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Dialoge: Sprache und Lernen

Echte B1-Dialoge und eine Grammatik-Lektion aus Hörübungen — bereinigt und kommentiert. Themen: Deutschkurs, Grammatik, Vokabeln, Prüfungsvorbereitung.

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Inhalt

  1. Konjunktiv II — Mini-Lektion
  2. Tipps zum Vokabellernen
  3. Warum Deutschland?
  4. Zum Studium nach Deutschland
  5. Medien und Sprache
  6. Gemeinsam lernen — Prüfungsstress
  7. Probleme in der Schule
  8. Der neue Kopierer
  9. Neue Nachbarn kennenlernen
  10. Umzug — Wichtige Sätze

Konjunktiv II — Mini-Lektion

Diese Lektion stammt aus einer Hörübung und erklärt den Konjunktiv II von haben, sein und den Modalverben.

Was ist der Konjunktiv II?

Der Konjunktiv II drückt irreale Situationen, Wünsche, höfliche Bitten und hypothetische Bedingungen aus.

Formen: würde + Infinitiv

Person Form
ich würde
du würdest
er/sie/es würde
wir würden
ihr würdet
sie/Sie würden

Formen: hätte / wäre

Person hätte wäre
ich hätte wäre
du hättest wärst
er/sie/es hätte wäre
wir hätten wären
ihr hättet wärt
sie/Sie hätten wären

Formen: Modalverben im Konjunktiv II

Modalverb Konjunktiv II
können könnte
müssen müsste
sollen sollte
wollen wollte
dürfen dürfte

1. Wünsche ausdrücken (würde + Infinitiv)

Realität Wunsch (Konjunktiv II)
Wir bleiben immer zu Hause. Wir würden gerne reisen.
Er tanzt nicht gut. Er würde gerne besser tanzen können.
Er wohnt bei seinen Eltern. Er würde lieber in eine eigene Wohnung ziehen.

Weitere Beispiele: - Ich würde gerne auf den Mond fliegen. Würdest du mitkommen? - Sie würden am liebsten alles kaufen, aber sie haben nicht genug Geld dabei. - Würdet ihr mir helfen?


2. Höfliche Bitten (könnte)

  • Könnten Sie mir bitte Geld wechseln?
  • Könnten Sie mir ein Glas Wasser geben?
  • Könnten Sie mir bitte mit dem Kinderwagen helfen?
  • Könnten Sie mir bitte sagen, wie spät es ist?

Tipp: „Könnten Sie...?" ist die höflichste Art, jemanden um etwas zu bitten.


3. Irreale Bedingungen (wenn ... Konjunktiv II)

Bedingung Folge
Wenn wir mehr verdienen würden, müssten wir nicht so viel arbeiten.
Wenn ich morgen nicht so früh aufstehen müsste, könnte ich heute Abend tanzen gehen.
Wenn ich ein großes Haus kaufen würde, müsste ich einen Kredit aufnehmen.
Wenn wir zum Fußball gehen könnten, müssten wir das Zimmer nicht aufräumen.
Wenn das Haus einen Aufzug hätte, müsste ich die Treppe nicht benutzen.

4. Irreale Vergangenheit mit hätte / wäre

  • Ohne die Hilfe von meinem Bruder hätte ich keinen Führerschein.
  • Ohne die Unterstützung von meinen Eltern hätte ich kein Haus.
  • Wenn ich viel Geld hätte, könnte ich eine Weltreise machen.
  • Wenn sie ein Auto hätten, müssten sie nicht mit dem Fahrrad fahren.

5. Wünsche mit hätte / wäre

  • Hättest du gerne ein großes Haus?Ja, das hätte ich gerne.
  • Hättet ihr gerne ein zweites Kind?Darüber wären wir sehr glücklich.
  • Wo wärst du jetzt gerne?Ich wäre jetzt gerne am Meer.
  • Hättest du gerne eine größere Wohnung?Nein, ich hätte lieber ein Haus.

6. Ratschläge und Vorschläge

  • Es wäre gut, wenn du den Führerschein machen würdest.
  • Es wäre besser, wenn wir den Urlaub jetzt planen würden.

Merke: Die Struktur „Es wäre gut/besser, wenn..." eignet sich perfekt für höfliche Ratschläge.


Nützliche Vokabeln aus der Lektion:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Konjunktiv II subjunctive II (mood) B1
der Wunsch, Wünsche wish B1
die Bitte, -n request A2
die Bedingung, -en condition B1
der Ratschlag, Ratschläge piece of advice B1
irreal unreal / hypothetical B2
höflich polite B1
die Weltreise, -n trip around the world B1
der Kredit, -e loan / credit B1
der Aufzug, Aufzüge elevator / lift B1

Dialog 1: Tipps zum Vokabellernen

Thema: Zwei Freunde sprechen über Schwierigkeiten beim Deutschlernen und geben sich gegenseitig Tipps.

Quelle: Video ab 0:12

A (Nasser): Hallo Jakob, wie läuft dein Deutschkurs?

B (Jakob): Hallo Nasser! Ach, eigentlich bin ich ganz zufrieden. Ich lerne viel, und auch die Grammatik verstehe ich ganz gut. Aber mir fehlen oft Wörter, oder ich vergesse die Wörter immer wieder. Deshalb macht mir das Lesen von Texten oft keinen Spaß.

A: Du kannst vielleicht mit Karteikarten lernen. Das heißt, du schreibst jedes neue Wort auf eine Karte. Die Karten sortierst du dann nach Themen — wie zum Beispiel „Wohnen" oder „Essen". So kannst du sie systematisch lernen.

B: Gute Idee, danke! Wie war das Deutschlernen denn bei dir?

A: Am Anfang hatte ich immer Angst vor Fehlern beim Sprechen. Deshalb habe ich lieber gar nicht gesprochen. Aber mein Freund hat gesagt, ich soll einfach sprechen und keine Angst vor Fehlern haben. Und jetzt spreche ich einfach.

B: Und du hast keine Angst mehr vor Fehlern?

A: Nein. Ich denke, Sprechen ist wichtig, und man lernt viel besser.

B: Das finde ich auch. Natürlich machen wir Fehler, aber man kann sie nur durch Üben korrigieren. Das heißt, man muss viel sprechen und viel schreiben.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Deutschkurs, -e German course B1
die Karteikarte, -n flashcard B1
systematisch systematically B1
sortieren to sort / organize B1
die Angst vor (+ Dat.) fear of B1
der Fehler, - mistake / error A2
korrigieren to correct B1
vergessen (vergisst) to forget A2
üben to practise A2

Grammatik im Dialog: - Kausale Verknüpfung mit „deshalb": „Mir fehlen oft Wörter... Deshalb macht mir das Lesen keinen Spaß." — Hauptsatz + deshalb + Hauptsatz (Verb auf Position 2). - Imperativ-Ersatz mit „sollen": „Mein Freund hat gesagt, ich soll einfach sprechen." — Indirekte Aufforderung im Konjunktiv I / Indikativ. - Unpersönliches „man":Man kann sie nur durch Üben korrigieren." — Allgemeine Aussagen.

Nützliche Wendungen: - „Wie läuft dein Deutschkurs?" — How is your German course going? - „Gute Idee, danke!" — Good idea, thanks! (Auf einen Tipp reagieren) - „Man kann sie nur durch Üben korrigieren." — You can only correct them by practising.

Verständnisfragen: 1. Welches Problem hat Jakob beim Deutschlernen? 2. Was empfiehlt Nasser zum Vokabellernen? 3. Warum hat Nasser am Anfang nicht gesprochen?


Dialog 2: Warum Deutschland?

Thema: Ein Afghane erzählt, warum seine Familie nach Deutschland ausgewandert ist und wie die Entscheidung gefallen ist.

Quelle: Video ab 2:37

A (Interviewer): Herr Askim, erzählen Sie ein bisschen: Woher kommen Sie? Wo haben Sie früher gelebt?

B (Askim): Ich bin Afghane. Ich bin in Kabul geboren und habe in der Ukraine Radiotechnik studiert. Da, an der Universität in der Ukraine, habe ich meine Frau kennengelernt. Sie kommt aus der Ukraine und hat Russisch und Weltliteratur studiert. Sie hat für kurze Zeit als Russischlehrerin gearbeitet.

A: Und nach dem Studium?

B: Nach dem Studium sind wir nach Afghanistan gegangen. Ich habe eine gute Stelle bekommen. Meine Frau hat nicht gearbeitet — das war nicht möglich. Sie war zu Hause mit den Kindern. Ich hatte eine interessante Arbeit, aber die Situation war sehr schwierig und ist immer schwieriger geworden. Und meine Frau hatte immer Angst.

A: Und dann?

B: Dann haben wir gesagt: Wir müssen weggehen. Wir haben Verwandte und Freunde in Großbritannien, in den USA und in Deutschland. Ja, und dann haben wir uns für Deutschland entschieden.

A: Warum?

B: Ich weiß nicht genau, warum. Die Großmutter meiner Frau hat immer gesagt, dass Deutschland gut ist. Sie mochte Goethe und hat den Kindern deutsche Märchen erzählt. Ja, und dann haben uns unsere Verwandten in Deutschland geholfen. Deshalb sind wir nach Deutschland gegangen.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
auswandern to emigrate B1
die Verwandten (Pl.) relatives B1
sich entscheiden für (+ Akk.) to decide on B1
die Stelle, -n job / position B1
das Märchen, - fairy tale B1
die Großmutter, Großmütter grandmother A2
kennenlernen to get to know / meet A2
schwierig difficult B1
weggehen to leave / go away B1
die Weltliteratur world literature B2

Grammatik im Dialog: - Perfekt mit „sein": „Wir sind nach Afghanistan gegangen." — Bewegungsverben bilden das Perfekt mit sein. - Komparativ: „Die Situation ist immer schwieriger geworden." — Steigerung + werden. - Nebensatz mit „dass": „Die Großmutter hat immer gesagt, dass Deutschland gut ist." — Verb am Satzende.

Nützliche Wendungen: - „Erzählen Sie ein bisschen..." — Tell us a bit... (Interview einleiten) - „Wir haben uns für ... entschieden." — We decided on... (Entscheidungen ausdrücken) - „Deshalb sind wir nach Deutschland gegangen." — That's why we went to Germany.

Verständnisfragen: 1. Wo hat Herr Askim seine Frau kennengelernt? 2. Warum musste die Familie Afghanistan verlassen? 3. Warum hat sich die Familie für Deutschland entschieden?


Dialog 3: Zum Studium nach Deutschland

Thema: Zwei Personen erzählen, wie sie nach Deutschland gekommen sind — die eine zum Studium, der andere als Kind mit seinen Eltern.

Quelle: Video ab 9:44

A (Lucia): Und woher kommst du, Lucia?

B (Lucia): Ich komme aus Argentinien. Ich bin in Bahia Blanca geboren. Vor vier Jahren bin ich zum Studium nach Deutschland gekommen.

A: Wow, wie hast du das geschafft?

B: Na ja, ich habe erst mal einen Sprachkurs an der Universität gemacht. Und ich bin auch mit dem Studium noch nicht fertig. Und du, Ismail?

C (Ismail): Ich bin in der Türkei geboren, aber meine Eltern haben ihre Heimat verlassen. Sie haben in Deutschland Arbeit gesucht.

B: Wann war das?

C: Das war vor über 35 Jahren. Ich bin in Deutschland zur Schule gegangen.

B: Das war am Anfang bestimmt schwierig, oder?

C: Ja, die Situation war nicht einfach. Aber ich glaube, für mich und meinen Bruder war es leichter als für meine Eltern.

B: Warum?

C: Wir haben schnell Deutsch gelernt und auch schnell Freunde gefunden. Wir haben den ganzen Tag mit den anderen Kindern auf der Straße Fußball gespielt.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
das Studium studies / university degree B1
der Sprachkurs, -e language course B1
schaffen to manage / achieve B1
die Heimat homeland B1
verlassen (verlässt) to leave (a place) B1
der Anfang, Anfänge beginning A2
leichter als easier than B1
erst mal first of all B1
fertig sein mit (+ Dat.) to be finished with B1

Grammatik im Dialog: - Komparativ mit „als": „Für mich war es leichter als für meine Eltern." — Vergleich. - Temporale Angabe: „Vor vier Jahren bin ich nach Deutschland gekommen." — „vor + Dativ" für Zeitangaben in der Vergangenheit. - Perfekt erzählend: Der gesamte Dialog nutzt Perfekt für vergangene Ereignisse — typisch für gesprochenes Deutsch.

Nützliche Wendungen: - „Wie hast du das geschafft?" — How did you manage that? (Bewunderung ausdrücken) - „Na ja, ich habe erst mal..." — Well, first I... (Etwas Schritt für Schritt erklären) - „Das war am Anfang bestimmt schwierig, oder?" — That must have been difficult at first, right?

Verständnisfragen: 1. Warum ist Lucia nach Deutschland gekommen? 2. Wann sind Ismails Eltern nach Deutschland gekommen? 3. Warum war es für Ismail leichter als für seine Eltern?


Dialog 4: Medien und Sprache

Thema: Freunde diskutieren über ihre Mediengewohnheiten — Fernsehen, Radio, Zeitung und Filme in der Originalsprache.

Quelle: Video ab 19:35

A: Habt ihr gestern den Tatort gesehen? Ich finde, dass es der beste Tatort seit Monaten war. Richtig spannend!

B: Ich mag keine Krimis. Ich kann danach meistens nicht gut schlafen.

C: Ich habe keinen Fernseher.

A: Wie? Aber...

C: Ich höre täglich Radio und lese eine Tageszeitung.

B: Zeitung? Liest du die Zeitung auf deinem Tablet?

C: Nein, auf Papier.

B: Also, das Fernsehen ist mir schon wichtig, weil ich gerne Quizsendungen sehe. Und Liebesfilme!

C: Ich leihe mir lieber DVDs, weil ich Filme gern in der Originalsprache anschaue.

B: Und wo schaust du die Filme denn dann — ohne Fernseher?

C: Auf meinem Laptop.

B: Aha, du hast also einen Computer?

C: Klar, was denkst du denn? Mit Internetanschluss!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Tatort German crime TV show B1
spannend exciting / thrilling B1
der Krimi, -s crime story / thriller B1
die Tageszeitung, -en daily newspaper B1
die Quizsendung, -en quiz show B1
sich (Dat.) leihen to borrow B1
die Originalsprache, -n original language B1
der Internetanschluss, -schlüsse internet connection B1
täglich daily B1

Grammatik im Dialog: - Nebensatz mit „weil": „Das Fernsehen ist mir wichtig, weil ich gerne Quizsendungen sehe." — Verb am Satzende. - Nebensatz mit „dass": „Ich finde, dass es der beste Tatort seit Monaten war." — Meinungsäußerung. - Reflexivpronomen im Dativ: „Ich leihe mir lieber DVDs." — sich (Dativ) + Akkusativobjekt.

Nützliche Wendungen: - „Ich finde, dass..." — I think that... (Meinung äußern) - „Das ist mir schon wichtig, weil..." — That is important to me because... - „Klar, was denkst du denn?" — Of course, what do you think? (Leicht überrascht reagieren)

Verständnisfragen: 1. Warum mag Person B keine Krimis? 2. Wie konsumiert Person C Medien ohne Fernseher? 3. Warum schaut Person C Filme lieber auf DVD?


Dialog 5: Gemeinsam lernen — Prüfungsstress

Thema: Zwei Schüler haben Prüfungsstress und beschließen, sich gegenseitig zu helfen: einer ist gut in Englisch, der andere in Mathe.

Quelle: Video ab 27:46

A (Silvia): Hi Christoph, wie geht's?

B (Christoph): Ja, nicht so gut. Ich schreibe in den nächsten zwei Wochen vier Arbeiten, und die sind wichtig. Wenn ich die nicht gut schreibe, bekomme ich kein gutes Abschlusszeugnis. Und wenn ich kein gutes Abschlusszeugnis bekomme, dann kann ich meine Ausbildung nicht anfangen.

A: Was willst du denn machen?

B: Ich will eine Ausbildung als Industriemechaniker machen. Da brauche ich gute Noten. Wenn ich in Technik eine Drei habe, bekomme ich die Stelle nicht. Und in der letzten Technikarbeit habe ich nur eine Vier geschrieben.

A: Aber du bist doch normalerweise gut in Technik! Was war denn los?

B: Ich hatte keine Zeit für die Schule. Ich habe immer Fußball gespielt. Und am Wochenende — na ja, ich habe nicht viel gelernt. Meine Eltern waren sauer. Jetzt will ich aber lernen. Wenn ich jetzt viel lerne, kann ich auch wieder eine Zwei schreiben. Technik ist kein Problem, aber Englisch... Mein Englisch ist so schlecht. Ich habe eine Vier bis Fünf.

A: Also, mit Englisch — da kann ich dir helfen! Wenn du willst, lernen wir zusammen. Vielleicht kannst du mir dann in Mathe helfen? Ich verstehe das oft nicht so gut, und du bist ja super.

B: Das weiß ich. Ich muss die nächste Mathearbeit gut schreiben — mindestens eine Drei, aber besser eine Zwei. Wenn ich das nicht schaffe, dann muss ich in den Ferien Nachhilfe machen. Das will ich nicht!

A: Okay, dann lernen wir zusammen! Wann fangen wir an?

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
das Abschlusszeugnis, -se final report card / diploma B1
die Ausbildung, -en vocational training B1
der Industriemechaniker, - industrial mechanic B1
die Note, -n grade / mark B1
die Arbeit (= Klassenarbeit) test / exam (school) B1
sauer sein (ugs.) to be annoyed / angry B1
die Nachhilfe tutoring / extra lessons B1
schaffen to manage / pass B1
anfangen (fängt an) to begin / start A2

Grammatik im Dialog: - Konditionalsätze (wenn):Wenn ich die nicht gut schreibe, bekomme ich kein gutes Abschlusszeugnis." — Nebensatz + Hauptsatz (Verb-Zweit). - Konjunktiv II (Vorschlag): „Dann lernen wir zusammen" / „Wann fangen wir an?" — Konkrete Verabredung nach einem Angebot. - Kettenbedingung: „Wenn X nicht, dann kein Y. Und wenn kein Y, dann kein Z." — Logische Kette von Konsequenzen.

Nützliche Wendungen: - „Was war denn los?" — What happened? (Nach einem Problem fragen) - „Da kann ich dir helfen!" — I can help you with that! - „Wann fangen wir an?" — When do we start? (Zusammenarbeit vorschlagen)

Verständnisfragen: 1. Warum ist ein gutes Abschlusszeugnis für Christoph so wichtig? 2. Warum waren seine Eltern sauer? 3. Wie wollen Silvia und Christoph sich gegenseitig helfen?


Dialog 6: Probleme in der Schule

Thema: Ein Vater trifft eine befreundete Lehrerin an der Schule und erzählt von den Problemen seiner Tochter Melia mit den Noten.

Quelle: Video ab 36:50

A (Lehrerin): Was machst du denn hier?

B (Vater): Richtig, du bist ja Lehrerin! Meine Kinder sind hier in der Schule. Tarik ist in der ersten und Melia in der dritten Klasse. Aber du bist nicht ihre Lehrerin, oder?

A: Nein, nein. Ich habe im Moment nur in der vierten Klasse Unterricht. Und warum bist du hier? Für einen Elternabend ist es noch ein bisschen früh.

B: Es gibt ein Problem mit Melia. Ich habe einen Termin mit ihrer Lehrerin — das ist Frau Schulz.

A: Und was ist mit Melia?

B: Sie war immer sehr gut in der Schule. Sie hat auch immer viel erzählt, wenn wir zusammen waren. Aber jetzt ist sie anders. Sie vergisst alles und hat keine Lust. Sie ist in der letzten Zeit einfach komisch. Und das nächste Zeugnis ist wichtig, wenn sie auf ein Gymnasium gehen soll.

A: Ja, genau. Das ist das Problem.

B: Meike — also meine Frau — möchte unbedingt, dass Melia aufs Gymnasium geht. Aber jetzt sind ihre Noten einfach nicht mehr so gut wie früher.

A: Aber eine Realschule ist doch auch in Ordnung. Und wenn Melia gerade eine schwierige Zeit hat, dann sind andere Dinge im Moment vielleicht wichtiger als die Schule und gute Noten.

B: Ja, du hast recht. Weißt du, ich hätte wirklich gerne mehr Zeit für sie.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Elternabend, -e parents' evening B1
das Zeugnis, -se report card B1
das Gymnasium, Gymnasien grammar school (academic track) B1
die Realschule, -n secondary school (practical track) B1
unbedingt absolutely / definitely B1
die Klasse, -n class / grade (school year) A2
der Unterricht lessons / teaching B1
komisch strange / odd B1
keine Lust haben to not feel like it B1

Grammatik im Dialog: - Nebensatz mit „dass": „Meike möchte, dass Melia aufs Gymnasium geht." — Wunsch + dass-Satz. - Konjunktiv II (Wunsch): „Ich hätte wirklich gerne mehr Zeit für sie." — Irrealer Wunsch. - Vergleich mit „wie": „Ihre Noten sind nicht mehr so gut wie früher." — Gleichheitsvergleich (verneint).

Nützliche Wendungen: - „Es gibt ein Problem mit..." — There is a problem with... - „Sie ist in der letzten Zeit einfach komisch." — She has just been strange lately. - „Andere Dinge sind im Moment vielleicht wichtiger." — Other things might be more important right now.

Verständnisfragen: 1. Warum hat der Vater einen Termin an der Schule? 2. Was hat sich bei Melia verändert? 3. Welche unterschiedlichen Meinungen haben der Vater und die Lehrerin zum Gymnasium?


Dialog 7: Der neue Kopierer

Thema: Ein Mitarbeiter hat Probleme mit dem neuen Kopierer, und ein Kollege erklärt ihm Schritt für Schritt, wie das Gerät funktioniert.

Quelle: Video ab 40:24

A (Mitarbeiter): Herr Harris, ich glaube, der neue Kopierer ist kaputt!

B (Herr Harris): Aber nein, er funktioniert sehr gut.

A: Aber ich kann keine Kopien machen! Der alte Kopierer war besser. Dieser Kopierer ist so kompliziert. Können Sie mir sagen, wo man ihn startet?

B: Ich erkläre Ihnen das gerne. Diese Taste ist die Starttaste.

A: Ach so! Ja, jetzt kommen Kopien. Aber so vieles ist anders...

B: Aber es ist nicht so schwer. Ich erkläre es Ihnen gerne. Der Kopierer hat drei Fächer für Papier. Diese Fächer sind für A4-Papier und dieses Fach ist für A3-Papier.

A: Okay, ich verstehe.

B: Aber dieser Kopierer hat noch so viele andere Tasten.

A: Ja, das stimmt. Wenn Sie noch Fragen haben, kommen Sie gerne zu mir.

B: Vielen Dank, Herr Harris!

A: Keine Ursache.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Kopierer, - copier / copy machine B1
kaputt broken A2
kompliziert complicated B1
die Taste, -n button / key B1
das Fach, Fächer compartment / tray B1
funktionieren to work / function A2
starten to start A2
erklären to explain B1
keine Ursache no problem / don't mention it B1

Grammatik im Dialog: - Demonstrativpronomen:Dieser Kopierer ist so kompliziert." / „Diese Fächer sind für A4." / „Dieses Fach ist für A3." — dieser/diese/dieses nach Genus. - Komparativ: „Der alte Kopierer war besser." — Unregelmäßiger Komparativ von „gut". - Höfliche Aufforderung: „Kommen Sie gerne zu mir." — Imperativ mit „Sie" + „gerne" für Freundlichkeit.

Nützliche Wendungen: - „Können Sie mir sagen, wo...?" — Can you tell me where...? (Höflich um Hilfe bitten) - „Ich erkläre Ihnen das gerne." — I'll gladly explain that to you. - „Keine Ursache." — Don't mention it. / No problem.

Verständnisfragen: 1. Was ist das Problem des Mitarbeiters? 2. Wie viele Papierfächer hat der neue Kopierer? 3. Was bietet Herr Harris am Ende an?


Dialog 8: Neue Nachbarn kennenlernen

Thema: Ein Ehepaar stellt sich als neue Nachbarn vor und wird sofort freundlich empfangen — man verabredet sich zum Teetrinken.

Quelle: Video ab 56:32

A (Neuer Nachbar): Guten Tag! Wir möchten uns vorstellen. Wir sind die neuen Nachbarn. Balbei ist unser Name. Das ist meine Frau.

B (Alter Nachbar): Guten Tag, freut mich, Sie kennenzulernen! Woher kommen Sie denn?

A: Jetzt kommen wir aus Köln. Meine Frau kommt aber aus Rumänien.

B: Rumänien! Wir wollten immer schon einmal nach Rumänien. Wir sehen immer im Fernsehen Reportagen über fremde Länder — das ist so interessant!

A: Ja, Rumänien ist ein wunderschönes Land. Wir haben viele Fotos. Vielleicht möchten Sie einmal kommen? Dann trinken wir einen Tee und zeigen Ihnen die Fotos.

B: Oh, wir möchten nicht stören. Sie haben jetzt bestimmt viel zu tun. Ein Umzug ist immer viel Arbeit!

A: Nein, nein, das geht schon. Wir freuen uns, wenn Sie kommen. Vielleicht am nächsten Wochenende?

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Nachbar, -n neighbour A2
sich vorstellen to introduce oneself B1
die Reportage, -n documentary / report B1
fremd foreign / unfamiliar B1
stören to disturb / bother B1
der Umzug, Umzüge move (house) B1
wunderschön beautiful / wonderful B1
sich freuen to be happy / glad A2
viel zu tun haben to have a lot to do B1

Grammatik im Dialog: - Reflexivverb: „Wir möchten uns vorstellen." — sich vorstellen (Akk.). - Konjunktiv II (Höflichkeit): „Wir wollten immer schon einmal nach Rumänien." — Wollten als höflichere Form. - Temporaler Nebensatz: „Wir freuen uns, wenn Sie kommen." — wenn-Satz für zukünftige Möglichkeit.

Nützliche Wendungen: - „Freut mich, Sie kennenzulernen!" — Pleased to meet you! - „Wir möchten nicht stören." — We don't want to bother you. - „Das geht schon." — It's fine. / That's okay. (Bedenken zerstreuen)

Verständnisfragen: 1. Woher kommen die neuen Nachbarn? 2. Warum interessieren sich die alten Nachbarn für Rumänien? 3. Was schlagen die neuen Nachbarn vor?


Dialog 9: Umzug — Wichtige Sätze

Thema: Wichtige Sätze rund um den Umzug in eine neue Wohnung — nützlich zum Nachsprechen und Einprägen.

Quelle: Video ab 1:02:31

Der Vermieter lässt die Wohnung renovieren. Die neuen Mieter machen den Umzug selbst. Sie legen die Teppiche auf den Boden. Sie transportieren die Möbel. Sie hängen die Bilder an die Wand. Sie stellen die Blumen ans Fenster. Aber die Lampen hängen sie nicht selbst auf — sie lassen die Lampen aufhängen. Zum Schluss stellen sie sich den Nachbarn vor.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Vermieter, - landlord B1
der Mieter, - tenant B1
renovieren to renovate B1
der Teppich, -e carpet / rug B1
die Möbel (Pl.) furniture A2
aufhängen to hang up B1
transportieren to transport B1
lassen (lässt) to have sth. done B1
zum Schluss finally / at the end B1

Grammatik im Dialog: - Wechselpräpositionen (Akk. = Bewegung): „Sie legen die Teppiche auf den Boden." / „Sie hängen die Bilder an die Wand." / „Sie stellen die Blumen ans Fenster." — Akkusativ bei Richtungsangabe (wohin?). - „lassen" + Infinitiv: „Der Vermieter lässt die Wohnung renovieren." / „Sie lassen die Lampen aufhängen." — Jemand anderes macht die Arbeit. - Reflexivverb + Dativ-Objekt: „Sie stellen sich den Nachbarn vor." — sich vorstellen + Dativ (wem?).

Nützliche Wendungen: - „Den Umzug selbst machen." — To do the move yourself. - „Sie lassen die Lampen aufhängen." — They have the lamps installed. (Etwas machen lassen) - „Zum Schluss stellen sie sich vor." — At the end, they introduce themselves.

Verständnisfragen: 1. Wer renoviert die Wohnung — die Mieter oder der Vermieter? 2. Was machen die Mieter nicht selbst? 3. Was machen die Mieter zum Schluss?


Zusammenfassung: Wichtige Redemittel

Über das Sprachenlernen sprechen

Deutsch English
Wie läuft dein Deutschkurs? How is your German course going?
Ich bin ganz zufrieden. I'm quite satisfied.
Mir fehlen oft die Wörter. I often lack the words.
Ich habe Angst vor Fehlern. I'm afraid of making mistakes.
Man lernt durch Üben. You learn by practising.
Ich muss die Prüfung gut schreiben. I have to do well on the exam.

Höfliche Bitten (Konjunktiv II)

Deutsch English
Könnten Sie mir bitte helfen? Could you please help me?
Ich hätte gerne... I would like...
Es wäre gut, wenn... It would be good if...
Würdest du mitkommen? Would you come along?

Sich vorstellen und kennenlernen

Deutsch English
Wir möchten uns vorstellen. We would like to introduce ourselves.
Freut mich, Sie kennenzulernen! Pleased to meet you!
Woher kommen Sie? Where are you from?
Erzählen Sie ein bisschen... Tell us a bit...

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