Dialoge: Arbeit und Beruf¶
Echte B1-Dialoge aus Hörübungen — bereinigt und kommentiert. Themen: Arbeitsvertrag, Urlaubsplanung, Berufe, Bewerbung.
Inhalt¶
- Fragen zum Arbeitsvertrag
- Urlaubsplanung im Team
- Krankmeldung — Fieber und Ausschlag
- Krankmeldung — Rückenschmerzen
- Technischer Kundendienst
- Berufe am Bahnhof — ein Interview
- Urlaubsplanung — Rücksicht auf Kollegen
- Beratungsgespräch — Weiterbildung
- Umschulung zum Maurer
- Bewerbung schreiben
- Stellenanzeige richtig lesen
- Telefonische Bewerbung
Dialog 1: Fragen zum Arbeitsvertrag¶
Thema: Eine neue Mitarbeiterin ruft in der Firma an, um Fragen zu ihrem Arbeitsvertrag zu klären.
Quelle: Video ab 35:39
A (Frau Jakobi): Duotech AG, Jakobi, guten Tag.
B (Sara Senner): Guten Tag, Frau Jakobi. Hier ist Sara Senner. Ich habe noch Fragen zu meinem Arbeitsvertrag.
A: Gern, was möchten Sie denn wissen?
B: Wo finde ich, wie viel Geld ich im Monat verdiene?
A: Schauen Sie bei „Arbeitsvergütung". Da steht genau, wie hoch das monatliche Bruttogehalt ist.
B: Ah ja, okay. Und was bedeuten „24 Arbeitstage" für die freien Tage?
A: „Arbeitstage" bedeutet, dass alle Werktage mitgerechnet werden — also von Montag bis Samstag, außer natürlich den gesetzlichen Feiertagen.
B: Vielen Dank. Wir hatten ja vereinbart, dass ich bis zu 10 Stunden im Monat in der örtlichen Wäscherei aushelfen darf. Wo finde ich diese Vereinbarung?
A: Schauen Sie im Absatz über „Weitere Tätigkeiten". Dort ist festgehalten, dass Sie Ihren Zweitjob angegeben und genehmigt bekommen haben.
B: Ach ja, da steht das ja. Dann ist ja alles klar. Vielen Dank!
A: Gern, und bis nächste Woche!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| der Arbeitsvertrag | employment contract | B1 |
| die Arbeitsvergütung | remuneration / pay | B1 |
| das Bruttogehalt | gross salary | B1 |
| der Arbeitstag, -e | working day | B1 |
| der Werktag, -e | weekday (Mon–Sat) | B1 |
| der gesetzliche Feiertag | public holiday | B1 |
| aushelfen (hilft aus) | to help out (at a job) | B1 |
| festhalten (hält fest) | to record / document | B1 |
| der Zweitjob | second job / side job | B1 |
| genehmigen | to approve / authorize | B2 |
Grammatik im Dialog: - Indirekte Frage: „Wo finde ich, wie viel Geld ich im Monat verdiene?" — Nebensatz mit Verb am Ende. - Plusquamperfekt-Sinn mit Präteritum: „Wir hatten ja vereinbart, dass..." — Bezug auf eine frühere Absprache. - Passiv-Ersatz: „...ist festgehalten, dass..." — Zustandspassiv (sein + Partizip II).
Nützliche Wendungen: - „Was möchten Sie denn wissen?" — What would you like to know? (Nützlich in Service-Situationen) - „Wo finde ich...?" — Where can I find...? (Höfliche Frage nach Informationen) - „Dann ist ja alles klar." — Then everything is clear. (Gespräch abschließen)
Verständnisfragen: 1. Was möchte Sara über ihren Vertrag wissen? 2. Was bedeutet „Arbeitstage" im Vertrag? 3. Was steht im Absatz „Weitere Tätigkeiten"?
Dialog 2: Urlaubsplanung im Team¶
Thema: Zwei Kollegen (Mustafa und Sina) planen gemeinsam ihren Urlaub und nehmen Rücksicht auf Kollegen mit Kindern.
Quelle: Video ab 2:55
A (Sina): Mustafa, wir müssen noch kurz über die Urlaubsplanung sprechen.
B (Mustafa): Stimmt, Sina. Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht, wann und wie lange ich gern frei hätte. Schau mal, hier ist der Plan, in den die Kollegen schon ihre Urlaubswünsche eingetragen haben.
A: Pavel, Hannes und Ella möchten bestimmt wegen ihrer Kinder in den Ferien frei haben, oder?
B: Ja, richtig. Sie haben sich die Ferienzeiten aufgeteilt. Und wie ist es mit uns? Möchtest du lieber vor oder nach den Schulferien frei haben?
A: Wenn es geht und das für dich in Ordnung ist, möchte ich gern nach den Ferien wegfahren. Dann habe ich zwar als Letztes in der Abteilung Urlaub, aber das macht nichts. Wie ist das mit dir?
B: Mir ist es ehrlich gesagt egal. Unser Sohn ist schon 18 — er fährt sowieso nicht mehr mit uns in Urlaub. Das ist ihm zu langweilig.
A: Hast du denn schon mit deiner Frau Pläne gemacht?
B: Nun, sie sagt, ich soll das entscheiden. Bei ihr in der Firma ist die Planung nicht so schwierig wie bei uns. Die meisten ihrer Kollegen haben ebenfalls schon erwachsene Kinder.
A: Dann schlage ich vor, du fährst vor den Ferien. Wie lange denn?
B: 14 Tage — sonst ist das ja keine Erholung.
A: Okay, das wäre dann vom 2. bis zum 17. Juli. So, dann haben wir alles geplant. Die Kollegen haben die Ferien aufgeteilt, und ich würde dann nach den Schulferien wegfahren — das ist dann vom 14. bis zum 21. August.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Urlaubsplanung | vacation planning | B1 |
| sich Gedanken machen | to think about sth. | B1 |
| die Schulferien (Pl.) | school holidays | B1 |
| aufteilen | to divide / split up | B1 |
| die Abteilung, -en | department | B1 |
| die Erholung | rest / relaxation | B1 |
| ebenfalls | likewise / also | B1 |
| erwachsen | adult / grown-up | B1 |
Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Wunsch): „...wie lange ich gern frei hätte" — höflicher Wunsch. - Konditional: „Wenn es geht und das für dich in Ordnung ist, möchte ich..." — Bedingungssatz. - Konjunktiv II (würde): „Ich würde dann nach den Schulferien wegfahren." — höfliche Absicht.
Nützliche Wendungen: - „Ich habe mir auch schon Gedanken gemacht." — I've already been thinking about it. - „Mir ist es ehrlich gesagt egal." — Honestly, I don't mind. - „Dann schlage ich vor..." — Then I suggest...
Verständnisfragen: 1. Warum bekommen Pavel, Hannes und Ella Urlaub in den Ferien? 2. Wann möchte Mustafa Urlaub machen — und wie lange? 3. Warum ist die Urlaubsplanung bei Mustafas Frau einfacher?
Dialog 3: Krankmeldung — Fieber und Ausschlag¶
Thema: Ein Mitarbeiter ruft bei seinem Chef an, weil er krank ist und nicht zur Arbeit kommen kann.
Quelle: Video ab 7:18
A (Herr Brune): Harmsag Brune, guten Tag.
B (Tom Klausen): Guten Tag, Herr Brune. Hier ist Tom Klausen. Ich kann heute leider nicht zur Arbeit kommen.
A: Was haben Sie denn?
B: Ich habe Fieber und einen leichten Ausschlag. Ich fürchte, ich habe mich im Sportverein angesteckt. Ich gehe gleich zum Hausarzt und lasse mich untersuchen.
A: Oh je, Herr Klausen. Da kann man nichts machen. Dann müssten Sie mich im Laufe des Tages aber bitte noch einmal anrufen, damit ich weiß, wie lange Sie fehlen werden.
B: Wenn ich vom Arzt komme, kann ich Sie wieder anrufen.
A: Das wäre gut. Dann kann ich besser planen. Wir müssten eine Vertretung für Sie organisieren. Ich sage gleich Frau Henschel im Sekretariat Bescheid — sie kümmert sich um die Vertretung.
B: Ja, ich habe morgen ein Kundengespräch geplant.
A: Gut, dass Sie das sagen!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| das Fieber | fever | A2 |
| der Ausschlag | rash | B1 |
| sich anstecken | to catch (an illness) | B1 |
| der Hausarzt, -ärzte | family doctor / GP | B1 |
| sich untersuchen lassen | to get examined | B1 |
| die Vertretung, -en | substitute / stand-in | B1 |
| Bescheid sagen | to inform / let sb. know | B1 |
| das Kundengespräch | client meeting | B1 |
| im Laufe des Tages | in the course of the day | B1 |
Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (höfliche Bitte): „Dann müssten Sie mich bitte noch einmal anrufen." — Konjunktiv II von „müssen" klingt höflicher als „müssen". - Finalsatz mit „damit": „...damit ich weiß, wie lange Sie fehlen werden." — Zweck/Ziel ausdrücken. - Reflexivverb + lassen: „Ich lasse mich untersuchen." — Jemanden bitten, etwas für einen zu tun.
Nützliche Wendungen: - „Ich kann heute leider nicht zur Arbeit kommen." — Standardsatz für Krankmeldung am Telefon. - „Da kann man nichts machen." — Nothing can be done about that. (Verständnis zeigen) - „Gut, dass Sie das sagen!" — Good that you mention it! (Reaktion auf wichtige Info)
Verständnisfragen: 1. Warum kann Tom Klausen nicht zur Arbeit kommen? 2. Was soll Tom nach dem Arztbesuch machen? 3. Wer kümmert sich um die Vertretung?
Dialog 4: Krankmeldung — Rückenschmerzen¶
Thema: Eine Reinigungskraft meldet sich wegen starker Rückenschmerzen bei ihrem Chef krank.
Quelle: Video ab 9:32
A (Herr Bach): Elektrohäuser Bach, mein Name. Was kann ich für Sie tun?
B (Frau Özgün): Guten Tag, Herr Bach. Hier ist Frau Özgün, die Reinigungskraft. Ich kann heute leider nicht zur Arbeit kommen. Ich habe sehr starke Rückenschmerzen. Es ist vielleicht ein Hexenschuss.
A: Oh je, waren Sie schon beim Arzt?
B: Nein, noch nicht. Ich wollte Sie zuerst informieren. Soll ich heute noch zum Arzt gehen, oder lieber abwarten? Vielleicht geht es mir morgen schon wieder besser und ich kann dann wieder zur Arbeit kommen.
A: Gehen Sie lieber heute noch zum Arzt. Dann kann er sehen, ob es etwas Ernstes ist. Und vielleicht müssen Sie auch noch Medikamente in der Apotheke holen.
B: Gut, Herr Bach. Wenn ich vom Arzt zurück bin, dann melde ich mich direkt wieder bei Ihnen.
A: Das wäre sehr gut, denn ich muss heute noch einen Ersatz für Sie planen.
B: Gut, dann melde ich mich im Laufe des Vormittags wieder bei Ihnen.
A: Alles klar. Dann gute Besserung!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Reinigungskraft, -kräfte | cleaning worker | B1 |
| die Rückenschmerzen (Pl.) | back pain | B1 |
| der Hexenschuss | lumbago / slipped disc pain | B1 |
| abwarten | to wait and see | B1 |
| etwas Ernstes | something serious | B1 |
| das Medikament, -e | medication | A2 |
| der Ersatz | replacement / substitute | B1 |
| sich melden bei | to get in touch with | B1 |
| Gute Besserung! | Get well soon! | A2 |
Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (Vergangenheit): „Ich wollte Sie zuerst informieren." — „wollte" hier als höfliche Form (Präteritum von „wollen" mit höflicher Wirkung). - Konditional mit „wenn": „Wenn ich vom Arzt zurück bin, melde ich mich." — Zeitliche Bedingung. - Indirekte Frage: „...ob es etwas Ernstes ist" — Nebensatz mit „ob".
Nützliche Wendungen: - „Ich wollte Sie zuerst informieren." — I wanted to inform you first. (Höfliche Erklärung) - „Ich melde mich direkt wieder bei Ihnen." — I'll get back to you right away. (Versprechen, zurückzurufen) - „Gute Besserung!" — Get well soon! (Standardwunsch bei Krankheit)
Verständnisfragen: 1. Was für Schmerzen hat Frau Özgün? 2. Was rät Herr Bach ihr? 3. Warum muss Herr Bach schnell Bescheid wissen?
Dialog 5: Technischer Kundendienst¶
Thema: Eine Friseurin ruft beim technischen Kundendienst an, weil eine Trockenhaube nicht richtig funktioniert.
Quelle: Video ab 26:18
A (Kundendienst): Technischer Kundendienst, Friseurbedarf Schmidt, guten Tag. Was kann ich für Sie tun?
B (Frau Hüppe): Guten Tag, mein Name ist Hüppe, vom Friseurstudio H-Scharf. Ich habe hier ein Problem mit einer unserer Trockenhauben.
A: Guten Tag, Frau Hüppe. Was genau funktioniert denn nicht?
B: Nun, sie funktioniert schon, aber nicht richtig. Sie schaltet sich nicht von allein aus.
A: Können Sie das Problem bitte genauer beschreiben?
B: Man kann doch normalerweise die Trockenzeit am Regler einstellen. Aber wenn die Zeit abgelaufen ist, läuft die Trockenhaube jetzt trotzdem weiter.
A: Haben Sie schon versucht, das Gerät auszuschalten und dann wieder einzuschalten?
B: Ja, das hat leider auch nicht geholfen.
A: Dann schicken wir Ihnen einen Mitarbeiter vorbei. Passt Ihnen morgen früh um 9 Uhr?
B: Ja, vielen Dank. Auf Wiederhören!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| der technische Kundendienst | technical support service | B1 |
| die Trockenhaube, -n | hooded hair dryer | B1 |
| sich ausschalten | to switch off (by itself) | B1 |
| der Regler, - | control dial / regulator | B1 |
| einstellen | to set / adjust | B1 |
| ablaufen (läuft ab) | to expire / run out | B1 |
| einen Mitarbeiter vorbeischicken | to send an employee over | B1 |
Grammatik im Dialog: - Trennbare Verben: „sich ausschalten", „einstellen", „vorbeischicken" — trennbare Verben im Hauptsatz vs. zusammen im Nebensatz. - Modalverb + Infinitiv: „Können Sie das Problem genauer beschreiben?" — Höfliche Frage. - Konzessiver Kontrast: „Sie funktioniert schon, aber nicht richtig." — Einschränkung.
Nützliche Wendungen: - „Können Sie das Problem genauer beschreiben?" — Can you describe the problem in more detail? (Rückfrage) - „Das hat leider auch nicht geholfen." — Unfortunately, that didn't help either. (Problemlösung fehlgeschlagen) - „Passt Ihnen morgen früh um 9 Uhr?" — Does tomorrow morning at 9 work for you? (Termin vorschlagen)
Verständnisfragen: 1. Was ist das Problem mit der Trockenhaube? 2. Was hat Frau Hüppe schon versucht? 3. Wie wird das Problem gelöst?
Dialog 6: Berufe am Bahnhof — ein Interview¶
Thema: Ein Radiosender interviewt den Filialleiter einer Bahnhofsbuchhandlung über seinen Beruf, seinen Alltag und sein Gehalt.
Quelle: Video ab 0:05
Moderator: Liebe Hörerinnen und Hörer, in unserer Reihe „Arbeit in Deutschland" geht es in dieser Woche um Berufe am Bahnhof. Dazu habe ich mit Herrn Lauer, dem Filialleiter der Bahnhofsbuchhandlung „Unter Rohde", gesprochen.
Moderator: Hallo, Herr Lauer. Seit wann leiten Sie diese Filiale?
Herr Lauer: Hallo. Seit zwei Jahren. Aber ich arbeite schon fünf Jahre hier.
Moderator: Haben Sie den Beruf Buchhändler gelernt?
Herr Lauer: Nein, ich bin Einzelhandelskaufmann. Das passt hier auch sehr gut, denn in einer Bahnhofsbuchhandlung ist das Fachwissen eines Buchhändlers weniger wichtig als zum Beispiel in einer Universitätsbuchhandlung. Unsere Kunden sind meistens Reisende, die nicht viel Zeit haben. Und wir verkaufen auch viel mehr Zeitungen und Zeitschriften als Bücher — das ist unser Hauptgeschäft.
Moderator: Wie viele Stunden arbeiten Sie in der Woche?
Herr Lauer: Ich bin immer mindestens 40 Stunden pro Woche hier, manchmal auch 50.
Moderator: Welche Aufgaben haben Sie?
Herr Lauer: Ich mache die Bestellungen der Zeitungen und Zeitschriften, die Abrechnungen, ich teile das Personal ein, entscheide, wo wir die Waren platzieren, bezahle Rechnungen und so weiter. Viele Sachen sind Routine, aber manchmal ist es nicht leicht, gutes Personal zu finden. Wir haben viele Aushilfen, die oft nicht lange bleiben, und wir müssen immer wieder neue Leute einarbeiten.
Moderator: Darf ich fragen, wie viel Sie im Monat verdienen?
Herr Lauer: Ich bekomme 2.900 Euro brutto — das sind dann ungefähr 1.900 Euro netto. Außerdem bekomme ich ein 13. Monatsgehalt als Weihnachtsgeld und 1.200 Euro Urlaubsgeld pro Jahr.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| der Filialleiter, - | branch manager | B1 |
| die Buchhandlung, -en | bookshop | B1 |
| der Einzelhandelskaufmann | retail salesman | B1 |
| das Fachwissen | specialist knowledge | B1 |
| die Abrechnung, -en | billing / accounting | B1 |
| das Personal einteilen | to schedule staff | B1 |
| die Aushilfe, -n | temporary worker | B1 |
| einarbeiten | to train (a new employee) | B1 |
| das Weihnachtsgeld | Christmas bonus | B1 |
| das Urlaubsgeld | holiday bonus | B1 |
Grammatik im Dialog: - Komparativ: „...weniger wichtig als in einer Universitätsbuchhandlung" — Vergleich mit „weniger...als". - Relativsatz: „Reisende, die nicht viel Zeit haben." — Relativsatz mit „die". - Höfliche indirekte Frage: „Darf ich fragen, wie viel Sie verdienen?" — Sehr höfliche Form, nach dem Gehalt zu fragen.
Nützliche Wendungen: - „Darf ich fragen, wie viel Sie verdienen?" — May I ask how much you earn? (Höfliche Gehaltsfrage) - „Das passt hier auch sehr gut." — That fits well here too. (Erklärung, warum etwas geeignet ist) - „Viele Sachen sind Routine, aber..." — Many things are routine, but... (Über den Arbeitsalltag sprechen)
Verständnisfragen: 1. Welchen Beruf hat Herr Lauer gelernt — und was ist er jetzt? 2. Was verkauft die Bahnhofsbuchhandlung hauptsächlich? 3. Was ist laut Herr Lauer die größte Schwierigkeit in seinem Job?
Dialog 7: Urlaubsplanung — Rücksicht auf Kollegen¶
Thema: Zwei Kolleginnen (Jessica und Simon) planen ihren Urlaub nach den Kollegen mit Kindern.
Quelle: Video ab 3:50
A (Simon): Jessica, wir müssen noch über unsere Urlaubszeiten sprechen. Die anderen Kollegen haben jetzt ihren Plan festgelegt, so dass sie mit ihren Kindern wegfahren können.
B (Jessica): Okay, dann kommen also wir zwei Kinderlosen an die Reihe. Welche Möglichkeiten haben wir?
A: Eigentlich ziemlich viele. Nur Mitte August können wir keinen Urlaub nehmen — da sind Ivan und Anna gleichzeitig weg.
B: Okay, das ist für mich kein Problem. Ich möchte gerne Anfang Juli zwei Wochen Urlaub haben. Im August kann ich keinen Urlaub nehmen, weil ich eine Fortbildung habe.
A: Anfang Juli — da möchte ich auch Urlaub machen!
B: Aber das ist doch kein Problem, dann sind doch die anderen drei noch da.
A: Ja, aber ich finde, einer von uns beiden sollte immer hier sein. Denk doch mal daran, wie oft zum Beispiel die Kinder von Ivan oder Anna krank sind und sie zu Hause bleiben müssen. Dann ist es immer besser, wenn einer von uns da ist, um die Arbeit der anderen zu übernehmen.
B: Das stimmt, da hast du Recht. Dann machst du von Anfang bis Mitte Juli Urlaub, denn deine Fortbildung ist ja wichtig. Ich mache dann danach drei Wochen Urlaub.
A: Prima! Vielen Dank, Simon. Nächstes Jahr darfst du zuerst deine Urlaubszeiten aussuchen!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| an die Reihe kommen | to have one's turn | B1 |
| die Fortbildung, -en | professional training | B1 |
| übernehmen (übernimmt) | to take over | B1 |
| gleichzeitig | at the same time | B1 |
| Rücksicht nehmen auf | to be considerate of | B1 |
| aussuchen | to choose / pick | B1 |
Grammatik im Dialog: - Finalsatz mit „um...zu": „...um die Arbeit der anderen zu übernehmen" — Zweck ausdrücken. - Modalverb „sollte" (Konjunktiv II): „Einer von uns sollte immer hier sein." — Empfehlung/Vorschlag. - Kausalsatz mit „weil": „...weil ich eine Fortbildung habe" — Grund angeben.
Nützliche Wendungen: - „Dann kommen wir an die Reihe." — Then it's our turn. (Nach anderen drankommen) - „Da hast du Recht." — You're right about that. - „Nächstes Jahr darfst du zuerst aussuchen!" — Next year you get to pick first! (Fairness zeigen)
Verständnisfragen: 1. Warum können Jessica und Simon nicht Mitte August Urlaub nehmen? 2. Warum will Jessica, dass immer einer von ihnen da ist? 3. Was macht Simon im August statt Urlaub?
Dialog 8: Beratungsgespräch — Weiterbildung¶
Thema: Ein anerkannter Asylbewerber lässt sich bei der Agentur für Arbeit über Weiterbildungsmöglichkeiten beraten.
Quelle: Video ab 13:24
A (Herr Ali-Salim): Guten Tag, mein Name ist Massud Ali-Salim. Ich habe einen Termin für ein Beratungsgespräch.
B (Beraterin): Guten Tag, Herr Ali-Salim. Nehmen Sie doch bitte Platz. Was kann ich für Sie tun?
A: Sie wissen ja, ich bin anerkannter Asylbewerber und habe den Integrationskurs erfolgreich abgeschlossen. Aber ich kann keine Arbeit finden.
B: Sie haben ja in Ihrer Heimat als Kfz-Mechatroniker gearbeitet.
A: Ja, genau. Und jetzt möchte ich gern eine Weiterbildung machen, um meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
B: Das ist gut, dass Sie die Initiative ergreifen! Haben Sie sich denn auch schon über die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten informiert?
A: Ja, im Internet habe ich mir verschiedene Angebote angeschaut. Ich habe hier ein paar Kurse notiert, die mich interessieren. Besonders interessant finde ich diesen Kurs hier.
B: Dann lassen Sie uns mal sehen... Der Aufbaukurs „Elektronik im Kraftfahrzeug" zum Beispiel wird von der Kfz-Innung Hamburg angeboten. Der Kurs findet zweimal wöchentlich von 18:00 bis 21:15 Uhr statt und dauert insgesamt zwei Wochen.
A: Das hört sich gut an.
B: Die Lehrgangskosten betragen 395 Euro. Der Kurs kann aber von der Agentur für Arbeit mit einem Bildungsgutschein gefördert werden. Neben den Kosten werden dann auch die Fahrtkosten und sonstige Materialkosten erstattet. Haben Sie einen Bildungsgutschein?
A: Ja!
B: Prima! Dann müssten Sie sich nur noch bei der Kfz-Innung für den Kurs anmelden. Die Telefonnummer und die E-Mail-Adresse sind hier angegeben.
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| das Beratungsgespräch | advisory meeting / consultation | B1 |
| der anerkannte Asylbewerber | recognized asylum seeker | B2 |
| der Integrationskurs | integration course | B1 |
| die Weiterbildung | further training / continuing ed. | B1 |
| der Arbeitsmarkt | job market | B1 |
| die Initiative ergreifen | to take the initiative | B2 |
| der Bildungsgutschein | education voucher | B1 |
| fördern | to fund / support | B1 |
| erstatten | to reimburse | B2 |
| sich anmelden für | to register for | B1 |
Grammatik im Dialog: - Finalsatz mit „um...zu": „...um meine Chancen zu verbessern" — Zweck/Ziel. - Passiv Präsens: „Der Kurs wird von der Kfz-Innung angeboten." / „Die Kosten werden erstattet." — Vorgangspassiv. - Konjunktiv II (müssten): „Dann müssten Sie sich nur noch anmelden." — Höfliche Empfehlung.
Nützliche Wendungen: - „Nehmen Sie doch bitte Platz." — Please have a seat. (Höfliche Einladung) - „Das hört sich gut an." — That sounds good. - „Die Initiative ergreifen" — to take the initiative (positiv über Eigeninitiative sprechen)
Verständnisfragen: 1. Warum sucht Herr Ali-Salim eine Weiterbildung? 2. Wie wird der Kurs finanziert? 3. Was muss Herr Ali-Salim jetzt noch tun?
Dialog 9: Umschulung zum Maurer¶
Thema: Ein Mann informiert sich über eine Umschulung zum Maurer — Dauer, Kosten, Gehalt und Schlechtwettergeld.
Quelle: Video ab 19:57
A (Ratsuchender): Ich habe leider keine Berufsausbildung. Kann ich trotzdem Maurer werden?
B (Berater): Das ist kein Problem. Sie können eine Umschulung zum Maurer machen.
A: Wie lange dauert eine Umschulung?
B: In der Regel zwischen 16 und 24 Monaten.
A: Das ist aber bestimmt teuer. Wissen Sie, wie viel eine Umschulung kostet?
B: Sie kommen ja aus Syrien und haben eine Aufenthaltserlaubnis, richtig? Dann können Sie bei der Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein beantragen. Sie müssen aber einen Termin machen. Und dann werden die Kosten für die Umschulung übernommen.
A: Richtig. Können Sie mir auch sagen, wie viel man als Maurer verdient?
B: Einen Moment, da muss ich nachschauen... Also, das Einstiegsgehalt liegt zwischen 1.700 und 2.500 Euro im Monat.
A: Brutto oder netto?
B: Das ist das Bruttogehalt.
A: Okay. Eine letzte Frage habe ich noch: In Deutschland ist der Winter ja oft ziemlich kalt. Was machen dann Maurer, wenn sie wegen schlechten Wetters nicht arbeiten können?
B: Dann können sie Saison-Kurzarbeitergeld beantragen.
A: Saison-Kurzarbeitergeld — was ist das?
B: Bauarbeiter können in Deutschland in den Wintermonaten, also von Dezember bis März, von der Agentur für Arbeit Geld bekommen. Das nennt man oft auch „Schlechtwettergeld". Haben Sie Kinder?
A: Nein, ich bin ledig und habe keine Kinder.
B: Wenn Sie keine Kinder haben, würden Sie 60 Prozent Ihres Nettogehalts bekommen.
A: Ah, ich verstehe. Vielen Dank für die Information!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Umschulung, -en | retraining / career change course | B1 |
| der Maurer, - | bricklayer / mason | B1 |
| die Berufsausbildung | vocational training | B1 |
| die Aufenthaltserlaubnis | residence permit | B1 |
| beantragen | to apply for (officially) | B1 |
| das Einstiegsgehalt | starting salary | B1 |
| das Saison-Kurzarbeitergeld | seasonal short-time work pay | B2 |
| das Schlechtwettergeld | bad weather pay | B2 |
| ledig | single / unmarried | B1 |
Grammatik im Dialog: - Passiv mit Modalverb: „Die Kosten werden übernommen." — Vorgangspassiv. - Konditional (Konjunktiv II): „Wenn Sie keine Kinder haben, würden Sie 60% bekommen." — Konditionalsatz mit „würde". - Indirekte Frage: „Wissen Sie, wie viel eine Umschulung kostet?" — Höflich nach Informationen fragen.
Nützliche Wendungen: - „In der Regel..." — As a rule... / Generally... (Allgemeine Aussage) - „Einen Moment, da muss ich nachschauen." — One moment, I need to look that up. - „Eine letzte Frage habe ich noch." — I have one more question. (Gespräch strukturieren)
Verständnisfragen: 1. Wie lange dauert die Umschulung zum Maurer? 2. Was ist Saison-Kurzarbeitergeld und wer bekommt es? 3. Wie viel Prozent des Nettogehalts bekommt jemand ohne Kinder als Schlechtwettergeld?
Dialog 10: Bewerbung schreiben¶
Thema: Eine Frau, die gerade ihre Umschulung zur Gärtnerin abgeschlossen hat, fragt einen Freund um Hilfe bei ihrer ersten Bewerbung.
Quelle: Video ab 49:42
A (Paul): Wir haben uns sehr lange nicht gesehen! Wie geht es dir?
B (Parti): Hallo, Paul! Mir geht es sehr gut.
A: Machst du noch die Weiterbildung zur Gärtnerin?
B: Nein, ich bin vor einem Monat fertig geworden. Am Anfang der Weiterbildung habe ich noch gedacht, dass 24 Monate eine sehr lange Zeit sind, aber dann ist sie ganz schnell vergangen. Und jetzt habe ich eine abgeschlossene Ausbildung und suche eine Stelle.
A: Warst du schon beim Arbeitsamt?
B: Klar! Vorgestern war ich wieder da und habe eine Stellenausschreibung bei einer Gärtnerei hier in der Nähe gefunden, die mir sehr gut gefällt. Da möchte ich mich bewerben.
A: Das ist doch toll!
B: Ja, schon. Aber ich habe kaum Erfahrung mit schriftlichen Bewerbungen. Was gehört eigentlich alles zu einer Bewerbung? In der Anzeige steht, dass man eine „aussagekräftige Bewerbung" schicken soll.
A: Das steht oft in Stellenanzeigen. Das heißt, der Arbeitgeber erwartet, dass deine Unterlagen vollständig sind. Du brauchst also: ein Anschreiben, einen Lebenslauf mit einem Passfoto und Kopien von deinen Schul- und Arbeitszeugnissen. Und natürlich musst du auch noch eine Kopie von deiner abgeschlossenen Weiterbildung machen.
B: Und was soll ich im Anschreiben schreiben?
A: Da erklärst du, für welche Stelle du dich bewirbst und welche Qualifikationen du für die Stelle hast.
B: Soll ich mich schriftlich bewerben — per Post oder online?
A: In der Anzeige steht, dass man sich per Post oder per E-Mail bewerben kann.
B: Könntest du vielleicht auch meine Bewerbung durchlesen, wenn ich sie geschrieben habe?
A: Natürlich, das mache ich gern!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Stellenausschreibung | job posting / listing | B1 |
| sich bewerben (bewirbt sich) | to apply (for a job) | B1 |
| die Bewerbung, -en | application | B1 |
| aussagekräftig | informative / meaningful | B2 |
| das Anschreiben | cover letter | B1 |
| der Lebenslauf | CV / resume | B1 |
| das Arbeitszeugnis, -se | work reference / certificate | B1 |
| die Qualifikation, -en | qualification | B1 |
| durchlesen (liest durch) | to read through / proofread | B1 |
Grammatik im Dialog: - Perfekt vs. Präteritum: „Ich bin fertig geworden" (Perfekt, mündlich) vs. „Vorgestern war ich da" (Präteritum für sein/haben). - Konjunktiv II (Bitte): „Könntest du vielleicht meine Bewerbung durchlesen?" — Sehr höfliche Bitte unter Freunden. - Nebensatz mit „dass": „...dass man eine aussagekräftige Bewerbung schicken soll." — Indirekte Wiedergabe.
Nützliche Wendungen: - „Was gehört eigentlich alles zu einer Bewerbung?" — What does an application actually consist of? - „Das steht oft in Stellenanzeigen." — That's common in job ads. (Erklärung geben) - „Das mache ich gern!" — I'd be happy to do that! (Hilfe zusagen)
Verständnisfragen: 1. Was hat Parti gerade abgeschlossen? 2. Welche Unterlagen braucht man für eine vollständige Bewerbung? 3. Was soll man im Anschreiben erklären?
Dialog 11: Stellenanzeige richtig lesen¶
Thema: Paul erklärt Parti, wie man eine Stellenanzeige analysiert und die Bewerbung darauf abstimmt.
Quelle: Video ab 23:53
A (Parti): Hallo, Paul! Schön, dass du Zeit hast, mir beim Bewerben zu helfen. Möchtest du einen Tee?
B (Paul): Ja, gern! Du weißt ja, dein Lebenslauf und deine Bewerbung müssen zur Stellenanzeige passen. Hast du die Anzeige genau gelesen?
A: Ich glaube schon. Warum ist das so wichtig?
B: Wenn du eine Anzeige liest, musst du dich fragen: Was für einen Mitarbeiter sucht das Unternehmen? In Stellenanzeigen werden nämlich die Aufgaben, die der neue Mitarbeiter übernehmen soll, beschrieben und die Qualifikationen genannt, die er braucht.
A: Also, hier in der Anzeige steht, dass der neue Mitarbeiter zum Beispiel Grünanlagen pflegen und Rasen mähen soll.
B: Ja! Du musst also in deiner Bewerbung zeigen, dass du das schon gemacht hast — zum Beispiel während deiner Umschulung oder in einem Praktikum.
A: Okay, ich verstehe.
B: Und dann werden hier in der Anzeige unter „Ihre Qualifikationen" die Voraussetzungen beschrieben, die du für die Stelle brauchst.
A: Was meinst du mit „Voraussetzungen"?
B: Also, die Firma Max Huber möchte wissen, ob du die richtige Kandidatin für die Stelle bist. Es gibt ja meistens viele Stellensuchende. Bringst du also die fachlichen Voraussetzungen mit, die die Firma sucht?
A: Ich muss also in der Bewerbung zeigen, dass meine Ausbildung und meine Berufserfahrung zur Stelle passen.
B: Ganz genau! Und vergiss nicht, deine Stärken zu nennen — also, dass du belastbar und freundlich bist.
A: Ja, zum Beispiel. Hier ist mein Lebenslauf, schau mal...
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| die Stellenanzeige, -n | job advertisement | B1 |
| die Grünanlage, -n | green space / park area | B1 |
| pflegen | to maintain / care for | B1 |
| Rasen mähen | to mow the lawn | B1 |
| die Voraussetzung, -en | requirement / prerequisite | B1 |
| die/der Stellensuchende | job seeker | B1 |
| fachlich | professional / technical | B1 |
| die Stärke, -n | strength | B1 |
| belastbar | resilient / able to cope | B2 |
| mitbringen (bringt mit) | to bring along (skills, etc.) | B1 |
Grammatik im Dialog: - Passiv im Nebensatz: „...die Aufgaben, die übernommen werden sollen" / „werden die Voraussetzungen beschrieben" — Passiv in verschiedenen Satzpositionen. - Indirekte Frage: „Was für einen Mitarbeiter sucht das Unternehmen?" — Fragepronomen „was für ein". - Infinitiv mit „zu": „Vergiss nicht, deine Stärken zu nennen." — Aufforderung mit Infinitivkonstruktion.
Nützliche Wendungen: - „Dein Lebenslauf muss zur Stellenanzeige passen." — Your CV needs to match the job ad. - „Was meinst du mit...?" — What do you mean by...? (Nachfragen) - „Vergiss nicht, deine Stärken zu nennen." — Don't forget to mention your strengths.
Verständnisfragen: 1. Was soll man zuerst machen, bevor man eine Bewerbung schreibt? 2. Was steht in einer Stellenanzeige unter „Ihre Qualifikationen"? 3. Was soll Parti in ihrer Bewerbung zeigen?
Dialog 12: Telefonische Bewerbung¶
Thema: Eine Frau ruft bei einer Gärtnerei an, um sich nach einer offenen Stelle zu erkundigen und sich zu bewerben.
Quelle: Video ab 25:47
A (Frau Deutsch): Max Huber GmbH, Sie sprechen mit Frau Deutsch. Guten Tag.
B (Frau Al-Hamsa Rief): Guten Tag, mein Name ist Al-Hamsa Rief. Haben Sie fünf Minuten Zeit für mich?
A: Ja, wie kann ich Ihnen helfen?
B: Ich habe Ihre Anzeige vom 1. Mai im Internet erst jetzt gelesen. In der Anzeige steht „ab sofort zu besetzen" — ist die Stelle noch frei?
A: Ja, wir haben sie noch nicht besetzt. Wir suchen noch eine Gärtnerin für unser Team.
B: Ich komme aus dem Iran und bin 26 Jahre alt. Nach dem B1-Deutschkurs habe ich meine zweijährige Umschulung zur Gärtnerin vor einem Monat erfolgreich abgeschlossen. Aber ich habe noch keine Berufserfahrung. Kann ich mich trotzdem bei Ihnen bewerben?
A: Natürlich, gern! Wir würden Sie in alle Aufgabengebiete einarbeiten.
B: Noch eine letzte Frage: Wann ist der nächste Einstellungstermin?
A: Wir möchten die Stelle gern zum 16. besetzen.
B: Vielen Dank für die Informationen. Ich schicke Ihnen dann morgen online meine Bewerbungsunterlagen.
A: Auf Wiederhören!
Nützliche Vokabeln:
| Wort/Ausdruck | Bedeutung | Niveau |
|---|---|---|
| ab sofort | immediately / starting now | B1 |
| besetzen | to fill (a position) | B1 |
| die Berufserfahrung | professional experience | B1 |
| einarbeiten | to train on the job | B1 |
| der Einstellungstermin | hiring date / start date | B1 |
| die Bewerbungsunterlagen (Pl.) | application documents | B1 |
| das Aufgabengebiet, -e | area of responsibility | B1 |
Grammatik im Dialog: - Konjunktiv II (würde): „Wir würden Sie in alle Aufgabengebiete einarbeiten." — Höfliches Angebot. - Perfekt + Zeitangabe: „Ich habe meine Umschulung vor einem Monat abgeschlossen." — Abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit. - Konzessivsatz mit „trotzdem": „Kann ich mich trotzdem bewerben?" — Trotz fehlendem Merkmal nachfragen.
Nützliche Wendungen: - „Haben Sie fünf Minuten Zeit für mich?" — Do you have five minutes for me? (Höflicher Gesprächseinstieg am Telefon) - „Ist die Stelle noch frei?" — Is the position still open? - „Ich schicke Ihnen morgen meine Bewerbungsunterlagen." — I'll send you my application documents tomorrow.
Verständnisfragen: 1. Ist die Stelle schon besetzt? 2. Welche Ausbildung hat Frau Al-Hamsa Rief? 3. Wann soll die neue Mitarbeiterin anfangen?
Zusammenfassung: Wichtige Redemittel für die Arbeitswelt¶
Am Telefon (formell)¶
- „Guten Tag, hier ist [Name]."
- „Was kann ich für Sie tun?"
- „Haben Sie fünf Minuten Zeit für mich?"
- „Ich melde mich im Laufe des Tages wieder bei Ihnen."
- „Auf Wiederhören!"
Krankmeldung¶
- „Ich kann heute leider nicht zur Arbeit kommen."
- „Ich habe [Fieber / Rückenschmerzen / ...]."
- „Ich gehe gleich zum Arzt und lasse mich untersuchen."
- „Wenn ich vom Arzt komme, rufe ich Sie wieder an."
Bewerbung¶
- „Ich möchte mich für die Stelle als [Beruf] bewerben."
- „Ist die Stelle noch frei?"
- „Ich habe meine Umschulung erfolgreich abgeschlossen."
- „Welche Unterlagen brauchen Sie von mir?"
Urlaubsplanung¶
- „Ich hätte gern [Anfang Juli / im August] Urlaub."
- „Ich schlage vor, du fährst [vor / nach] den Ferien."
- „Wie lange möchtest du Urlaub machen?"
- „Das wäre dann vom [Datum] bis zum [Datum]."
12 Dialoge | Niveau: B1 (mit leichten B2-Elementen) | Themen: Arbeitsvertrag, Krankmeldung, Urlaubsplanung, Berufe, Bewerbung, Umschulung, Weiterbildung