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Dialoge: Alltag und Einkaufen

Echte B1-Dialoge aus Hörübungen — bereinigt und kommentiert. Themen: Einkaufen, Essen, Reparaturen, Dienstleistungen.

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Zwiegespräche


Dialog 1: Auf dem Gemüsemarkt

Thema: Eine Kundin sucht Inspiration für ein großes Menü und bekommt Empfehlungen vom Verkäufer.

Quelle: Video ab 0:04

Verkäufer: Guten Tag, Frau Rat! Was kann ich für Sie tun?

Kundin: Guten Tag. Ich möchte mich erstmal etwas umsehen. Ich plane ein großes Essen und brauche etwas Inspiration für das Menü.

Verkäufer: Natürlich, sehen Sie sich ruhig in Ruhe um. Wenn Sie mich brauchen — ich bin hier vorne und räume die Zucchiniblüten ins Regal.

Kundin: Zucchiniblüten? Das hört sich interessant an! Was kann man denn damit machen?

Verkäufer: Oh, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sie können sie kurz frittieren oder mit Ricotta füllen. Das ist eine leckere italienische Vorspeise.

Kundin: Wie interessant! Das muss ich ausprobieren. Packen Sie mir bitte zehn Stück zum Probieren ein.

Verkäufer: Sehr gern. Was brauchen Sie denn für Ihr Menü? Suchen Sie Obst oder Gemüse?

Kundin: Ich suche ein Gemüse, das gut zu Kaninchen passt. Mein Mann möchte unbedingt, dass es bei der Feier Kaninchenbraten gibt. Aber ich habe das noch nie gemacht. Ich weiß nicht, welches Gemüse gut dazu passen könnte.

Verkäufer: Kaninchen wird sehr oft zusammen mit Wirsing gegessen. Wir haben gerade sehr schönen Wirsing. Hier, sehen Sie mal — er ist frisch und mild im Geschmack und kommt aus der Region.

Kundin: Wirsing also... Mhm, das ergibt Sinn. Wirsing passt ja zu den meisten Braten. Warum also eigentlich nicht? Geben Sie mir bitte zwei Köpfe Wirsing.

Verkäufer: Natürlich, ich packe sie Ihnen ein. Darf es sonst noch etwas sein?

Kundin: Nein, danke, das wär's. Vielen Dank für Ihre Hilfe!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
sich umsehen to look around B1
die Zucchiniblüte, -n zucchini blossom B2
frittieren to deep-fry B1
die Vorspeise, -n appetizer, starter B1
das Kaninchen, - rabbit B1
der Wirsing savoy cabbage B2
mild im Geschmack mild in taste B1
aus der Region from the region, local B1
einpacken to wrap up, pack B1
das ergibt Sinn that makes sense B1

Grammatik im Dialog: - Relativsatz: "Ich suche ein Gemüse, das gut zu Kaninchen passt." — Relativpronomen im Nominativ (Neutrum). - Konjunktiv II (indirekt): "Ich weiß nicht, welches Gemüse gut dazu passen könnte." — Möglichkeit ausdrücken. - Imperativ (höflich): "Packen Sie mir bitte zehn Stück ein." / "Geben Sie mir bitte zwei Köpfe." — Formelle Aufforderung.

Nützliche Wendungen: - "Was kann ich für Sie tun?" — Standardbegrüßung im Geschäft. - "Das hört sich interessant an." — Interesse zeigen. - "Darf es sonst noch etwas sein?" — Frage am Ende des Einkaufs.

Verständnisfragen: 1. Was plant die Kundin zu Hause? 2. Welches Gemüse empfiehlt der Verkäufer zum Kaninchenbraten? 3. Woher kommt der Wirsing?


Dialog 2: Die Hotelwaschmaschine

Thema: Ein Mitarbeiter erklärt einer neuen Kollegin die industrielle Waschmaschine im Hotel.

Quelle: Video ab 3:38

A: Das ist die WM 105. Sie wird für Tischdecken, Bettlaken oder auch für Bettdecken benutzt. Die gesamte Wäsche des Hotels Klostergarten wird hier gereinigt.

B: Das ist beeindruckend! Wie viel Wäsche passt denn in die Waschmaschine?

A: Bis zu 15 kg werden in einem Waschgang gereinigt.

B: Ist die Bedienung sehr kompliziert?

A: Nein, im Grunde ist die Bedienung wie bei einer normalen Waschmaschine. Hier auf dem Display werden die Programme im Menü elektronisch eingestellt.

B: Oh je, das hört sich aber sehr kompliziert an!

A: Nein, gar nicht. Schau mal, hier sind die Programme. Es gibt zehn Programme, also z.B. Baumwolle.

B: Ah ja. Muss ich denn noch die Temperatur eingeben?

A: Ja, hier wird die Temperatur eingegeben. Hohe Temperaturen werden oft bei der Reinigung von Tischdecken benötigt.

B: Wird das Waschmittel automatisch vom Programm dosiert?

A: Ja, die Dosierung entspricht immer dem Waschprogramm. Du musst also nichts mehr machen.

B: Ach schön! Und was passiert danach?

A: Danach kann die Wäsche in den Wäschetrockner, und bei Bedarf wird sie gebügelt.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
das Bettlaken, - bed sheet B1
die Bettdecke, -n duvet, comforter B1
der Waschgang, -gänge wash cycle B1
die Bedienung operation, controls B1
das Display, -s display, screen B1
einstellen to set, adjust B1
die Baumwolle cotton B1
die Reinigung cleaning B1
dosieren to dose, measure out B2
der Wäschetrockner, - tumble dryer B1

Grammatik im Dialog: - Passiv Präsens: "Die Wäsche wird hier gereinigt." / "Die Temperatur wird eingegeben." — Sehr viele Passiv-Sätze, typisch für Bedienungsanleitungen. - Unpersönliches Passiv: "Bis zu 15 kg werden in einem Waschgang gereinigt." — Kein persönliches Subjekt. - Modalverben + Passiv: "Die Wäsche kann in den Trockner." — Kurzform mit implizitem Passiv.

Nützliche Wendungen: - "Im Grunde ist die Bedienung wie bei..." — Vergleich zur Beruhigung. - "Das hört sich aber sehr kompliziert an!" — Sorge ausdrücken. - "Bei Bedarf wird sie gebügelt." — "If needed" / bei Bedarf.

Verständnisfragen: 1. Wie viel Kilogramm Wäsche passt in die Maschine? 2. Wofür braucht man hohe Temperaturen? 3. Was passiert mit der Wäsche nach dem Waschen?


Dialog 3: Sicherheitszeichen im Betriebshof

Thema: Eine erfahrene Kollegin erklärt der neuen Mitarbeiterin Tülin die Sicherheitszeichen am Arbeitsplatz.

Quelle: Video ab 9:41

Kollegin: Also, Tülin, jetzt wird's ernst. Hier im Betriebshof müssen wir besonders auf den Arbeitsschutz achten. Deshalb findet man überall die Sicherheitszeichen. Kennst du ein paar Sicherheitszeichen?

Tülin: Ich bin mir nicht sicher. Spontan fallen mir nur die Verbotszeichen ein.

Kollegin: Richtig! Dann gibt es z.B. noch Rettungszeichen, Brandschutzzeichen und Warnzeichen.

Tülin: Aha, und was bedeutet das hier?

Kollegin: Hier sind z.B. die Rettungszeichen. Die zeigen alles an, was mit Rettung und medizinischer Behandlung zu tun hat.

Tülin: Ja, das hier ist der Erste-Hilfe-Kasten!

Kollegin: Richtig. Rettungszeichen sind immer grün. Das hier sind Brandschutzzeichen. Diese zeigen uns immer an, was im Brandfall zu tun ist. Es ist z.B. immer gut zu wissen, wo man einen Feuerlöscher findet. Brandschutzzeichen sind rot.

Tülin: Ich verstehe. Und die Warnzeichen warnen vor einer Gefahr?

Kollegin: Ja, genau. Wir sammeln ja auch Batterien ein. Sie bestehen aus giftigen Stoffen. Die lagern wir hier drüben. Deshalb steht hier auch das Zeichen für giftige Stoffe.

Tülin: Du weißt wirklich bestens Bescheid! Vor lauter Gefahr würde ich am liebsten weglaufen — da, wie das Männchen auf dem Zeichen für Fluchtweg!

Kollegin: Ach, wir hoffen mal, dass du nicht so schnell hier wegwillst. Du bist ja noch nicht so lange in unserem Team!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Betriebshof, -höfe depot, operations yard B2
der Arbeitsschutz workplace safety B1
das Sicherheitszeichen, - safety sign B1
das Verbotszeichen, - prohibition sign B2
das Rettungszeichen, - rescue/emergency sign B2
der Brandfall, -fälle case of fire B1
der Feuerlöscher, - fire extinguisher B1
giftige Stoffe toxic substances B1
der Fluchtweg, -e emergency exit, escape route B1
bestens Bescheid wissen to be very well informed B1

Grammatik im Dialog: - Passiv mit Modalverb: "Hier im Betriebshof müssen wir besonders auf den Arbeitsschutz achten." — Pflicht ausdrücken. - Konjunktiv II (Wunsch): "Vor lauter Gefahr würde ich am liebsten weglaufen." — Irrealer Wunsch. - Relativsatz: "Die zeigen alles an, was mit Rettung zu tun hat." — Relativpronomen "was" nach "alles".

Nützliche Wendungen: - "Jetzt wird's ernst." — Now things get serious. - "Spontan fallen mir nur ... ein." — Off the top of my head, I can only think of... - "Du weißt wirklich bestens Bescheid!" — You really know your stuff!

Verständnisfragen: 1. Welche Farbe haben Rettungszeichen? 2. Warum gibt es ein Zeichen für giftige Stoffe im Betriebshof? 3. Was sagt Tülin am Ende über den Fluchtweg?


Dialog 4: Sorgen um den Arbeitsplatz

Thema: Ein Mitarbeiter spricht mit seinem Chef über seine Angst vor Kündigung und ein neues Jobangebot.

Quelle: Video ab 23:14

Chef: Nun, Herr Giani, Sie haben mich um ein vertrauliches Gespräch gebeten. Um was geht es denn?

Herr Giani: Nun ja, ehrlich gesagt mache ich mir Sorgen um meine Zukunft. Es ist so: Im Moment haben wir eine schlechte Auftragslage. Deswegen mussten Sie ja schon einigen neuen Kollegen kündigen. Ich habe im Moment Angst, dass auch ich in der nächsten Zeit gekündigt werden könnte.

Chef: Können wir offen miteinander sprechen?

Herr Giani: Nun, wir haben tatsächlich wenig Aufträge und dadurch auch wenig Einnahmen. Dafür haben wir aber hohe Kosten bei den Elektroautos. Wenn sich die Lage nicht verbessert...

Chef: Ich verstehe.

Herr Giani: Also, es gibt von meiner Seite Neuigkeiten. Ich habe ein gutes Angebot bekommen. Ich könnte bei den Verkehrsbetrieben als Busfahrer arbeiten. Ich müsste aber schnell eine Entscheidung treffen. Die Verkehrsbetriebe suchen jetzt gerade dringend Personal.

Chef: Sie wollen also kündigen und die Möglichkeit nutzen?

Herr Giani: Nun ja, die Verkehrsbetriebe sind ein attraktiver Arbeitgeber. Ich kann Sie schon verstehen.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
vertraulich confidential B2
die Auftragslage order situation B2
kündigen to terminate, give notice B1
gekündigt werden to be fired/let go B1
die Einnahmen (Pl.) income, revenue B1
die Verkehrsbetriebe (Pl.) public transport company B1
eine Entscheidung treffen to make a decision B1
dringend urgently B1
attraktiv attractive B1

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Möglichkeit): "Ich könnte bei den Verkehrsbetrieben arbeiten." / "Ich müsste schnell eine Entscheidung treffen." — Hypothetische Möglichkeit. - Passiv + Konjunktiv II: "Dass auch ich gekündigt werden könnte." — Passiv mit Konjunktiv II. - Konnektiv "deswegen": "Deswegen mussten Sie ja schon einigen Kollegen kündigen." — Konsequenz.

Nützliche Wendungen: - "Ich mache mir Sorgen um..." — I'm worried about... - "Können wir offen miteinander sprechen?" — Can we speak openly with each other? - "Eine Entscheidung treffen" — to make a decision.

Verständnisfragen: 1. Warum macht sich Herr Giani Sorgen? 2. Was für ein Jobangebot hat er bekommen? 3. Warum muss er sich schnell entscheiden?


Dialog 5: Pullover zurückgeben

Thema: Eine Kundin möchte einen Pullover zurückgeben, weil sie allergisch gegen das Material ist.

Quelle: Video ab 34:42

Kundin: Guten Morgen, können Sie mir helfen?

Verkäuferin: Ja, gern!

Kundin: Sehen Sie, ich habe letzte Woche diesen Pullover bei Ihnen gekauft. Ich finde ihn sehr schön, aber leider bin ich allergisch gegen das Material. Als ich den Pullover getragen habe, bekam ich rote Flecken an den Armen.

Verkäuferin: Oh, das habe ich noch nie gehört! Sind Sie sicher, dass es von dem Pullover kommt?

Kundin: Ja, ich habe es zweimal probiert. Ganz sicher. Deshalb würde ich den Pullover gern zurückgeben. Erstatten Sie vielleicht den Kaufpreis?

Verkäuferin: Mal sehen, ob ich Ihnen das Geld zurückgeben kann... Ach nein, der Pullover war ein Sonderangebot. Da kann ich Ihnen leider nur einen Gutschein anbieten.

Kundin: Aber ich kann doch nichts dafür, dass ich allergisch gegen das Material bin! Können Sie da keine Ausnahme machen? Der nächste Pullover macht wahrscheinlich die gleichen Probleme.

Verkäuferin: Normalerweise darf ich das nicht. Aber dies ist wirklich eine besondere Situation. Wir werden den Kaufpreis also ausnahmsweise erstatten.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
allergisch gegen allergic to B1
rote Flecken red spots, rash B1
zurückgeben to return (an item) B1
erstatten to refund B2
der Kaufpreis, -e purchase price B1
das Sonderangebot, -e special offer B1
der Gutschein, -e voucher, gift card B1
eine Ausnahme machen to make an exception B1
ausnahmsweise as an exception B1

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (höfliche Bitte): "Deshalb würde ich den Pullover gern zurückgeben." — Höflicher Wunsch. - Temporalsatz mit "als": "Als ich den Pullover getragen habe, bekam ich rote Flecken." — Einmalige Handlung in der Vergangenheit. - Doppelter Konjunktiv (Können): "Können Sie da keine Ausnahme machen?" — Höfliche Frage mit Können.

Nützliche Wendungen: - "Ich kann doch nichts dafür, dass..." — It's not my fault that... - "Können Sie da keine Ausnahme machen?" — Can't you make an exception? - "Normalerweise darf ich das nicht, aber..." — I'm not normally allowed to, but...

Verständnisfragen: 1. Warum möchte die Kundin den Pullover zurückgeben? 2. Was bietet die Verkäuferin zuerst an? 3. Warum akzeptiert die Kundin den Gutschein nicht?


Dialog 6: Zu oft unpünktlich

Thema: Eine Chefin spricht mit einem Mitarbeiter über seine Unpünktlichkeit seit der Geburt seines Babys.

Quelle: Video ab 36:02

Chefin: Hallo, Herr Lomann. Danke, dass Sie gekommen sind. Wie geht es Ihnen?

Herr Lomann: Gut, danke! Und Ihnen?

Chefin: Mir auch, danke. Aber da ist etwas, dass ich gern mit Ihnen besprechen möchte.

Herr Lomann: Natürlich, gern. Worum geht es denn?

Chefin: Ich weiß, dass Sie vor ein paar Monaten Vater geworden sind, und ich freue mich sehr für Sie. Aber kann es sein, dass Sie im Moment viel Stress mit dem Baby haben?

Herr Lomann: Na ja, ich bekomme im Moment nicht so viel Schlaf. Das Baby wird oft wach und weint. Meine Frau und ich teilen uns die Arbeit, wissen Sie.

Chefin: Das verstehe ich natürlich. Aber Sie waren in den letzten Wochen wirklich oft unpünktlich bei der Arbeit. Das geht so nicht. Wir müssen uns auf Sie verlassen können.

Herr Lomann: Ja, klar. Ich tue mein Bestes, um immer pünktlich zu sein. Das ist nicht leicht im Moment. Manchmal verpasse ich morgens die Bahn.

Chefin: Wenn morgens nicht genug Personal im Geschäft ist, ist das nicht kundenfreundlich. Das wissen Sie, nicht wahr?

Herr Lomann: Ja, das weiß ich. Bitte entschuldigen Sie. Ich werde es in Zukunft besser machen.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
besprechen to discuss B1
unpünktlich not on time, late B1
sich verlassen auf (+Akk.) to rely on B1
verpassen to miss (bus, train) B1
kundenfreundlich customer-friendly B1
sich teilen to share, split B1
sein Bestes tun to do one's best B1
in Zukunft in the future B1

Grammatik im Dialog: - Infinitivsatz mit "um...zu": "Ich tue mein Bestes, um immer pünktlich zu sein." — Zweck ausdrücken. - Konditionalsatz: "Wenn morgens nicht genug Personal im Geschäft ist, ist das nicht kundenfreundlich." — Reale Bedingung. - "Kann es sein, dass...": Indirekte, höfliche Art, ein Problem anzusprechen.

Nützliche Wendungen: - "Da ist etwas, das ich gern besprechen möchte." — There's something I'd like to discuss. - "Das geht so nicht." — That's not acceptable / That won't do. - "Ich werde es in Zukunft besser machen." — I'll do better in the future.

Verständnisfragen: 1. Warum kommt Herr Lomann oft zu spät zur Arbeit? 2. Was sagt die Chefin über die Kundenfreundlichkeit? 3. Was verspricht Herr Lomann am Ende?


Dialog 7: Der erste Arbeitstag

Thema: Irina wird an ihrem ersten Arbeitstag von ihrem Kollegen Mihai begrüßt und eingewiesen.

Quelle: Video ab 40:10

Mihai: Hallo, Irina! Willkommen an deinem neuen Arbeitsplatz. Ich bin Mihai und arbeite schon seit fünf Jahren hier.

Irina: Hallo, Mihai! Es freut mich, dich kennenzulernen.

Mihai: Ich freue mich auch, dass du heute dabei bist. Wir haben echt Verstärkung gebraucht! Du fährst heute mit mir. Ich zeige dir gleich, wo die Kleiderkammer ist. Da kannst du deine Arbeitshandschuhe, den Anzug und die Schuhe abholen.

Irina: Das habe ich schon gemacht! Ich war heute Morgen sehr früh da.

Mihai: Oh, sehr gut! Dann brauche ich dir nichts mehr zu zeigen. Du kannst dich direkt umziehen gehen.

Irina: Alles klar, das mache ich.

Mihai: Gut. Wir treffen uns in einer Viertelstunde auf dem Parkplatz. Weißt du, wo der ist?

Irina: Ja, den habe ich schon gesehen.

Mihai: Wunderbar, dann kann es direkt losgehen. Bis gleich!

Irina: Bis gleich!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
die Verstärkung reinforcement, extra help B1
die Kleiderkammer, -n clothing room, locker room B2
die Arbeitshandschuhe (Pl.) work gloves B1
abholen to pick up, collect B1
sich umziehen to change clothes B1
eine Viertelstunde a quarter of an hour B1
losgehen to get started, get going B1

Grammatik im Dialog: - Perfekt (abgeschlossen): "Das habe ich schon gemacht!" — Handlung ist bereits erledigt. - "brauchen + zu + Infinitiv": "Dann brauche ich dir nichts mehr zu zeigen." — Kein Bedarf, etwas zu tun (Verneinung von "müssen"). - Temporale Angabe: "Wir treffen uns in einer Viertelstunde." — Zeitangabe mit Präposition "in" + Dativ.

Nützliche Wendungen: - "Es freut mich, dich kennenzulernen." — Nice to meet you. - "Dann kann es direkt losgehen." — Then we can get started right away. - "Bis gleich!" — See you in a moment!

Verständnisfragen: 1. Wie lange arbeitet Mihai schon in der Firma? 2. Was soll Irina in der Kleiderkammer abholen? 3. Wo treffen sich die beiden nach dem Umziehen?


Dialog 8: Beim Schuhmacher

Thema: Eine Kundin lässt ihre Stiefel beim Schuhmacher reparieren und bekommt Rat zu den Absätzen.

Quelle: Video ab 0:02

Schuhmacher: Guten Tag. Kleinen Moment noch, ich bin hier gleich fertig. Gut, ich warte... So, jetzt bitte. Was kann ich für Sie tun?

Kundin: Ich möchte fragen, ob Sie meine Stiefel noch reparieren können. Ich mag sie nämlich sehr, weil sie bequem sind, und ich will mir keine neuen kaufen.

Schuhmacher: Zeigen Sie mal... Ah ja, die brauchen eine ordentliche Reparatur. Wir müssen die Absätze austauschen. Sollen die aus Gummi sein?

Kundin: Ich weiß nicht so genau. Würden Sie das denn empfehlen?

Schuhmacher: Ja, gerade jetzt im Winter. Man könnte auch Leder nehmen, aber für Absätze ist Gummi besser.

Kundin: Dann gern aus Gummi. Dann rutscht man wahrscheinlich auch nicht so.

Schuhmacher: Ja, genau.

Kundin: Wie viel kostet das?

Schuhmacher: Das wären 22,90 Euro für beide Stiefel.

Kundin: Okay. Soll ich das jetzt bezahlen?

Schuhmacher: Wie Sie möchten — jetzt oder bei der Abholung.

Kundin: Lieber gleich. Und wann kann ich meine Stiefel denn abholen?

Schuhmacher: Diese Woche ist viel zu tun, aber nächsten Montag sind sie garantiert fertig.

Kundin: Gut, ich komme dann wahrscheinlich am Dienstag vorbei.

Schuhmacher: Alles klar. Bis dahin!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
der Stiefel, - boot B1
reparieren to repair B1
bequem comfortable B1
der Absatz, -sätze heel (of a shoe) B1
austauschen to replace, exchange B1
das Gummi rubber B1
rutschen to slip B1
die Abholung pick-up, collection B1
vorbeikommen to come by, stop by B1

Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (höflich): "Würden Sie das denn empfehlen?" — Höfliche Frage. - Konjunktiv II (Preis): "Das wären 22,90 Euro." — Höfliche Preisangabe mit Konjunktiv II. - Indirekte Frage mit "ob": "Ich möchte fragen, ob Sie meine Stiefel reparieren können." — Eingeleiteter Nebensatz.

Nützliche Wendungen: - "Zeigen Sie mal." — Let me have a look. - "Wie Sie möchten — jetzt oder bei der Abholung." — As you prefer — now or at pick-up. - "Ich komme dann am Dienstag vorbei." — I'll stop by on Tuesday then.

Verständnisfragen: 1. Warum möchte die Kundin keine neuen Stiefel kaufen? 2. Warum empfiehlt der Schuhmacher Gummiabsätze? 3. Wann sind die Stiefel fertig?


Dialog 9: Ein mobiles Heizgerät kaufen

Thema: Ein Kunde sucht ein stromsparendes Heizgerät für sein Gartenhaus und lässt sich beraten.

Quelle: Video ab 3:02

Verkäufer: Guten Tag! Wie kann ich Ihnen helfen?

Kunde: Ich suche ein mobiles Heizgerät, das möglichst wenig Strom verbraucht.

Verkäufer: Ja, gerne. Was wollen Sie denn damit beheizen? Einzelne Zimmer?

Kunde: Nein, mein Gartenhaus. Da feiern wir manchmal in der kalten Jahreszeit.

Verkäufer: Verstehe. Wir haben hier mehrere Elektroheizungen im Angebot. Die große hier läuft bei 1500 Watt. Diese etwas kleinere verbraucht 750 Watt, aber reicht völlig für ein Gartenhaus. Viele Kunden sind sehr zufrieden damit.

Kunde: Aha, und was kostet die kleinere Heizung?

Verkäufer: Nur heute und morgen: 89 Euro statt 129 Euro. Das ist wirklich ein Schnäppchen!

Kunde: Oh, das ist tatsächlich preiswerter, als ich dachte. Und so ein Gerät funktioniert ganz normal über die Steckdose?

Verkäufer: Ja, richtig. Außerdem ist es sehr klein und leicht, aber trotzdem sehr stabil. Der Heizkörper kann auch an der Wand angebracht werden.

Kunde: Und wie laut ist das Gerät? Könnten Sie es bitte einschalten? Ich suche ein leises Gerät.

Verkäufer: Ja, natürlich. Das ist im Vergleich zu anderen Modellen ein geräuscharmes Modell.

Kunde: Vielen Dank! Das Produkt hat mich überzeugt. Das nehme ich.

Verkäufer: Sehr gerne! Und übrigens: Die Garantie beträgt drei Jahre.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
das Heizgerät, -e heater, heating device B1
der Strom electricity B1
verbrauchen to consume, use B1
das Gartenhaus, -häuser garden house, summer house B1
das Schnäppchen, - bargain B1
preiswert good value, inexpensive B1
die Steckdose, -n power outlet, socket B1
anbringen to attach, mount B1
geräuscharm low-noise, quiet B2
die Garantie, -n warranty B1

Grammatik im Dialog: - Relativsatz: "Ein mobiles Heizgerät, das möglichst wenig Strom verbraucht." — Akkusativobjekt als Relativsatz. - Komparativ + "als": "Preiswerter, als ich dachte." — Vergleich mit der Erwartung. - Passiv mit Modalverb: "Der Heizkörper kann an der Wand angebracht werden." — Möglichkeit im Passiv.

Nützliche Wendungen: - "Das ist wirklich ein Schnäppchen!" — That's a real bargain! - "Das Produkt hat mich überzeugt." — The product has convinced me. - "Könnten Sie es bitte einschalten?" — Could you please turn it on?

Verständnisfragen: 1. Wofür braucht der Kunde das Heizgerät? 2. Warum ist der Preis gerade besonders günstig? 3. Wie viele Jahre Garantie hat das Gerät?


Dialog 10: Die kaputte Bügelmaschine

Thema: Ein Mitarbeiter ruft seine Kollegin an, weil die Bügelmaschine nicht funktioniert und die Hemden fertig werden müssen.

Quelle: Video ab 6:56

Karla: Hausmann.

Kollege: Hallo, Karla! Hier ist... Ich brauche dringend deine Hilfe!

Karla: Was ist denn passiert?

Kollege: Nun, ich habe hier ja die vielen Hemden der Firma Schulte. Sie wurden alle bereits gereinigt. Nun müsste ich sie bügeln.

Karla: Ja, das ist richtig. Die Firmenkleidung der Firma Schulte wird immer bei uns gereinigt. Alle Hemden werden dann gebügelt und gefaltet.

Kollege: Ja, ja, aber die Hemden werden doch nicht mit dem Bügeleisen von Hand gebügelt, oder?

Karla: Auf keinen Fall! Das sind zu viele. Wir haben doch die Bügelmaschine für Hemden.

Kollege: Die habe ich auch versucht zu verwenden, aber sie funktioniert nicht.

Karla: Was meinst du genau?

Kollege: Das Wasser wird nicht erhitzt, und die Hemden werden einfach nicht glatt, weil kein Dampf entsteht.

Karla: Verstehe. Wird denn die Temperatur angezeigt?

Kollege: Das weiß ich nicht.

Karla: Dann machen wir es so: Rufe doch bitte den technischen Kundendienst an. Ich komme auch gleich vorbei. Die Nummer findest du im Ordner im kleinen Regal im Büro.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
bügeln to iron B1
die Bügelmaschine, -n ironing machine B2
das Bügeleisen, - iron (appliance) B1
falten to fold B1
erhitzen to heat up B1
der Dampf steam B1
glatt smooth B1
der Kundendienst customer service, tech support B1
der Ordner, - binder, folder B1

Grammatik im Dialog: - Passiv Präteritum: "Sie wurden alle bereits gereinigt." — Vergangenheit im Passiv. - Passiv Präsens: "Die Hemden werden gebügelt und gefaltet." — Routine im Passiv beschreiben. - Kausalsatz mit "weil": "Die Hemden werden nicht glatt, weil kein Dampf entsteht." — Grund angeben.

Nützliche Wendungen: - "Ich brauche dringend deine Hilfe!" — I urgently need your help! - "Dann machen wir es so:..." — Let's do it this way:... - "Auf keinen Fall!" — No way! / Absolutely not!

Verständnisfragen: 1. Was ist das Problem mit der Bügelmaschine? 2. Warum kann man die Hemden nicht von Hand bügeln? 3. Wen soll der Kollege anrufen?


Nachrichten auf dem Anrufbeantworter

Die folgenden Dialoge sind Sprachnachrichten — nur eine Person spricht. Sie sind typisch für B1-Hörübungen.


Dialog 11: Krankmeldung auf der Arbeit

Thema: Thomas ruft bei der Arbeit an, weil seine Tochter krank ist, und bittet einen Kollegen, seinen Kundentermin zu übernehmen.

Quelle: Video ab 8:16

Thomas: Hallo, hier ist Thomas. Unsere Tochter ist gestern Nacht plötzlich krank geworden, und ich muss heute und morgen bei ihr bleiben. Ich hoffe, dass ich danach wieder ganz normal arbeiten kann.

Ich sollte aber heute um 11 Uhr bei dem Kunden in der Schleiermacherstraße sein. Dort müssen die Fliesen im Bad noch verlegt werden. Kann das bitte ein Kollege für mich übernehmen? Die Arbeiten können nicht verschoben werden — sie müssen bis morgen abgeschlossen sein. Danke!

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
plötzlich suddenly B1
die Fliesen (Pl.) tiles B1
verlegen to lay, install (tiles/flooring) B1
übernehmen to take over B1
verschieben to postpone B1
abschließen to finish, complete B1

Grammatik im Dialog: - Passiv mit Modalverb: "Die Fliesen müssen noch verlegt werden." — Notwendigkeit im Passiv. - Nebensatz mit "dass": "Ich hoffe, dass ich danach wieder normal arbeiten kann." — Konjunktion "dass" mit Verb am Ende.

Nützliche Wendungen: - "Kann das bitte ein Kollege für mich übernehmen?" — Can a colleague please take over for me? - "Die Arbeiten können nicht verschoben werden." — The work cannot be postponed.

Verständnisfragen: 1. Warum kann Thomas heute nicht arbeiten? 2. Was muss bei dem Kunden gemacht werden? 3. Bis wann müssen die Arbeiten fertig sein?


Dialog 12: Falsche Liefervereinbarung

Thema: Junus hinterlässt eine Nachricht für Alana, weil es ein Missverständnis über den Liefertermin gibt.

Quelle: Video ab 10:19

Junus: Hallo, Alana! Junus hier. Meine Kollegin Kiara hat mir hier eine Notiz über euer Gespräch gestern geschrieben. Ihr habt vereinbart, dass ihr uns die Lebensmittel für das Catering bis Ende nächster Woche liefert.

Das geht aber nicht — da hat sich Kiara leider geirrt. Wir müssen ja schon Ende dieser Woche mit den Vorbereitungen beginnen. Ruf mich bitte kurz zurück. Wir brauchen die Lieferung spätestens in drei Tagen.

Nützliche Vokabeln:

Wort/Ausdruck Bedeutung Niveau
vereinbaren to agree on, arrange B1
die Lieferung, -en delivery B1
das Catering catering B1
sich irren to be mistaken B1
die Vorbereitung, -en preparation B1
spätestens at the latest B1

Grammatik im Dialog: - Perfekt: "Kiara hat mir eine Notiz geschrieben." — Vergangene Handlung. - Reflexivverb: "Da hat sich Kiara leider geirrt." — sich irren = to be mistaken.

Nützliche Wendungen: - "Das geht aber nicht." — That won't work / That's not possible. - "Ruf mich bitte kurz zurück." — Please call me back briefly.

Verständnisfragen: 1. Was hat Kiara falsch vereinbart? 2. Wann braucht Junus die Lieferung wirklich? 3. Warum ist der Termin so wichtig?


Tipps zum Lernen mit Dialogen

Strategie Beschreibung
Nachsprechen Lesen Sie die Dialoge laut vor — erst langsam, dann schneller.
Rollenspiel Üben Sie mit einem Partner. Jeder übernimmt eine Rolle.
Variationen Ändern Sie Details: anderes Gemüse, andere Schuhe, anderer Preis.
Schlüsselwörter abdecken Decken Sie die rechte Spalte der Vokabeltabelle ab und testen Sie sich.
Zusammenfassung Fassen Sie jeden Dialog in 2-3 Sätzen zusammen (auf Deutsch!).

Quellen: B1-Hörübungen, Telc-Vorbereitung, authentische Alltagsdialoge.