Dialoge: Arbeit und Beruf (Teil 2)¶
Echte B1-Dialoge: Erster Arbeitstag, Vorstellungsgespräch, Karriere, Arbeitssicherheit.
Inhalt¶
- Erster Arbeitstag — Begrüßung und Einweisung
- Arbeitskleidung in der Kleiderkammer
- Das Team kennenlernen — Müllwerker
- Fahrertraining — Einführung
- Erster Tag im Hotel — Einweisung
- Krankmeldung per Telefon
- Schichttausch wegen krankem Kind
- Fehler in der Gehaltsabrechnung
- Reklamation — Heizung nach Wartung defekt
- Reklamation — Waschmaschinen-Lieferung
Dialog 1: Erster Arbeitstag — Begrüßung und Einweisung¶
Thema: Eine neue Mitarbeiterin bei den städtischen Abfallbetrieben wird am ersten Arbeitstag vom Teamleiter begrüßt.
Quelle: Video ab 0:04
Tülin: Guten Tag! Mein Name ist Tülin Pamuk. Heute ist mein erster Arbeitstag.
Herr Lemmert: Guten Tag, Frau Pamuk! Herzlich willkommen. Ich bin Dieter Lemmert. Ich bin für die Planung der Teams und der Touren verantwortlich.
Tülin: Guten Tag, Herr Lemmert!
Herr Lemmert: Frau Pamuk, Sie arbeiten heute in einem Team mit Tim Strasser und Sami Abdul. Die Teams sind übrigens nicht jeden Tag gleich, aber das wissen Sie ja schon.
Tülin: Ja, das wusste ich.
Herr Lemmert: Gut. Dann brauchen Sie jetzt noch Ihre Sicherheitsschuhe und weitere Arbeitskleidung. Bitte gehen Sie in die Kleiderkammer — dort gibt Ihnen Frau Frese alles, was Sie brauchen. In etwas mehr als 25 Minuten fährt dann Ihr Fahrzeug ab, genau um 6:30 Uhr.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| herzlich willkommen | warm welcome | A2 |
| verantwortlich (für + Akk.) | responsible (for) | B1 |
| die Tour, -en | route / tour | B1 |
| die Sicherheitsschuhe (Pl.) | safety shoes | B1 |
| die Arbeitskleidung | work clothing / uniform | B1 |
| die Kleiderkammer | clothing storage room | B1 |
| abfahren (fährt ab) | to depart | A2 |
| übrigens | by the way | B1 |
Grammatik im Dialog: - Trennbares Verb im Nebensatz: „...dort gibt Ihnen Frau Frese alles, was Sie brauchen." — Relativsatz mit „was". - Präteritum (wissen): „Ja, das wusste ich." — Umgangssprachliche Bestätigung im Präteritum. - Trennbares Verb: „Ihr Fahrzeug fährt ab" — „abfahren" wird im Hauptsatz getrennt.
Nützliche Wendungen: - „Ich bin für ... verantwortlich." — I am responsible for... (Sich vorstellen im Beruf) - „Das wusste ich." — I knew that. (Bestätigung geben) - „Herzlich willkommen!" — Warm welcome! (Offizielle Begrüßung)
Verständnisfragen: 1. Mit wem arbeitet Tülin heute im Team? 2. Was muss Tülin noch in der Kleiderkammer holen? 3. Um wie viel Uhr fährt das Fahrzeug ab?
Dialog 2: Arbeitskleidung in der Kleiderkammer¶
Thema: Tülin bekommt ihre Arbeitskleidung und Sicherheitsausrüstung und erfährt die Sicherheitsvorschriften.
Quelle: Video ab 1:49
Tülin: Guten Tag, Frau Frese. Ich bin Tülin Pamuk. Ich soll hier meine Arbeitskleidung bekommen.
Frau Frese: Ah ja, die neue Mitarbeiterin! Willkommen! Ich suche Ihnen mal eine Hose und ein Oberteil raus. Welche Schuhgröße haben Sie?
Tülin: 38.
Frau Frese: Oh, hoffentlich finde ich da ein passendes Paar. Es arbeiten ja noch nicht so viele Frauen hier.
Tülin: Wissen Sie, meine eigenen Schuhe kann ich ja nicht anlassen, oder?
Frau Frese: Nein, denn es müssen unsere speziellen Sicherheitsschuhe sein. Zur Not sind sie dann heute ein kleines bisschen zu groß, und Sie bekommen morgen die passende Größe. So, hier sind auch Oberteil, Jacke, Hose — und ganz wichtig: die Arbeitshandschuhe! Die Arbeitshandschuhe müssen Sie immer tragen. Probieren Sie das hier mal an.
Tülin: Passt sehr gut!
Frau Frese: Und hier habe ich ein Paar Schuhe in Größe 39. Ich hoffe, das geht für heute. Ach, und bitte ziehen Sie Ihren Schmuck aus — besonders an den Händen und Armen ist das wichtig. Das gehört auch zu den Sicherheitsvorschriften. Sie bekommen gleich einen Schrank für Ihre ganzen Sachen. Moment, ich hole den Schlüssel dafür.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Arbeitshandschuhe (Pl.) | work gloves | B1 |
| die Sicherheitsvorschriften (Pl.) | safety regulations | B1 |
| anlassen (lässt an) | to keep on (clothing) | B1 |
| raussuchen | to pick out / find | B1 |
| anprobieren | to try on | A2 |
| zur Not | if need be / in a pinch | B1 |
| der Schmuck | jewelry | A2 |
| ausziehen (zieht aus) | to take off (clothing/jewelry) | A2 |
Grammatik im Dialog: - Modalverb „müssen": „Die Arbeitshandschuhe müssen Sie immer tragen." — Pflicht/Vorschrift. - Trennbares Verb: „Ich suche Ihnen mal eine Hose raus." — „raussuchen" getrennt im Hauptsatz. - „zur Not" + Konditionalbedeutung: „Zur Not sind sie dann heute ein kleines bisschen zu groß." — Lösung für den Notfall.
Nützliche Wendungen: - „Welche Schuhgröße haben Sie?" — What shoe size are you? (Praktische Frage) - „Probieren Sie das hier mal an." — Try this on. (Aufforderung) - „Das gehört zu den Sicherheitsvorschriften." — That's part of the safety regulations. (Regel erklären)
Verständnisfragen: 1. Warum ist es schwierig, passende Schuhe für Tülin zu finden? 2. Was muss Tülin immer bei der Arbeit tragen? 3. Warum muss Tülin ihren Schmuck ausziehen?
Dialog 3: Das Team kennenlernen — Müllwerker¶
Thema: Tülin lernt ihre neuen Kollegen Tim und Sami kennen und erfährt den Tagesablauf.
Quelle: Video ab 4:59
Tim: Hallo! Ich bin Tim. Wir duzen uns hier unter den Müllwerkern. Ist das okay für dich?
Tülin: Ja, natürlich! Tülin.
Sami: Und ich bin Sami. Ich bin heute der Fahrer. Du und Tim, ihr seid die Belader.
Tülin: Alles klar!
Sami: Wir fahren eine Tour, bis der LKW voll ist. Dann machen wir hier eine Pause. Anschließend fahren wir den Müll zu seinen unterschiedlichen Stationen, und danach kommt die zweite Tour.
Tim: Das weiß sie doch aus dem Training!
Tülin: Ja, den Ablauf kenne ich. Wie lange macht ihr nach der ersten Tour Pause?
Tim: Wir machen normalerweise eine halbe Stunde. Man hat ja ein Recht auf mindestens eine halbe Stunde, aber wir machen auch meistens nicht länger. Dann ist man am Nachmittag früher zu Hause.
Tülin: Oh gut, das ist mir auch lieber so!
Sami: So, es ist gleich 6:30 Uhr. Los geht's! Komm mit, Tülin!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| duzen | to use the informal "du" | B1 |
| der Müllwerker, - | waste collection worker | B1 |
| der Belader, - | loader | B1 |
| der LKW (Lastkraftwagen) | truck | A2 |
| anschließend | afterwards / then | B1 |
| der Ablauf, -"e | process / procedure | B1 |
| ein Recht haben auf (+ Akk.) | to have a right to | B1 |
| normalerweise | normally / usually | B1 |
Grammatik im Dialog: - Temporaler Nebensatz mit „bis": „Wir fahren eine Tour, bis der LKW voll ist." — Zeitgrenze. - Unpersönliches „man": „Man hat ja ein Recht auf mindestens eine halbe Stunde." — Allgemeine Aussage. - „Das ist mir lieber": Komparativ + Dativ — persönliche Präferenz ausdrücken.
Nützliche Wendungen: - „Wir duzen uns hier." — We use first names / informal "du" here. (Arbeitskultur) - „Los geht's!" — Let's go! (Aufbruch) - „Das ist mir auch lieber so." — I also prefer it that way. (Zustimmung)
Verständnisfragen: 1. Welche Rolle hat Sami heute im Team? 2. Was passiert, wenn der LKW voll ist? 3. Wie lange dauert die Pause normalerweise?
Dialog 4: Fahrertraining — Einführung¶
Thema: Ein Trainer begrüßt neue Mitarbeiter und erklärt den Ablauf des Fahrertrainings bei einem Transportunternehmen.
Quelle: Video ab 9:33
Herr Reuten: Herzlich willkommen zum Start Ihres Fahrertrainings bei Nuria! Ich bin Adrian Reuten. Es freut mich, Sie alle hier begrüßen zu dürfen. Ein paar Worte zum Ablauf der nächsten Wochen: Wir treffen uns jeden Morgen um 8 Uhr in der Zentrale. Bitte vergessen Sie nicht, morgens mit Ihrer Chipkarte einzuchecken. Das Gerät befindet sich gleich neben der Eingangstür. Sie werden jeden Tag ein theoretisches und ein praktisches Training haben — das geht bis 17 Uhr. Mittags haben Sie eine Stunde Pause. Am besten bringen Sie Ihr eigenes Mittagessen mit. Sie haben die Möglichkeit, hier im Pausenraum zu essen. Gegen Ende des Trainings werden Sie auch Prüfungen ablegen — zum Beispiel für die Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung. Wir bereiten Sie auf alles gut vor und bitten Sie einfach, aufmerksam zu sein und immer Fragen zu stellen, wenn Sie welche haben. Haben Sie zum Beispiel jetzt noch Fragen zum Ablauf des Trainings?
Teilnehmer 1: Nein, im Moment ist alles klar.
Teilnehmer 2: Ja — könnten Sie wiederholen, wie diese Erlaubnis heißt, die wir am Ende bekommen?
Herr Reuten: Ja, die Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung. Eine offizielle Lizenz, die Sie für die Arbeit hier brauchen.
Teilnehmer 3: Bekommen wir von Ihnen Unterlagen zum theoretischen Training?
Herr Reuten: Ja, natürlich. Sie müssen nicht mitschreiben — wir haben alles für Sie zusammengefasst.
Teilnehmer 2: Könnten Sie bitte noch mal die Reihenfolge erklären? Haben wir jeden Tag zuerst theoretisches und dann praktisches Training?
Herr Reuten: Ja, das praktische Training beginnt immer nach der Mittagspause. Ist soweit alles klar?
Teilnehmer 1: Ja, ich habe alles verstanden.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| das Fahrertraining | driver training | B1 |
| die Chipkarte, -n | chip card / badge | B1 |
| einchecken | to check in | A2 |
| die Eingangstür, -en | entrance door | A2 |
| die Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung | passenger transport license | B1 |
| eine Prüfung ablegen | to take an exam | B1 |
| aufmerksam | attentive | B1 |
| zusammenfassen | to summarize | B1 |
| die Unterlagen (Pl.) | documents / materials | B1 |
| die Reihenfolge, -n | order / sequence | B1 |
Grammatik im Dialog: - Futur I (Vorhersage): „Sie werden jeden Tag ein Training haben." / „Sie werden Prüfungen ablegen." — Ankündigung zukünftiger Ereignisse. - Höfliche Bitte mit Konjunktiv II: „Könnten Sie wiederholen, wie...?" — Höfliche Frage. - Infinitiv mit „zu": „Bitte vergessen Sie nicht, morgens einzuchecken." — Aufforderung mit Infinitivkonstruktion.
Nützliche Wendungen: - „Könnten Sie das bitte wiederholen?" — Could you please repeat that? (Nachfragen) - „Im Moment ist alles klar." — Everything is clear for now. (Bestätigung) - „Haben Sie noch Fragen zum Ablauf?" — Do you have any more questions about the procedure? (Standardfrage in Schulungen)
Verständnisfragen: 1. Um wie viel Uhr beginnt das Training jeden Tag? 2. Was ist die „Erlaubnis zur Fahrgastbeförderung"? 3. Wann findet das praktische Training statt?
Dialog 5: Erster Tag im Hotel — Einweisung¶
Thema: Eine neue Mitarbeiterin wird am ersten Arbeitstag im Hotel herumgeführt und lernt die wichtigsten Räume und Regeln kennen.
Quelle: Video ab 14:05
Chefin: Herzlich willkommen an Ihrem ersten Arbeitstag, Frau Radu!
Frau Radu: Guten Tag! Vielen Dank.
Chefin: Schön, dass Sie so früh kommen konnten — noch früher als normalerweise.
Frau Radu: Ja, man muss früh aufstehen für die Arbeit im Hotel. Aber das bin ich gewohnt. Das ist kein Problem für mich.
Chefin: Das ist gut. Also, ich möchte Ihnen das Wichtigste hier zeigen, bevor Ihre Kollegin kommt und Sie zusammen mit der Arbeit beginnen können.
Frau Radu: Ja, gern!
Chefin: Hier links ist der Personalraum. Da können Sie sich umziehen und Pause machen. Sie bekommen auch noch einen eigenen Schrank. Der Schlüssel ist in meinem Büro — den gebe ich Ihnen nachher.
Frau Radu: Gut.
Chefin: Und bekomme ich dann auch die Arbeitskleidung?
Frau Radu: Ja, die bekommen Sie in der Kleiderkammer. Das zeige ich Ihnen auch gleich noch. Alle hier im Hotel tragen eine ähnliche Hoteluniform. Und weil Sie in der Küche arbeiten, bekommen Sie zusätzlich noch eine Mütze und eine Schürze. Das ist also unsere Küche — Ihr Hauptarbeitsbereich. Die Dinge, die Sie für das Frühstücksbuffet brauchen, sind vor allem in diesen beiden Kühlschränken. Frau Dias, Ihre Kollegin, wird Ihnen außerdem gleich eine Einweisung in die Hygiene- und Sicherheitsvorschriften geben. Auch den Fluchtweg wird sie Ihnen zeigen, falls es brennt. Aber hier ist erstmal der Frühstücksraum — da vorne stehen die Tische, auf denen wir das Frühstücksbuffet präsentieren. Ach, und da kommt auch schon Frau Dias! Dann kann ich Sie ihr gleich vorstellen.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| der Personalraum | staff room | B1 |
| sich umziehen | to change clothes | A2 |
| die Hoteluniform, -en | hotel uniform | B1 |
| die Schürze, -n | apron | B1 |
| der Hauptarbeitsbereich, -e | main work area | B1 |
| die Einweisung, -en | introduction / briefing | B1 |
| die Hygienevorschriften (Pl.) | hygiene regulations | B1 |
| der Fluchtweg, -e | emergency escape route | B1 |
| das Frühstücksbuffet, -s | breakfast buffet | A2 |
| gewohnt sein | to be used to | B1 |
Grammatik im Dialog: - Temporaler Nebensatz mit „bevor": „...bevor Ihre Kollegin kommt und Sie zusammen beginnen können." — Reihenfolge. - Kausaler Nebensatz mit „weil": „Weil Sie in der Küche arbeiten, bekommen Sie eine Schürze." — Begründung. - Relativsatz: „Die Dinge, die Sie für das Frühstücksbuffet brauchen, sind in diesen Kühlschränken." — Beschreibung.
Nützliche Wendungen: - „Das bin ich gewohnt." — I'm used to that. (Erfahrung zeigen) - „Das zeige ich Ihnen gleich." — I'll show you in a moment. (Ankündigung) - „Schön, dass Sie so früh kommen konnten." — Nice that you could come so early. (Höfliches Lob)
Verständnisfragen: 1. In welchem Bereich des Hotels arbeitet Frau Radu? 2. Was bekommt Frau Radu zusätzlich zur normalen Hoteluniform? 3. Wer gibt Frau Radu die Einweisung in die Sicherheitsvorschriften?
Dialog 6: Krankmeldung per Telefon¶
Thema: Eine Mitarbeiterin ruft in der Personalabteilung an, um sich krankzumelden.
Quelle: Video ab 26:59
Frau Schneider: McBurger, Personalabteilung, Schneider, guten Tag.
Mia: Guten Morgen, Frau Schneider. Hier spricht Mia Radkova. Frau Schneider, ich bin krank und kann heute leider nicht zur Arbeit kommen.
Frau Schneider: Oh je, Frau Radkova! Ich höre schon, dass Sie erkältet sind. Danke für die zeitige Information. Wissen Sie schon, wie lange Sie wahrscheinlich nicht arbeiten können? Wir müssten dann nämlich eine Vertretung organisieren.
Mia: Nein, das kann ich im Moment noch nicht sagen. Ich gehe heute zum Arzt, dann weiß ich mehr. Aber hoffentlich ist es einfach nur eine Erkältung.
Frau Schneider: Okay. Bitte geben Sie Bescheid, wenn Sie beim Arzt waren. Sie wissen ja: Ab dem dritten Krankheitstag brauchen wir ein Attest vom Arzt. Das ist die sogenannte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
Mia: Ja, das weiß ich. Ich gehe noch heute zum Arzt.
Frau Schneider: Dann erstmal gute Besserung, Frau Radkova!
Mia: Vielen Dank. Auf Wiederhören!
Frau Schneider: Auf Wiederhören!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Personalabteilung, -en | human resources department | B1 |
| sich krank melden | to call in sick | B1 |
| erkältet sein | to have a cold | A2 |
| die Vertretung, -en | substitute / replacement | B1 |
| der Krankheitstag, -e | sick day | B1 |
| das Attest, -e | medical certificate | B1 |
| die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung | certificate of incapacity for work | B1 |
| Bescheid geben | to let someone know | B1 |
| zeitig | timely / early | B1 |
Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Notwendigkeit): „Wir müssten dann eine Vertretung organisieren." — Höfliche Notwendigkeit. - Temporaler Nebensatz mit „wenn": „Bitte geben Sie Bescheid, wenn Sie beim Arzt waren." — Zeitpunkt in der Zukunft. - „Ab dem dritten Tag": Präposition „ab" + Dativ — zeitlicher Startpunkt.
Nützliche Wendungen: - „Hier spricht..." — This is... speaking. (Am Telefon) - „Bitte geben Sie Bescheid." — Please let us know. (Um Information bitten) - „Gute Besserung!" — Get well soon! (Standardwunsch)
Verständnisfragen: 1. Warum ruft Mia bei Frau Schneider an? 2. Ab welchem Tag braucht man ein Attest vom Arzt? 3. Was ist eine „Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung"?
Dialog 7: Schichttausch wegen krankem Kind¶
Thema: Eine Mitarbeiterin bittet ihre Vorgesetzte darum, die Schichten zu tauschen, weil ihr Kind krank ist.
Quelle: Video ab 30:04
Frau Jonas: Städtische Abfallbetriebe, Jonas am Apparat.
Tülin: Guten Tag! Hallo, Frau Jonas. Hier spricht Tülin Pamuk. Leider ist meine Tochter immer noch krank. Nachmittags kann ihr Vater bei ihr sein. Ich habe eine Frage: Ich würde gern meine Schichten von Montag bis Mittwoch mit Tim Wendt tauschen. Es wäre gut, wenn ich am Nachmittag arbeiten könnte, damit ich mich vormittags um meine Tochter kümmern kann.
Frau Jonas: Ja, das können wir machen, wenn Herr Wendt einverstanden ist. Haben Sie ihn schon gefragt?
Tülin: Nein, noch nicht. Aber ich werde ihn gleich fragen.
Frau Jonas: Gut. Dann sagen Sie mir bitte Bescheid. Falls Herr Wendt keine Zeit hat, kann sicherlich jemand anderes mit Ihnen tauschen. Das kriegen wir hin!
Tülin: Gute Besserung für Ihre Tochter!
Frau Jonas: Vielen Dank! Auf Wiederhören!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Schicht, -en | shift (work) | B1 |
| tauschen | to swap / exchange | B1 |
| einverstanden sein | to agree / be okay with | B1 |
| sich kümmern um (+ Akk.) | to take care of | B1 |
| hinkriegen (ugs.) | to manage / work out | B1 |
| am Apparat | speaking (on the phone) | B1 |
| sicherlich | certainly / surely | B1 |
Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Wunsch): „Ich würde gern meine Schichten tauschen." / „Es wäre gut, wenn..." — Höfliche Bitte. - Finalsatz mit „damit": „...damit ich mich vormittags um meine Tochter kümmern kann." — Zweck/Absicht. - Konditionalsatz mit „falls": „Falls Herr Wendt keine Zeit hat, kann jemand anderes tauschen." — Alternative.
Nützliche Wendungen: - „Das kriegen wir hin." — We'll manage that. (Zusicherung) - „Ich würde gern ... tauschen." — I would like to swap... (Höfliche Bitte) - „...am Apparat." — ...speaking. (Telefonische Begrüßung)
Verständnisfragen: 1. Warum möchte Tülin ihre Schichten tauschen? 2. Was ist die Bedingung für den Schichttausch? 3. Was passiert, wenn Tim Wendt nicht einverstanden ist?
Dialog 8: Fehler in der Gehaltsabrechnung¶
Thema: Ein Mitarbeiter ruft in der Personalabteilung an, weil er einen Fehler in seiner Gehaltsabrechnung gefunden hat.
Quelle: Video ab 32:09
Frau Tillich: Tillich, guten Tag.
Herr Kadir: Guten Tag, Frau Tillich. Hier spricht Kasim Kadir.
Frau Tillich: Ah, Herr Kadir! Hallo. Wie kann ich Ihnen helfen?
Herr Kadir: Frau Tillich, ich habe heute meine Gehaltsabrechnung erhalten und einen Fehler gefunden.
Frau Tillich: Oh, wirklich? Welchen Fehler denn?
Herr Kadir: Die genommenen Urlaubstage sind nicht richtig. Dort steht, ich hätte schon 17 Urlaubstage genommen. Aber ich habe dieses Jahr erst 13 Tage von meinem Jahresurlaub genommen. Könnten Sie das bitte korrigieren?
Frau Tillich: Ich werde das noch heute prüfen und dann korrigieren. Tut mir leid — solche Fehler passieren manchmal.
Herr Kadir: Natürlich, das verstehe ich. Wenn Sie das korrigiert haben, bekomme ich dann eine neue Gehaltsabrechnung?
Frau Tillich: Ja, auf jeden Fall. Ich gebe Ihnen dann per E-Mail Bescheid und schicke Ihnen die Gehaltsabrechnung noch mal zu.
Herr Kadir: Vielen Dank! Auf Wiederhören!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Gehaltsabrechnung, -en | payslip / salary statement | B1 |
| der Urlaubstag, -e | vacation day | B1 |
| der Jahresurlaub | annual leave | B1 |
| korrigieren | to correct | B1 |
| prüfen | to check / verify | B1 |
| zuschicken | to send (to someone) | B1 |
| auf jeden Fall | definitely / in any case | B1 |
| per E-Mail | by email | A2 |
Grammatik im Dialog: - Konjunktiv I (indirekte Rede): „Dort steht, ich hätte schon 17 Urlaubstage genommen." — Wiedergabe einer schriftlichen Information. - Temporaler Nebensatz mit „wenn": „Wenn Sie das korrigiert haben, bekomme ich dann...?" — Zeitliche Bedingung (Perfekt im Nebensatz). - Höfliche Bitte mit Konjunktiv II: „Könnten Sie das bitte korrigieren?" — Standardformulierung.
Nützliche Wendungen: - „Wie kann ich Ihnen helfen?" — How can I help you? (Standardbegrüßung am Telefon) - „Tut mir leid, solche Fehler passieren manchmal." — Sorry, such mistakes happen sometimes. (Entschuldigung) - „Ich gebe Ihnen per E-Mail Bescheid." — I'll let you know by email. (Ankündigung)
Verständnisfragen: 1. Welchen Fehler hat Herr Kadir in seiner Gehaltsabrechnung gefunden? 2. Wie viele Urlaubstage hat er wirklich genommen? 3. Wie erfährt Herr Kadir, dass der Fehler korrigiert wurde?
Dialog 9: Reklamation — Heizung nach Wartung defekt¶
Thema: Eine Kundin ruft beim Wärmeservice an, weil ihre Heizung nach einer Wartung nicht mehr funktioniert.
Quelle: Video ab 5:41
Frau Morales: Endelle Wärmeservice, Sie sprechen mit Berta Morales.
Frau Paulsen: Hier ist Amanda Paulsen. Vor vier Tagen waren zwei Mitarbeiter Ihrer Firma hier. Sie haben die Heizung gewartet. Aber seit gestern geht gar nichts mehr — die Heizkörper werden nicht warm.
Frau Morales: Moment, ich rufe mal eben Ihren Auftrag hier im Computer auf. Haben Sie die Auftragsnummer?
Frau Paulsen: Ja, die Auftragsnummer ist die 304561.
Frau Morales: Die Monteure haben geschrieben, dass die Heizung nach der Wartung einwandfrei funktioniert hat. Und jetzt funktioniert sie nicht mehr?
Frau Paulsen: Nein, absolut nicht. Sie müssen so schnell wie möglich kommen. Ab morgen soll es noch kälter werden.
Frau Morales: Ja, klar. Passt Ihnen morgen früh um 8 Uhr?
Frau Paulsen: Ja, das passt. Danke, dass es so schnell geht!
Frau Morales: Auf Wiederhören!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Wartung, -en | maintenance / servicing | B1 |
| der Heizkörper, - | radiator | B1 |
| der Auftrag, -"e | order / job ticket | B1 |
| die Auftragsnummer, -n | order number | B1 |
| der Monteur, -e | technician / fitter | B1 |
| einwandfrei | flawlessly / perfectly | B1 |
| aufrufen (ruft auf) | to call up / retrieve | B1 |
| so schnell wie möglich | as quickly as possible | B1 |
Grammatik im Dialog: - Indirekte Rede: „Die Monteure haben geschrieben, dass die Heizung einwandfrei funktioniert hat." — Wiedergabe mit „dass"-Satz. - Komparativ: „Ab morgen soll es noch kälter werden." — Steigerung + „noch". - Temporale Präposition „seit": „Seit gestern geht gar nichts mehr." — Zeitraum bis zur Gegenwart.
Nützliche Wendungen: - „Sie sprechen mit..." — You are speaking with... (Geschäftliche Begrüßung) - „So schnell wie möglich." — As quickly as possible. (Dringlichkeit) - „Passt Ihnen morgen um 8 Uhr?" — Does tomorrow at 8 work for you? (Terminvorschlag)
Verständnisfragen: 1. Was haben die Monteure vor vier Tagen bei Frau Paulsen gemacht? 2. Was ist das Problem seit gestern? 3. Wann kommt der Monteur zur Reparatur?
Dialog 10: Reklamation — Waschmaschinen-Lieferung¶
Thema: Eine Mitarbeiterin einer Großwäscherei reklamiert defekte Waschmaschinen beim Lieferanten.
Quelle: Video ab 8:11
Herr Olivera: Lavam GmbH, Sie sprechen mit Michael Olivera. Was kann ich für Sie tun?
Frau Janke: Guten Tag! Hier ist Rebecca Janke von der Großwäscherei Braun. Sie haben vorgestern Waschmaschinen in unsere Filialen in Stuttgart und Böblingen geliefert.
Herr Olivera: Ja, richtig. Ich hoffe, die Ware ist gut angekommen.
Frau Janke: In Stuttgart ist alles in Ordnung. Aber in Böblingen wird das Wasser in vier Waschmaschinen nicht warm. Wir haben alles ausprobiert, aber es funktioniert einfach nicht.
Herr Olivera: Dann sollten wir einen Mitarbeiter vom Kundendienst zu Ihnen schicken.
Frau Janke: Ja, bitte — möglichst schnell!
Herr Olivera: Wir können schon für morgen einen Termin machen. Sagen wir um 10 Uhr?
Frau Janke: Morgen, Mittwoch? Ja, das passt. Wir erwarten Ihren Mitarbeiter.
Herr Olivera: Vielen Dank und auf Wiederhören!
Frau Janke: Auf Wiederhören!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Großwäscherei, -en | commercial laundry | B1 |
| die Filiale, -n | branch (of a business) | B1 |
| die Ware, -n | goods / merchandise | B1 |
| liefern | to deliver | B1 |
| der Kundendienst | customer service / support | B1 |
| ausprobieren | to try out | A2 |
| reklamieren | to make a complaint | B1 |
| möglichst schnell | as soon as possible | B1 |
Grammatik im Dialog: - Passiv (Vorgangspassiv): „Das Wasser wird nicht warm." — Zustandsbeschreibung (hier: werden + Adjektiv, kein echtes Passiv, aber wichtiges Muster). - Modalverb „sollten" (Vorschlag): „Dann sollten wir einen Mitarbeiter schicken." — Höflicher Vorschlag. - „Sagen wir..." (Vorschlag): „Sagen wir um 10 Uhr?" — Informeller Terminvorschlag.
Nützliche Wendungen: - „Was kann ich für Sie tun?" — What can I do for you? (Geschäftliche Begrüßung) - „Möglichst schnell, bitte." — As soon as possible, please. (Dringlichkeit höflich ausdrücken) - „Sagen wir um 10 Uhr?" — Shall we say 10 o'clock? (Terminvorschlag)
Verständnisfragen: 1. Was ist das Problem mit den Waschmaschinen in Böblingen? 2. Was schlägt Herr Olivera als Lösung vor? 3. Wann kommt der Kundendienst?
Zusammenfassung: Wichtige Wendungen aus allen Dialogen¶
| Situation | Wendung |
|---|---|
| Sich vorstellen | „Ich bin für ... verantwortlich." |
| Am Telefon | „Hier spricht..." / „...am Apparat." |
| Nachfragen | „Könnten Sie das bitte wiederholen?" |
| Krankmeldung | „Ich bin krank und kann heute nicht kommen." |
| Um etwas bitten | „Ich würde gern..." / „Könnten Sie bitte...?" |
| Zusicherung | „Das kriegen wir hin." |
| Dringlichkeit | „So schnell wie möglich." / „Möglichst schnell." |
| Termin vereinbaren | „Passt Ihnen morgen um ... Uhr?" |
| Entschuldigung | „Tut mir leid, solche Fehler passieren manchmal." |
| Abschluss | „Auf Wiederhören!" / „Gute Besserung!" |