) to come by / stop by B1
anpassen to adjust / adapt B1
zufrieden sein mit to be satisfied with B1

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Vorwurf): „Sie hätten mich vorher fragen müssen!" — Vergangenheitsform des Konjunktiv II drückt einen Vorwurf aus. - Komparativ im Vergleich: „Die Haare sind viel kürzer, als ich wollte." — Vergleich mit „als" nach Komparativ. - Temporaler Nebensatz: „...wenn die Haare vorher schon gefärbt waren." — Bedingung mit „wenn" + Plusquamperfekt.

Nützliche Wendungen: - „Ich bin mit dem Ergebnis nicht zufrieden." — I'm not satisfied with the result. (Unzufriedenheit ausdrücken) - „Sie hätten mich vorher fragen müssen!" — You should have asked me first! (Vorwurf machen) - „Und zwar ohne zusätzliche Kosten." — Without extra charge, mind you. (Forderung stellen)

Verständnisfragen: 1. Was sind die zwei Probleme der Kundin? 2. Warum hat der Friseur mehr abgeschnitten als vereinbart? 3. Wie lösen sie das Problem mit der Farbe?


Dialog 6: Handy-Vertrag kündigen — Hotline

Thema: Ein Kunde ruft bei der Mobilfunk-Hotline an, weil er seinen Vertrag kündigen möchte. Der Mitarbeiter versucht, ihn mit einem besseren Angebot zu überzeugen.

Quelle: Video ab 24:33

Mitarbeiter: MobilPlus Kundenservice, mein Name ist Becker. Wie kann ich Ihnen helfen?

Kunde: Guten Tag. Ich möchte meinen Vertrag kündigen. Meine Kundennummer ist 5589-7120.

Mitarbeiter: Einen Moment bitte, Herr... Fischer. Darf ich fragen, warum Sie kündigen möchten?

Kunde: Ich bin unzufrieden mit dem Preis. Ich zahle 39 Euro im Monat, und bei anderen Anbietern bekomme ich das Gleiche für 25 Euro.

Mitarbeiter: Ich verstehe. Ihr Vertrag läuft noch bis zum 31. August. Wenn Sie jetzt kündigen, müssten Sie trotzdem bis dahin bezahlen. Darf ich Ihnen ein Alternativangebot machen?

Kunde: Na gut, ich höre zu.

Mitarbeiter: Wir könnten Ihren Tarif auf 27 Euro monatlich senken. Dafür bekommen Sie sogar mehr Datenvolumen — 15 Gigabyte statt 10.

Kunde: Das klingt schon besser. Aber gibt es eine neue Mindestlaufzeit?

Mitarbeiter: Nein, der neue Tarif ist monatlich kündbar. Sie binden sich also nicht erneut für zwei Jahre.

Kunde: Okay, das ist fair. Dann nehme ich das Angebot an. Können Sie mir die Vertragsänderung bitte schriftlich per E-Mail bestätigen?

Mitarbeiter: Selbstverständlich. Sie bekommen die Bestätigung innerhalb der nächsten Stunde. Kann ich sonst noch etwas für Sie tun?

Kunde: Nein, das war alles. Vielen Dank, Herr Becker.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
kündigen to cancel (a contract) B1
die Kundennummer, -n customer number B1
der Anbieter, - provider B1
der Tarif, -e tariff / plan B1
das Datenvolumen data allowance B1
die Mindestlaufzeit, -en minimum contract period B1
kündbar cancellable B1
sich binden an (+ Akk.) to commit to B1
die Vertragsänderung, -en contract change B1
schriftlich in writing B1

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Vorschlag): „Wir könnten Ihren Tarif senken." — höflicher Vorschlag. - Konditionalsatz: „Wenn Sie jetzt kündigen, müssten Sie trotzdem bezahlen." — Bedingung mit Konsequenz. - Komparativ: „Das klingt schon besser." — Vergleich mit dem vorherigen Angebot.

Nützliche Wendungen: - „Darf ich fragen, warum...?" — May I ask why...? (Höfliche Nachfrage) - „Darf ich Ihnen ein Alternativangebot machen?" — May I make you an alternative offer? (Gegenangebot) - „Können Sie mir das schriftlich bestätigen?" — Can you confirm that in writing? (Sicherheit verlangen)

Verständnisfragen: 1. Warum möchte Herr Fischer seinen Vertrag kündigen? 2. Was bietet der Mitarbeiter als Alternative an? 3. Warum nimmt der Kunde das neue Angebot an?


Dialog 7: Umtausch im Bekleidungsgeschäft

Thema: Ein Kunde möchte eine Jacke umtauschen, weil die Größe nicht passt. Die Verkäuferin erklärt die Umtauschbedingungen.

Quelle: Video ab 11:47

Kunde: Guten Tag. Ich möchte diese Jacke gern umtauschen. Ich habe sie letzte Woche hier gekauft, aber die Größe passt leider nicht.

Verkäuferin: Guten Tag. Haben Sie den Kassenbon noch?

Kunde: Ja, hier bitte. Und die Jacke hat noch das Etikett dran.

Verkäuferin: Sehr gut. Welche Größe brauchen Sie denn?

Kunde: Die L ist zu eng an den Schultern. Ich bräuchte eine XL.

Verkäuferin: Lassen Sie mich kurz nachschauen... Leider haben wir die Jacke in XL nicht mehr auf Lager. Aber wir bekommen nächste Woche neue Ware.

Kunde: Nächste Woche? Das ist ungünstig. Kann ich dann nicht einfach mein Geld zurückbekommen?

Verkäuferin: Wir können Ihnen entweder einen Gutschein ausstellen oder das Geld erstatten. Für die Erstattung brauche ich allerdings Ihre Bankverbindung, weil Sie mit Karte bezahlt haben.

Kunde: Einen Gutschein nehme ich lieber nicht. Dann bitte die Erstattung. Hier ist meine EC-Karte.

Verkäuferin: Alles klar. Ich buche den Betrag auf Ihre Karte zurück. Das dauert zwei bis drei Werktage.

Kunde: Das ist in Ordnung. Danke für die Hilfe.

Verkäuferin: Gerne. Und wenn Sie möchten, rufe ich Sie an, sobald die Jacke in XL wieder da ist.

Kunde: Ja, das wäre nett. Meine Nummer ist 0176-5439821.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
umtauschen to exchange / return B1
der Kassenbon, -s receipt B1
das Etikett, -en label / tag B1
auf Lager haben to have in stock B1
der Gutschein, -e voucher / gift card B1
erstatten to refund B1
die Bankverbindung, -en bank details B1
zurückbuchen to refund (to account) B1
der Betrag, -äge amount B1
der Werktag, -e business day (Mon–Fri) B1

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Bedarf): „Ich bräuchte eine XL." — höflicher als „Ich brauche". - Temporaler Nebensatz mit „sobald": „...sobald die Jacke wieder da ist." — „sobald" = as soon as. - Entweder... oder: „Wir können Ihnen entweder einen Gutschein ausstellen oder das Geld erstatten." — Alternative ausdrücken.

Nützliche Wendungen: - „Haben Sie den Kassenbon noch?" — Do you still have the receipt? (Standardfrage beim Umtausch) - „Kann ich mein Geld zurückbekommen?" — Can I get my money back? (Erstattung verlangen) - „Ich buche den Betrag zurück." — I'll refund the amount. (Rückbuchung ankündigen)

Verständnisfragen: 1. Warum möchte der Kunde die Jacke umtauschen? 2. Warum kann die Verkäuferin nicht sofort eine andere Größe geben? 3. Wie bekommt der Kunde sein Geld zurück?


Dialog 8: Beschädigtes Paket — Beschwerde beim Kundenservice

Thema: Eine Kundin beschwert sich, weil ein Paket beschädigt angekommen ist und der Inhalt kaputt ist.

Quelle: Video ab 0:45

Mitarbeiter: Kundenservice „TechShop24", guten Tag. Mein Name ist Krause. Womit kann ich Ihnen helfen?

Kundin: Guten Tag. Ich habe gestern ein Paket von Ihnen bekommen und es war komplett beschädigt. Der Karton war eingedrückt und nass.

Mitarbeiter: Das ist natürlich sehr ärgerlich. Was war in dem Paket?

Kundin: Ein Tablet, das ich als Geschenk für meinen Sohn bestellt habe. Der Bildschirm hat einen Riss und das Ladekabel fehlt.

Mitarbeiter: Haben Sie Fotos vom beschädigten Paket und vom Gerät gemacht?

Kundin: Ja, ich habe gleich Fotos gemacht, als ich das Paket geöffnet habe. Soll ich die per E-Mail schicken?

Mitarbeiter: Ja, bitte an reklamation@techshop24.de. Außerdem brauche ich Ihre Bestellnummer und das Lieferdatum.

Kundin: Die Bestellnummer ist TS-90221 und geliefert wurde gestern, am 18. März.

Mitarbeiter: Vielen Dank. Wir haben zwei Möglichkeiten: Entweder schicken wir Ihnen ein neues Tablet zu, oder wir erstatten den vollen Betrag.

Kundin: Ich möchte bitte ein neues Tablet. Mein Sohn hat nächste Woche Geburtstag.

Mitarbeiter: Verstanden. Ich veranlasse den Versand noch heute. Das neue Gerät kommt per Expresslieferung, also spätestens übermorgen. Das beschädigte Gerät können Sie mit dem beiliegenden Rücksendeschein zurückschicken.

Kundin: Gut, vielen Dank. Und wer übernimmt die Versandkosten für die Rücksendung?

Mitarbeiter: Die gehen selbstverständlich auf unsere Kosten.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
beschädigt damaged B1
eingedrückt dented / crushed B1
der Riss, -e crack B1
das Ladekabel, - charging cable B1
die Reklamation, -en complaint / claim B1
veranlassen to arrange / initiate B1
der Rücksendeschein, -e return slip B1
die Versandkosten (Pl.) shipping costs B1
beiliegend enclosed / included B1
auf unsere Kosten at our expense B1

Grammatik im Dialog: - Temporaler Nebensatz mit „als": „...als ich das Paket geöffnet habe." — einmaliges Ereignis in der Vergangenheit. - Passiv Präteritum: „Geliefert wurde gestern." — Vorgang ohne Handelnden betonen. - Partizip I als Adjektiv: „das beiliegende Rücksendeschein" — Partizip I beschreibt etwas, das gleichzeitig passiert.

Nützliche Wendungen: - „Das ist natürlich sehr ärgerlich." — That is of course very annoying. (Verständnis für den Kunden zeigen) - „Ich veranlasse den Versand noch heute." — I'll arrange the shipment today. (Schnelle Lösung zusagen) - „Die gehen auf unsere Kosten." — We'll cover the costs. (Kosten übernehmen)

Verständnisfragen: 1. Was war das Problem mit dem Paket? 2. Warum braucht die Kundin das neue Tablet schnell? 3. Wer bezahlt die Rücksendung?


Dialog 9: Einkauf im Bioladen — Beratung

Thema: Eine Kundin kauft im Bioladen ein und fragt nach Alternativen für Milchprodukte, weil sie eine Laktoseintoleranz hat.

Quelle: Video ab 23:52

Kundin: Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich suche Alternativen zu normaler Milch. Ich habe eine Laktoseintoleranz.

Verkäufer: Natürlich. Wir haben eine große Auswahl. Am beliebtesten sind Hafermilch und Sojamilch. Die stehen hier im Regal links.

Kundin: Welche würden Sie empfehlen? Ich brauche sie hauptsächlich für den Kaffee.

Verkäufer: Für Kaffee empfehle ich die Hafer-Barista-Variante. Die lässt sich gut aufschäumen und schmeckt nicht so süß.

Kundin: Gut, die probiere ich mal. Und was ist mit Joghurt? Gibt es da auch etwas ohne Laktose?

Verkäufer: Ja, wir haben sowohl laktosefreien Joghurt aus Kuhmilch als auch pflanzliche Joghurts aus Kokos oder Soja. Darf ich fragen, wofür Sie den Joghurt brauchen?

Kundin: Ich esse morgens gern Müsli mit Joghurt.

Verkäufer: Dann empfehle ich den Kokosjoghurt. Der ist etwas cremiger und passt gut zu Obst und Müsli. Hier, probieren Sie mal — wir haben heute eine Verkostung.

Kundin: Oh, lecker! Der schmeckt wirklich gut. Den nehme ich. Haben Sie auch laktosefreien Käse?

Verkäufer: Ja, in der Kühltheke neben der Kasse. Wir haben Gouda, Emmentaler und Frischkäse — alles laktosefrei.

Kundin: Wunderbar. Dann nehme ich noch den Frischkäse. Vielen Dank für die tolle Beratung!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Bioladen, -läden organic shop B1
die Laktoseintoleranz lactose intolerance B1
die Hafermilch oat milk B1
aufschäumen to froth / foam B1
pflanzlich plant-based B1
die Verkostung, -en tasting / sampling B1
cremig creamy B1
die Kühltheke, -n refrigerated counter B1
laktosefrei lactose-free B1
empfehlen (empfiehlt) to recommend B1

Grammatik im Dialog: - Reflexivverb + lassen: „Die lässt sich gut aufschäumen." — Passiv-Ersatz: „kann gut aufgeschäumt werden." - Sowohl... als auch: „...sowohl laktosefreien Joghurt als auch pflanzliche Joghurts." — Aufzählung mit zwei Optionen. - Imperativ (Sie-Form): „Probieren Sie mal!" — höfliche Aufforderung.

Nützliche Wendungen: - „Welche würden Sie empfehlen?" — Which one would you recommend? (Nach einer Empfehlung fragen) - „Den probiere ich mal." — I'll try that one. (Bereitschaft zum Ausprobieren) - „Vielen Dank für die tolle Beratung!" — Thank you for the great advice! (Sich für Hilfe bedanken)

Verständnisfragen: 1. Warum sucht die Kundin Alternativen zu normaler Milch? 2. Welche Milch empfiehlt der Verkäufer für Kaffee und warum? 3. Wie kann die Kundin den Kokosjoghurt probieren?


Dialog 10: Reklamation im Restaurant

Thema: Ein Gast beschwert sich im Restaurant über das Essen. Der Kellner reagiert professionell und bietet eine Lösung an.

Quelle: Video ab 19:52

Gast: Entschuldigung, könnte ich bitte mit dem Kellner sprechen?

Kellner: Ja, das bin ich. Stimmt etwas nicht?

Gast: Also, ich habe das Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat bestellt, aber das Schnitzel ist leider innen noch roh. Schauen Sie mal.

Kellner: Oh, das sehe ich. Das tut mir wirklich leid. Das hätte nicht passieren dürfen.

Gast: Und der Kartoffelsalat ist viel zu salzig. Ich habe schon drei Gläser Wasser getrunken.

Kellner: Ich entschuldige mich vielmals. Ich bringe Ihnen sofort ein neues Schnitzel und einen frischen Kartoffelsalat. Möchten Sie in der Zwischenzeit vielleicht einen Salat als Vorspeise? Der geht natürlich aufs Haus.

Gast: Ja, gerne. Aber wie lange dauert das neue Schnitzel? Wir haben nämlich um 20 Uhr Theaterkarten.

Kellner: Ich sage in der Küche Bescheid, dass es eilig ist. In zehn Minuten steht das Essen auf dem Tisch. Und als Entschuldigung berechnen wir Ihnen das Hauptgericht nicht.

Gast: Das finde ich fair. Vielen Dank, dass Sie das so schnell lösen.

Kellner: Das ist selbstverständlich. Wir möchten, dass Sie zufrieden sind. Ich bin gleich wieder da.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
roh raw / undercooked B1
salzig salty A2
sich entschuldigen to apologize B1
die Vorspeise, -n starter / appetizer B1
aufs Haus gehen to be on the house B1
eilig urgent B1
berechnen to charge B1
das Hauptgericht, -e main course B1
lösen to solve / resolve B1
selbstverständlich of course / naturally B1

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Vergangenheit): „Das hätte nicht passieren dürfen." — Vorwurf in der Vergangenheit. - Finalsatz mit „dass": „Ich sage Bescheid, dass es eilig ist." — Zweck/Information weitergeben. - Reflexivpronomen: „Ich entschuldige mich vielmals." — Reflexivverb in der formellen Beschwerde.

Nützliche Wendungen: - „Das hätte nicht passieren dürfen." — That shouldn't have happened. (Starkes Eingeständnis eines Fehlers) - „Das geht aufs Haus." — That's on the house. (Kostenlose Leistung als Entschuldigung) - „Wir berechnen Ihnen das nicht." — We won't charge you for that. (Preisnachlass als Entschädigung)

Verständnisfragen: 1. Was sind die zwei Probleme mit dem Essen? 2. Warum muss es mit dem neuen Essen schnell gehen? 3. Was bekommt der Gast als Entschuldigung?


Dialog 11: Abendessen planen und einkaufen

Thema: Ein Paar plant das Abendessen und bespricht, was sie aus dem Kühlschrank und dem Vorrat kochen können.

Quelle: Video ab 9:29

A: Wollen wir noch etwas essen, bevor der Boxkampf beginnt, den du sehen willst?

B: Ja, gern. Wollen wir die Pizza aufbacken, die im Gefrierfach ist?

A: Nein, ich würde gern das Steak machen, das wir gestern gekauft haben. Oder willst du lieber den Rest Lasagne, der noch im Kühlschrank ist?

B: Dann bin ich für das Steak. Und was wollen wir dazu essen?

A: Vielleicht die Rosmarinkartoffeln, die wir letzte Woche schon einmal hatten? Die waren sehr lecker.

B: Ja, das können wir machen. Und dann würde ich noch die gedünsteten Karotten dazu machen, von denen du letztens geschwärmt hast.

A: Und was trinken wir?

B: Ich werde wohl mal das neue Bier probieren, von dem du so begeistert bist. Du auch?

A: Heute nicht. Holst du mir bitte eine Flasche Limo aus dem Kasten, der im Keller steht?

B: Geht klar. Ich gehe gleich runter.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
aufbacken to bake (from frozen) B1
das Gefrierfach, -fächer freezer compartment B1
der Rest, -e leftover / remainder A2
die Rosmarinkartoffeln (Pl.) rosemary potatoes B1
gedünstet steamed / braised B1
schwärmen von to rave about B1
begeistert sein von to be excited about B1
der Kasten, Kästen crate (of drinks) B1
die Limo (kurz für Limonade) lemonade / soft drink A2
Geht klar. Sure thing. / No problem. B1

Grammatik im Dialog: - Relativsätze (Kette): „Das Steak, das wir gestern gekauft haben" / „Die Kartoffeln, die wir letzte Woche hatten" — Relativpronomen im Akkusativ und Nominativ. - Präposition + Relativpronomen: „...von denen du geschwärmt hast" / „...von dem du begeistert bist" — Relativsätze mit Präposition. - Konjunktiv II (Wunsch): „Ich würde gern das Steak machen." — höfliche Präferenz.

Nützliche Wendungen: - „Dann bin ich für das Steak." — Then I'm in favour of the steak. (Zustimmung/Präferenz) - „Wollen wir...?" — Shall we...? (Gemeinsam etwas vorschlagen) - „Geht klar." — Sure thing. (Informelle Zustimmung)

Verständnisfragen: 1. Welche drei Optionen für das Abendessen werden besprochen? 2. Was gibt es als Beilagen zum Steak? 3. Warum geht B in den Keller?


Tipp: Lies die Dialoge laut vor und nimm dich dabei auf. Vergleiche deine Aussprache mit den Originalen. Achte besonders auf die Betonung bei Beschwerden und höflichen Bitten — der Ton macht die Musik!