Dialoge: Freizeit und Verabredungen¶
Echte B1-Dialoge aus Hörübungen — bereinigt und kommentiert. Themen: Einladungen, Urlaub, Hobbys, Wochenende, Verabredungen.
Inhaltsverzeichnis¶
- Urlaubsfotos und Reiseplanung
- Türkei-Urlaub buchen
- Geschäftsreise nach Moskau
- Reise nach Japan planen
- Urlaubsplanung im Büro
- Autounfall vor dem Urlaub
- Tai-Chi als Hobby
- Computerkurs nach der Arbeit
- Erste-Hilfe-Kurs anmelden
- Mülltrennung in Deutschland
Dialog 1: Urlaubsfotos und Reiseplanung¶
Thema: Ein Paar schaut sich Urlaubsfotos an und plant einen neuen Strandurlaub in der Türkei.
Quelle: Video ab 1:03:02
A: Was machst du denn? B: Ich sehe mir die Fotos aus unserem letzten Urlaub an. Schaut mal, hier sind die Fotos aus dem Restaurant. Das ist die Kellnerin, die so gut Deutsch gesprochen hat. A: Und schau mal hier — das ist das Museum, das fast immer geschlossen war! B: Und dann dieses Foto: Das ist der Strand, der so toll war. So ruhig, und der Sand war so weiß und sauber. A: Hier ist noch ein Foto. Das sind die Nachbarn, die uns zum Essen eingeladen haben. B: Ja, es war wirklich ein schöner Urlaub. Ich möchte dieses Jahr auch wieder ans Meer. A: Ich würde auch gerne einmal die Türkei kennenlernen. Sollen wir nicht einen Strandurlaub in der Türkei machen? B: Ja, das würde ich auch gern machen! Sollen wir mal ins Reisebüro gehen? A: Gute Idee! Das machen wir — am liebsten gleich heute, nach dem Einkaufen.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| sich (Dat.) etwas ansehen | to look at something | B1 |
| der Strand, -e | the beach | A2 |
| geschlossen | closed | A2 |
| einladen (zu + Dat.) | to invite (to) | B1 |
| ans Meer fahren | to go to the sea | B1 |
| kennenlernen | to get to know | B1 |
| das Reisebüro, -s | the travel agency | B1 |
| der Strandurlaub, -e | the beach holiday | B1 |
Grammatik im Dialog: - Relativsätze: „die Kellnerin, die so gut Deutsch gesprochen hat" / „der Strand, der so toll war" — Relativpronomen richtet sich nach dem Genus des Bezugswortes. - Konjunktiv II (Wunsch): „Ich würde auch gerne die Türkei kennenlernen" — höflicher Wunsch oder Vorschlag. - Sollen + wir (Vorschlag): „Sollen wir mal ins Reisebüro gehen?" — typische Struktur für Vorschläge.
Nützliche Wendungen: - „Sollen wir nicht …?" — Shall we …? (making a suggestion) - „Das würde ich auch gern machen." — I'd love to do that too. - „Am liebsten gleich heute." — Preferably today / right away.
Verständnisfragen: 1. Was sehen sich die beiden an? 2. Was hat ihnen am Strand besonders gut gefallen? 3. Wohin möchten sie dieses Jahr in den Urlaub fahren?
Dialog 2: Türkei-Urlaub buchen¶
Thema: Ein Mann bucht im Reisebüro eine zweiwöchige Reise in die Türkei für sich und seine Frau.
Quelle: Video ab 1:07:24
A: Guten Tag! Nehmen Sie doch bitte Platz. Was kann ich für Sie tun? B: Guten Tag. Ich möchte eine Reise für zwei Personen in die Türkei buchen. A: Wann wollen Sie reisen? B: Meine Frau und ich wollen im Sommer Urlaub machen. Wir suchen eine kleine Ferienwohnung am Meer. Wir wollen zwei Wochen bleiben. A: Ich habe hier einen Katalog mit Angeboten, die sehr günstig sind. Ich empfehle Ihnen Antalya. Hier sind einige Fotos mit Ferienwohnungen am Meer. B: Darf ich mal sehen? Ja, die Fotos sind sehr schön! Und diese Wohnung gefällt mir sehr gut. Wie ist es mit den Flügen? A: Hier habe ich einen Flug: Sie fliegen am 24. Juli von Frankfurt ab. Der Rückflug ist dann am 7. August. Flug und Ferienwohnung kosten zusammen 980 Euro für zwei Personen. B: Das klingt gut! Sagen Sie, braucht man für die Türkei eigentlich ein Visum? A: Als Deutscher brauchen Sie nur einen Reisepass oder einen Personalausweis, der noch drei Monate gültig ist — aber kein Visum. B: Dann können wir also mit den Pässen ohne Visum fliegen? A: Ja, so ist es.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| buchen | to book | B1 |
| die Ferienwohnung, -en | the holiday apartment | B1 |
| der Katalog, -e | the catalogue | B1 |
| günstig | affordable, cheap | A2 |
| empfehlen (+ Dat.) | to recommend (to s.o.) | B1 |
| der Rückflug, -e | the return flight | B1 |
| das Visum, Visa | the visa | B1 |
| gültig | valid | B1 |
| der Personalausweis, -e | the identity card | B1 |
Grammatik im Dialog: - Relativsätze: „Angebote, die sehr günstig sind" / „einen Personalausweis, der noch drei Monate gültig ist." - Brauchen + Akkusativ: „Sie brauchen nur einen Reisepass" — kein zu-Infinitiv nötig bei Nomen. - Kosten + Akkusativ: „Flug und Ferienwohnung kosten zusammen 980 Euro" — Pluralsubjekt, Verb im Plural.
Nützliche Wendungen: - „Was kann ich für Sie tun?" — How can I help you? (formal, service context) - „Darf ich mal sehen?" — May I have a look? - „Das klingt gut!" — That sounds good!
Verständnisfragen: 1. Wie lange wollen die beiden in der Türkei bleiben? 2. Was kostet die Reise insgesamt? 3. Braucht man als Deutscher ein Visum für die Türkei?
Dialog 3: Geschäftsreise nach Moskau¶
Thema: Eine Frau bucht im Reisebüro Flug und Hotel für eine Geschäftsreise nach Moskau.
Quelle: Video ab 1:06:21
A: Reisebüro Sonnenschein, mein Name ist Wilke. Was kann ich für Sie tun? B: Guten Tag! Ich brauche einen Hin- und Rückflug nach Moskau. Der Hinflug soll am vierten Mai von München sein, und der Rückflug am siebten. A: Ich schaue mal … So, hier habe ich einen Flug, aber der ist ziemlich teuer. Hin- und Rückflug kosten zusammen 538 Euro. B: Das macht nichts. Ich mache eine Geschäftsreise, und die Firma bezahlt. A: Dann brauche ich auch noch ein Hotel im Stadtzentrum? B: Ja, gerne. A: Da gibt es zum Beispiel das Hotel Metropol. Soll ich die Buchung machen? B: Ja, bitte. Mein Name ist Kerstin Blochum. A: Eine Adresse, bitte? B: Wo? Bitte noch einmal etwas langsamer — ich muss alles in den Computer eingeben.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| der Hinflug, -e | the outbound flight | B1 |
| der Rückflug, -e | the return flight | B1 |
| die Geschäftsreise, -n | the business trip | B1 |
| die Buchung, -en | the booking | B1 |
| das Stadtzentrum, -zentren | the city centre | B1 |
| eingeben | to enter (data) | B1 |
| ziemlich teuer | quite expensive | A2 |
Grammatik im Dialog: - Trennbare Verben: „Ich schaue mal" / „ich muss alles eingeben" — „eingeben" trennt sich im Nebensatz nicht (Modalverb + Infinitiv). - Soll ich …? (Angebot): „Soll ich die Buchung machen?" — höfliches Angebot. - Das macht nichts: Feste Wendung — „That doesn't matter."
Nützliche Wendungen: - „Das macht nichts." — That doesn't matter. / No problem. - „Bitte noch einmal etwas langsamer." — A bit slower, please. - „Soll ich die Buchung machen?" — Shall I make the booking?
Verständnisfragen: 1. Warum ist der teure Flug für die Kundin kein Problem? 2. Wo soll das Hotel sein? 3. Wie lange bleibt Frau Blochum in Moskau?
Dialog 4: Reise nach Japan planen¶
Thema: Zwei Freundinnen sprechen über Japan und planen, gemeinsam ins Reisebüro zu gehen.
Quelle: Video ab 1:15:21
A: Was schaust du denn, Tobias? B: Hier läuft heute ein japanischer Film, den ich schon lange sehen wollte. A: Aha! Warst du schon einmal in Japan? B: Ja, dreimal! Japan ist echt ein spannendes Land. Man kann da so viel sehen und machen — alles ist sehr anders als hier. A: Mein Mann und ich wollten immer zusammen nach Japan. Wir haben Freunde dort, die wir lange nicht gesehen haben. B: Du kannst doch in den Sommerferien hinfliegen und durch das Land reisen — und auch deine Freunde besuchen! A: Allein? Ja … in Japan kann man gut allein reisen, das ist überhaupt kein Problem. B: Oder du buchst eine Reise mit einer Gruppe. Manchmal gibt es ganz günstige Angebote. A: Ja, das ist vielleicht einfacher. B: Ich kenne ein gutes Reisebüro. Die haben auch Unterkünfte im Angebot, die nicht so viel kosten. Es muss ja nicht immer ein Hotel sein. A: Ach ja, in Japan gibt es tolle Pensionen, die gar nicht teuer sind. Dort kann man auch super gut essen. B: Wenn du möchtest, können wir mal zusammen ins Reisebüro gehen. A: Sehr gern! Das ist lieb.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| spannend | exciting, fascinating | B1 |
| die Sommerferien (Pl.) | summer holidays | A2 |
| hinfliegen | to fly there | B1 |
| die Unterkunft, -e | the accommodation | B1 |
| die Pension, -en | the guesthouse, B&B | B1 |
| das Angebot, -e | the offer, deal | B1 |
| überhaupt kein Problem | no problem at all | B1 |
| durch das Land reisen | to travel through the country | B1 |
Grammatik im Dialog: - Relativsätze: „ein japanischer Film, den ich schon lange sehen wollte" — Akkusativ-Relativpronomen (maskulin). - Können + Infinitiv (Möglichkeit): „Du kannst doch in den Sommerferien hinfliegen" — Vorschlag mit Modalverb. - Es muss nicht … sein: „Es muss ja nicht immer ein Hotel sein" — drückt aus, dass etwas nicht nötig ist.
Nützliche Wendungen: - „Das ist überhaupt kein Problem." — That's no problem at all. - „Wenn du möchtest, können wir …" — If you'd like, we can … - „Das ist lieb." — That's kind / sweet of you.
Verständnisfragen: 1. Wie oft war Tobias schon in Japan? 2. Warum möchte A nach Japan reisen? 3. Welche günstige Alternative zu Hotels gibt es in Japan?
Dialog 5: Urlaubsplanung im Büro¶
Thema: Zwei Kollegen besprechen die neuen Urlaubsregeln und einigen sich, wer wann Urlaub nimmt.
Quelle: Video ab 56:19
A: Britta, hast du einen Moment Zeit? B: Ja, was gibt's? A: Johann, hast du schon gehört, dass es ab dem nächsten Jahr neue Regeln für den Urlaub gibt? B: Nein. Was sind die neuen Regeln? A: Ab nächstem Jahr dürfen nur noch zwei von uns gleichzeitig Urlaub nehmen. Und im Juni, Juli und August dürfen wir nur zwei Wochen Urlaub nehmen. B: Was? Nur noch zwei Wochen im Block? Mein Freund und ich wollten nach Kanada fliegen, aber für zwei Wochen lohnt sich das nicht — das ist zu kurz! A: Und was ist mit den Kolleginnen, die Schulkinder haben? Die müssen ja alle im Juli oder August Urlaub nehmen, weil da Schulferien sind. B: Mit denen habe ich schon gesprochen, und sie haben sich geeinigt. Schau, hier ist der bisherige Plan. A: Das heißt, dass wir beide nur im Juni oder September Urlaub machen können? B: Richtig, ja genau. A: Okay, was machen wir? Naja, im September habe ich eine Fortbildung in Hamburg — da bin ich schon fest angemeldet. Ich kann also eigentlich nur im Juni frei nehmen. B: Dann habe ich ja keine Wahl. A: Ich weiß, das ist blöd. Tut mir leid. Aber der September hat den Vorteil, dass du dann auch drei Wochen am Block nehmen kannst. Dann könntest du auch nach Kanada! B: Stimmt, das ist gar nicht schlecht! Also machen wir das so? Du nimmst im September frei, und ich im Juni? A: Ja, in Ordnung. B: Danke, Britta! Das ist echt nett von dir. Aber dann möchte ich auf jeden Fall drei Wochen — oder vielleicht sogar vier im Block. A: Das wird sicher gehen. Ich finde, das ist eine ganz gute Lösung. Und vielleicht kann ich ja übernächstes Jahr im Juni oder Juli frei nehmen.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| gleichzeitig | at the same time | B1 |
| sich lohnen | to be worth it | B1 |
| sich einigen | to come to an agreement | B1 |
| die Fortbildung, -en | further training, workshop | B1 |
| der Vorteil, -e | the advantage | B1 |
| frei nehmen | to take time off | B1 |
| auf jeden Fall | in any case, definitely | B1 |
| die Lösung, -en | the solution | B1 |
| übernächstes Jahr | the year after next | B2 |
Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (könnte): „Dann könntest du auch nach Kanada" — irreale Möglichkeit. - Dürfen (Erlaubnis/Regel): „Wir dürfen nur zwei Wochen Urlaub nehmen" — Modalverb für Regeln. - Reflexivverben: „sich lohnen", „sich einigen" — Verben mit Reflexivpronomen im Akkusativ.
Nützliche Wendungen: - „Hast du einen Moment Zeit?" — Do you have a moment? - „Das lohnt sich nicht." — It's not worth it. - „Das ist echt nett von dir." — That's really kind of you.
Verständnisfragen: 1. Was sind die neuen Urlaubsregeln? 2. Warum kann Johann nicht im September Urlaub nehmen? 3. Welchen Vorteil hat der September für Britta?
Dialog 6: Autounfall vor dem Urlaub¶
Thema: Jemand erzählt Freunden von einem Autounfall und macht sich Sorgen wegen des bevorstehenden Urlaubs.
Quelle: Video ab 11:36
A: Ihr glaubt nicht, was mir gerade passiert ist! Ich bin die Georgstraße heruntergefahren, um einen Parkplatz zu suchen, und da kommt plötzlich ein Auto aus einer Einfahrt raus. Der Typ fährt einfach auf die Straße, ohne zu gucken, und fährt mir voll ins Auto! B: Oh nein! Ist dir was passiert? Hast du dich verletzt? A: Zum Glück nicht. Nur mein Auto ist ziemlich kaputt. C: Aber du hast doch keine Schuld an dem Unfall. Dann zahlt auch die Versicherung. A: Ja, aber das Ganze ist natürlich total nervig. B: Habt ihr die Polizei gerufen? A: Ja, natürlich. Die Polizei hat den Unfall aufgenommen. Jetzt werden alle Informationen an die Versicherung des anderen Autofahrers geschickt. C: Und wie geht es jetzt weiter? A: Die Versicherung meldet sich bei mir, und dann muss ich den Wagen in die Werkstatt bringen. Dort wird der Schaden geschätzt. B: Was glaubst du, wie hoch der Schaden ist? A: Ich weiß nicht … 1.500 Euro vielleicht. Ich hoffe einfach, dass das Auto bald repariert wird. Wir wollten eigentlich nächste Woche in Urlaub fahren!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Einfahrt, -en | the driveway, entrance | B1 |
| sich verletzen | to get injured | B1 |
| die Schuld | the fault, blame | B1 |
| die Versicherung, -en | the insurance | B1 |
| aufnehmen (einen Unfall) | to record (an accident) | B1 |
| die Werkstatt, -en | the repair shop | B1 |
| der Schaden, Schäden | the damage | B1 |
| schätzen | to estimate | B1 |
| reparieren | to repair | B1 |
Grammatik im Dialog: - Passiv (Vorgangspassiv): „der Schaden wird geschätzt" / „das Auto wird repariert" — werden + Partizip II. - Ohne + zu + Infinitiv: „ohne zu gucken" — Infinitivkonstruktion. - Historisches Präsens (Erzählung): „Da kommt plötzlich ein Auto" — Präsens in einer Erzählung über die Vergangenheit, macht die Geschichte lebendiger.
Nützliche Wendungen: - „Ihr glaubt nicht, was mir passiert ist!" — You won't believe what happened to me! - „Ist dir was passiert?" — Did something happen to you? / Are you okay? - „Wie geht es jetzt weiter?" — What happens next?
Verständnisfragen: 1. Wer war schuld an dem Unfall? 2. Was muss A jetzt mit dem Auto machen? 3. Warum ist der Unfall besonders ärgerlich für A?
Dialog 7: Tai-Chi als Hobby¶
Thema: Zwei Freunde sprechen über Kopfschmerzen, Schlafprobleme und Tai-Chi als Entspannung.
Quelle: Video ab 42:31
A: Hast du Kopfschmerzen? Ich glaube, ich habe Tabletten dabei. Die helfen ganz schnell. B: Danke, das ist lieb. Aber ich sollte keine Tabletten mehr nehmen — das habe ich schon zu lange gemacht. A: Hast du oft Kopfschmerzen? B: Ja, leider. Und deshalb mache ich auch den Tai-Chi-Kurs. Mein Arzt hat gesagt, ich sollte etwas zur Entspannung tun. A: Hast du noch andere Beschwerden? B: Naja, ich schlafe nicht gut. Manchmal schlafe ich die ganze Nacht nicht. A: Hast du dich mal untersuchen lassen? Sind deine Blutwerte in Ordnung? B: Alles bestens. Du hast recht — ich habe Stress. Ich sollte Urlaub machen! A: Gute Idee! Und der Arzt hat wirklich gesagt, dass Tai-Chi hilft? B: Ja, und es stimmt! Nach dem Kurs habe ich nie Kopfschmerzen. Und wenn ich geübt habe, schlafe ich nachts auch besser. A: Du übst regelmäßig zu Hause? B: Ja, fast jeden Tag.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Kopfschmerzen (Pl.) | headache | A2 |
| die Tablette, -n | the pill, tablet | B1 |
| die Entspannung | relaxation | B1 |
| die Beschwerden (Pl.) | complaints, symptoms | B1 |
| die Blutwerte (Pl.) | blood values, blood work | B1 |
| sich untersuchen lassen | to get examined | B1 |
| regelmäßig | regularly | B1 |
| üben | to practise | A2 |
Grammatik im Dialog: - Sollte (Konjunktiv II / Ratschlag): „Ich sollte keine Tabletten mehr nehmen" / „Ich sollte etwas zur Entspannung tun" — Empfehlung. - Lassen + Infinitiv (Kausativ): „Hast du dich untersuchen lassen?" — jemand anderen bitten, etwas zu tun. - Wenn + Perfekt (temporal): „Wenn ich geübt habe, schlafe ich besser" — zeitliche Bedingung.
Nützliche Wendungen: - „Ich habe Tabletten dabei." — I have pills with me. - „Mein Arzt hat gesagt, ich sollte …" — My doctor said I should … - „Es stimmt!" — It's true!
Verständnisfragen: 1. Warum nimmt B keine Tabletten mehr? 2. Was hat der Arzt B empfohlen? 3. Wie oft übt B Tai-Chi zu Hause?
Dialog 8: Computerkurs nach der Arbeit¶
Thema: Eine Frau erzählt, warum sie einen Computerkurs macht und wie er ihr bei der Arbeit hilft.
Quelle: Video ab 14:16
A: Hertha, Sie machen gerade einen Computerkurs. Warum haben Sie den Kurs angefangen? B: Ich arbeite in meinem Beruf viel mit dem Computer. Natürlich kann ich E-Mails und Texte schreiben — ich kenne Word. Aber andere Programme wie PowerPoint und Excel kenne ich nicht so gut. A: Was lernen Sie im Kurs? B: Ich muss oft zu anderen Firmen fahren und unsere Produkte vorstellen. In dem Kurs lerne ich jetzt zum Beispiel, wie ich mit PowerPoint gute Präsentationen machen kann. Dann habe ich bessere Chancen bei meiner Arbeit. A: Haben Sie das vorher schon mal probiert? B: Ich habe das auch schon alleine probiert, aber das war kompliziert. Mit dem Kurs ist das viel einfacher und geht schneller. A: Sind Sie abends nicht müde nach der Arbeit? B: Ich bin natürlich abends oft müde. Aber es sind ja nur acht Termine. Die anderen Teilnehmer sind auch nett, und manchmal gehen wir danach noch zusammen in eine Kneipe.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| der Computerkurs, -e | the computer course | A2 |
| vorstellen (Produkte) | to present (products) | B1 |
| die Präsentation, -en | the presentation | B1 |
| die Chance, -n | the chance, opportunity | B1 |
| kompliziert | complicated | B1 |
| der Teilnehmer, - | the participant | B1 |
| die Kneipe, -n | the pub | B1 |
| der Termin, -e | the appointment, session | B1 |
Grammatik im Dialog: - Wie + Nebensatz: „Ich lerne, wie ich gute Präsentationen machen kann" — indirekter Fragesatz mit Verb am Ende. - Komparativ: „bessere Chancen" / „viel einfacher" — Steigerung des Adjektivs. - Es sind nur …: „Es sind ja nur acht Termine" — unpersönliches „es" als Platzhalter.
Nützliche Wendungen: - „Das war kompliziert." — That was complicated. - „Mit dem Kurs ist das viel einfacher." — With the course, it's much easier. - „Es sind ja nur acht Termine." — It's only eight sessions, after all.
Verständnisfragen: 1. Welche Programme kennt Hertha schon gut? 2. Warum braucht sie PowerPoint-Kenntnisse? 3. Was machen die Kursteilnehmer manchmal nach dem Kurs?
Dialog 9: Erste-Hilfe-Kurs anmelden¶
Thema: Ein Mann ruft beim Erste-Hilfe-Zentrum an, um sich für einen Kurs anzumelden, den er für den LKW-Führerschein braucht.
Quelle: Video ab 16:46
A: Erste-Hilfe-Zentrum Unterrode, guten Tag! B: Guten Tag! Mein Name ist Labaki. Ich interessiere mich für einen Kurs bei Ihnen. Ich will den LKW-Führerschein machen, und dafür brauche ich einen Erste-Hilfe-Kurs. A: Haben Sie schon einen Führerschein? B: Ich habe schon den Führerschein Klasse B, aber in der Fahrschule hat man mir gesagt, dass der Kurs, den ich dafür gemacht habe, nicht genug ist. A: Ja, das stimmt. Sie brauchen einen Erste-Hilfe-Kurs mit acht Doppelstunden. B: Acht Doppelstunden — was heißt das? A: Der Kurs hat 16 Unterrichtsstunden zu je 45 Minuten. Er findet an zwei Tagen statt. B: Wann kann ich anfangen? Ich brauche den Kurs sehr schnell, denn ich will auch bald den Führerschein machen. Wissen Sie, ich möchte mich bei Speditionen um eine Arbeit als LKW-Fahrer bewerben. A: Wir haben laufend Kurse. Sie können zum Beispiel am nächsten Montag und Dienstag teilnehmen. Der Kurs geht an diesen Tagen immer von 9 bis 17 Uhr, mit Pausen. B: Gut, das möchte ich gerne machen. Wie kann ich mich anmelden? A: Sie können sich im Internet anmelden. Gehen Sie auf unsere Webseite, klicken Sie auf „Anmeldung", und dann kommen Sie zum Anmeldeformular. Sie können natürlich auch bei uns vorbeikommen — montags bis freitags zwischen 9 und 18 Uhr. B: Vielen Dank für Ihre Informationen! A: Gern geschehen. Auf Wiederhören! B: Auf Wiederhören!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| der Erste-Hilfe-Kurs, -e | the first aid course | B1 |
| der Führerschein, -e | the driving licence | A2 |
| die Doppelstunde, -n | the double lesson (90 min) | B1 |
| die Spedition, -en | the haulage company | B2 |
| sich bewerben (um + Akk.) | to apply (for) | B1 |
| stattfinden | to take place | B1 |
| sich anmelden | to register, sign up | B1 |
| vorbeikommen | to come by, stop by | B1 |
| laufend | ongoing, continuously | B2 |
Grammatik im Dialog: - Sich interessieren für + Akk.: „Ich interessiere mich für einen Kurs" — reflexives Verb mit Präposition. - Sich bewerben um + Akk.: „Ich möchte mich bei Speditionen um eine Arbeit bewerben" — reflexiv + Präposition. - Temporale Angaben: „von 9 bis 17 Uhr" / „montags bis freitags" — Zeitangaben mit „von … bis" und Wochentage mit -s.
Nützliche Wendungen: - „Ich interessiere mich für …" — I'm interested in … - „Was heißt das?" — What does that mean? - „Gern geschehen." — You're welcome.
Verständnisfragen: 1. Warum braucht Herr Labaki einen neuen Erste-Hilfe-Kurs? 2. Wie lange dauert der Kurs? 3. Welche zwei Möglichkeiten gibt es, sich anzumelden?
Dialog 10: Mülltrennung in Deutschland¶
Thema: Zwei Freunde sprechen über die komplizierten Regeln zur Mülltrennung in verschiedenen deutschen Gemeinden.
Quelle: Video ab 44:18
A: Sag mal, Markus, wo ist euer Biomüll? B: Biomüll? Für deine Bananenschale? Die kommt hier in den Restmüll. A: Trennt ihr hier in kleinen Städten nicht zwischen Biomüll und Restmüll? Bei uns in Unterrode machen wir das. B: Nein, Biomüll gibt es hier nicht. Das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Aber wir trennen Papier und Glas, und einen Gelben Sack für Verpackungen gibt es natürlich auch. A: Das ist aber auch kompliziert! Ich weiß noch genau: Als ich aus Jordanien nach Deutschland gekommen bin, stand ich vor den vielen verschiedenen Mülltonnen im Wohnheim und wusste gar nicht, was wohin kommt. Bei uns gab es immer nur eine Mülltonne — und jetzt fragst du mich schon nach dem Biomüll! B: Ja, das mit dem Biomüll finde ich auch nicht so schwierig. Aber es hat wirklich lange gedauert, bis ich wusste, was Verpackungen für den Gelben Sack sind — und dass man Glas auch noch nach Farben trennt! A: Ja, das ist ja auch eine kleine Wissenschaft! Aber jetzt schaue ich einfach in den Abfallkalender von Unterrode, wenn ich etwas nicht weiß. Da steht ja wirklich fast alles drin: was in welche Tonne kommt, wann der Müll abgeholt wird, wie man Sperrmüll abholen lassen kann, dass man Schadstoffe beim Recyclinghof abgeben kann, und so weiter. B: Der Recyclinghof bei euch in Unterrode nimmt Schadstoffe an? Das ist bei uns auch anders. Die kann man hier nur beim Schadstoffmobil abgeben, und das kommt nur viermal im Jahr oder so. A: Das finde ich echt blöd. Ich habe im Keller noch so viele Lackreste!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Mülltrennung | waste separation | B1 |
| der Restmüll | residual waste | B1 |
| der Biomüll | organic waste | B1 |
| der Gelbe Sack | the yellow bag (packaging recycling) | B1 |
| die Verpackung, -en | the packaging | B1 |
| der Sperrmüll | bulky waste | B2 |
| der Schadstoff, -e | the pollutant, hazardous material | B2 |
| der Recyclinghof, -e | the recycling centre | B1 |
| der Abfallkalender, - | the waste collection calendar | B2 |
| die Gemeinde, -n | the municipality | B1 |
Grammatik im Dialog: - Als + Präteritum (einmalig): „Als ich nach Deutschland gekommen bin, stand ich vor den Mülltonnen" — einmaliges Ereignis in der Vergangenheit. - Bis + Nebensatz: „Es hat lange gedauert, bis ich wusste …" — temporaler Nebensatz. - Von … zu … (Variation): „Das ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich" — drückt Unterschiede aus.
Nützliche Wendungen: - „Ich weiß noch genau …" — I remember exactly … - „Das ist von … zu … unterschiedlich." — That varies from … to … - „Das finde ich echt blöd." — I think that's really annoying.
Verständnisfragen: 1. Warum gibt es bei Markus keinen Biomüll? 2. Was war für A am Anfang in Deutschland besonders schwierig? 3. Wo kann A Informationen über die Mülltrennung finden?
Zusammenfassung: Wichtige Redemittel aus allen Dialogen¶
Vorschläge machen¶
- „Sollen wir (nicht) …?"
- „Wenn du möchtest, können wir …"
- „Das machen wir am liebsten gleich heute."
Meinung ausdrücken¶
- „Das klingt gut!"
- „Das finde ich echt blöd."
- „Das ist gar nicht schlecht."
Höfliche Fragen (Reisebüro, Telefon, Amt)¶
- „Was kann ich für Sie tun?"
- „Ich interessiere mich für …"
- „Darf ich mal sehen?"
Erzählen und Reagieren¶
- „Ihr glaubt nicht, was mir passiert ist!"
- „Ist dir was passiert?"
- „Wie geht es jetzt weiter?"
Zustimmung und Ablehnung¶
- „Das macht nichts." — No problem.
- „Das lohnt sich nicht." — It's not worth it.
- „Gute Idee!" — Good idea!